Kinder Anekdoten: Aus dem Familienalltag einer Großfamilie
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Kinder haben: So ist es wirklich // Kinder-Anekdoten aus dem Alltag

Diese Kinder, nech? Ein Quell steter Freude – oder so ähnlich. Also so wird das ja werdenden Eltern oder kinderlosen Personen vermittelt. Kinder sind wunderbar, bereichern das Leben, bringen nur Glück (und volle Stinkewindeln – aber das ist vernachlässigbar bei all dem Glitzer!). Deswegen dachte ich, ich gebe mal wieder ein paar ehrliche Einblicke, wie das so ist mit Kindern. Mit vielen Kindern. Oder auch: Mama dreht durch! Kinder-Anekdoten aus dem Alltag.

Gerade, während ich hier schreibe, sitzt die Prinzessin neben mir. Sie wollte Tee, bekam Tee und findet es jetzt total doof, dass sie den auch trinken soll. Dabei sieht er doch so hübsch in der Tasse aus. Also hält sie sich die Tasse vor den Mund, atmet die ganze Zeit dort rein und spielt „Darth Vader“. Sie. Atmet. Wirklich. Konsequent. In. Diese. Dämliche. Tasse. Und es macht mich wahnsinnig. WAHNSINNIG. Sollte ich aber etwas sagen, lacht sie und triezt mich erst recht. Hach, schön!

So ist das Leben mit Kindern wirklich.

Neulich: Ich backe Zucchinikuchen, den der Mann extra in Schokoglasur und Zuckerstreuseln ertränkt. Die Große holt sich ein Stück, setzt sich an den Esstisch und und fängt genüsslich an, mit der Gabel große Teile abzustechen. Und dann mache ich den Fehler, den eigentlich nur Anfänger machen. Du kannst es dir schon denken? Einen gravierenden Fehler leiste ich mir! Denn ich sage dem Kind, dass darin ekliges grünes Zeug verarbeitet ist. Also in anderen Worten: Ich benenne der 11-jährigen auf Nachfrage die Zutat Zucchini. Tu das nicht. Niemals. Nie nie nie! Das Kind schiebt angewidert den Teller weg und sagt: „Danke, ich bin fertig. War gut!“ Naja, es geht um Kuchen. Aber dass sich das wie ein Lauffeuer durchs Haus trägt und nur noch zwei tapfere EsserInnen für ein ganzes Blech übrig bleiben, hätte ich einkalkulieren sollen bei meiner unbedachten Aussage.

Letzten Sonntag hatten wir auch so eine traumhafte Situation. Momentan bin ich ja schwangerschaftsbedingt ein wenig eingeschränkt. Also ziehe ich immer mal wieder die Kinder mit rein und bitte sie, mich bei der Betreuung vom Keks zu unterstützen. Als ich die Große frage, ob sie das machen könne, meint sie, das sei kein Problem. Der Keks freut sich, watschelt der Großen in ihr Zimmer hinterher und es ist ruhig. Sehr ruhig. Manuel geht kurz nachsehen und kommt mit diesem Bild zurück:

10 Gründe für eine Großfamilie.

Oder gestern. Gestern habe ich, weil ich so so so Lust darauf hatte, Hähnchencurry gekocht. Hähnchen und Kokosmilch und Gewürze und – ach, du weißt schon. Jedenfalls duftete es so herrlich in der Küche. Der Geruch nach frischem Hähnchen in dieser leckeren Soße nahm den ganzen Raum ein. Voller Stolz wollte ich den Frosch mit ins Boot holen, stellte ihn auf den Hocker am Herd und fragte ihn, ob er das auch so lecker finde wie ich. Blöde Idee. Ganz blöd. Denn der Frosch stand dann da, überlegte, rümpfte die Nase und sagte dann strahlend: „Ich glaube, ich esse heute Mittag Brokkoli. Brokkoli schmeckt mir!“

Neuerdings haben wir außerdem einen Toilettenkontrolleur. Sobald jemand durchs Haus ruft, dass er kurz aufs Klo muss, fetzt der kleine Kerl los, schaut beim Geschäft zu und überprüft anschließend mit fachmännischem Blick, ob man auch richtig gespült hat. Ansonsten kann es sein, dass er ganz fix reagiert, den Versäumnistäter am Ärmel packt und ihn energisch darauf aufmerksam macht, dass dies zu beseitigen sei. Aber immerhin applaudiert er auch, wenn man das große Geschäft erledigt hat. So viel Beifall bekommt wahrscheinlich niemand im Alltag wie wir.

Apropos Toilette: Wie wütend ein Kind im zweiten Lebensjahr werden kann, weil es nicht an der Klobürste lutschen darf, erzählt einem vorher auch keiner. Und ich Anfängermutter hatte keine zweite (saubere und neue!!) Klobürste parat, damit das Kind sich sinnvoll die Zähne damit schrubben konnte.

Kennst du eigentlich noch Pingu? Diesen lustigen Pinguin aus Knete? Wenn der wütend ist, klingt das 1 zu 1 so, wie wenn sich der Zwerg aufregt. Und dann versuch mal, ernst zu bleiben.

25 total gute Gründe für einen Trotzanfall.

Neulich hatte ich eine tolle Instagram-Kooperation mit einem Allgäuer Onlineshop. Dafür braucht es Bilder. Ich achte dabei ja immer darauf, dass sie nicht zu gestellt wirken und die Kinder auch Spaß dabei haben. Der Zwerg und der Keks sind begeistert, hüpfen in die Wanne, der Frosch verweigert von vornherein, denn er könnte ja sauber werden. Als dann das Wasser mit der Molke eingelassen ist, geht gar nichts mehr. Zwei Jungs, die durchdrehen, sie haben halt Spaß. Ich finde das schön, möchte aber doch bitte einfach nur ein paar gute Bilder schießen. Irgendwann resigniere ich, will abblasen und am Abend nochmal einen Versuch für Fotos starten. Gerade da findet der Keks den Messbecher, setzt sich hin und fängt genüsslich an, das Molkewasser zu schlürfen. Drei ruhige Sekunden, zwei Bilder. Ha! Keine 10 Sekunden später wird das Badewasser verdächtig gelb und wir starten von vorn.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass man bei 5 gleichen Kühlpacks, also wirklich identischen Kühlpacks, alles, wirklich alles falsch machen kann, indem man nicht das richtige reicht, wenn sich der Keks verletzt? Wie viel Wut ein „Aua“ überlagern kann wegen eines blauen Beutels, darauf war ich wirklich nicht vorbereitet.

10 Gründe gegen eine Großfamilie.

Was auch ganz wichtig ist: Achte auf deine Wortwahl. Ein „Kannst du bitte einmal auf mich hören?“ kann ganz schnell mit „Das habe ich heute früh schon um halb 8 getan!“ gekontert werden. Und dann stehste blöd da. Aber ich lerne eben auch nicht dazu. Ein „Zieh dir bitte Schuhe an, wir müssen los!“ führt unter Umständen dazu, dass das Kind entweder in Sandalen – viel zu klein, weil von letzter Saison -, Gummistiefeln vom Papa oder barfuß in Winterschuhen. Wenn ich allerdings sage „Zieh dir bitte deine Turnschuhe an.“, wird unter Umständen mit Wut und Tränen reagiert, weil das Kind nicht weiß (oder wissen möchte), was Turnschuhe sind. Dagegen ist es komplett falsch zu sagen „Zieh dir bitte die gefütterten Schuhe mit den blauen Streifen und den rosa Sternen an.“, weil man dem Kind ja dann die Wahl nimmt.

Als ich den Kindern von meiner erneuten Schwangerschaft und dem 6. Geschwisterchen erzähle, guckt der der Frosch mir ins Gesicht, auf den Bauch und wieder nach oben und fragt „Wird dein Bauch jetzt wieder dick?“. Als ich dies bejahe, fragt er mit großen Augen „NOCH DICKER????“. Kindermund, nech? Ein Quell steter Freude. So schön. So wunderwunderschön.

Das wichtigste Wort im Spracherwerb hat der Keks übrigens auch voll drauf! Er rennt ständig durch die Gegend, zeigt auf alles, was er finden kann und schreit erquickt „MEIN“. Und wehe, es traut sich jemand, ihm zu widersprechen, dann kann auch dieser kleine laufende Meter schimpfen wie ein Rohrspatz. Übrigens auch ich bin „MEIN“ und der Wäschekorb, die ausgetriebene Kartoffel im Schrank und die Packung Taschentücher. Alles „MEIN“. Also noch. Bis er merkt, dass aufräumen doof ist, denn dann gehört es plötzlich wieder niemandem. Zumindest, bis ich es sachgemäß beschrifte.

*****

Es gibt noch so viel mehr Kinder-Anekdoten, aber ich glaube, das sprengt den Rahmen. Kommen dir diese Situationen bekannt vor? Oder hast du ganz andere lustige Geschichten über das Leben mit Kindern? Erzähl doch mal. 😀

Herzlichst, die Julie

 

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2 Comments

  1. Klar, Anekdoten gibts mit Kindern immer.
    Sohnemann hats inzwischen ganz gut raus, die Jüngste für seine Zwecke zu gebrauchen. Will er fernsehen, schickt er sie vor zum Fragen.
    Hast du eigentlich auch noch zusätzlich „Niemand“ und „Keiner“ bei euch wohnen? Die sind immer alles gewesen, denn Kinder sind ja so unschuldig… (wer hat die Schoki aufgenascht… das Irgendwas kaputt gemacht… die Tür geknallt… den Schlüssel verbummelt… die Tampons zum xten Mal in die Schüssel geräumt… alles irgendwo fallen lassen… den Streit angefangen…)
    Vielen Dank für deine Anekdoten, ich musste so lachen über das Bild vom Keks am Rechner. Das hätre hier auch 1:1 mit den beiden Töchtern sein können…
    LG von TAC

    1. Ach das mit dem Instruieren, das kenne ich auch. 😀 Hier ist es wohl ganz gut, dass die Kinder einander haben, denn so kann man sämtliche Dinge auf den anderen abschieben, wenn was kaputt ist oder verschwindet.
      Es freut mich sehr, dass ich dich zum Lachen bringen konnte. Damit hab ich mein Ziel erreicht 🙂

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