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Schwangerschaftsupdate: Ssw 29-30 // das dritte Trimester & der 8. Monat

Jetzt habe ich mir wieder zwei Wochen Zeit gelassen, hatte einen Arzttermin und den Wechsel in den 8. Monat und somit das dritte Trimester. Und ich habe ehrlich überlegt, ob ich überhaupt nochmal ein Update schreiben soll, denn langsam komme ich mir vor, als würde ich nur jammern. Diese Schwangerschaft packt im Endeffekt alles aus, was ich mir in den Schwangerschaften davor gespart habe. Das Schmerzlevel jetzt in der 30. Schwangerschaftswoche entspricht dem, was ich sonst kurz vor der Geburt erleben „durfte“ . Und auch sonst bin ich ziemlich angeschlagen, denn eine Erkältung nur mit Hausmittelchen (wovon diverse tabu sind, weil unter Umständen wehenauslösend) in den Griff zu bekommen, ist einfach kaum möglich. Also schniefe ich seit Wochen, huste mittendrin fröhlich und wünsche mir sehnlichst den Tag der Entbindung herbei.

Mein Besuch bei meiner Ärztin

Ich bin ja ehrlich froh, dass ich die Ultraschallflatrate mit gebucht habe, denn so komme ich jedesmal in den Genuss, das Herz des kleinen Menschlein schlagen zu sehen. Außerdem wird das Baby immer ausgemessen und geschaut, ob noch alles dran ist. Nicht, dass noch etwas, wie ein Daumen abfallen würde, nein. Aber es beruhigt einfach ungemein. Und meine Ärztin nimmt sich, im Gegensatz zu derjenigen, die mich während meiner letzten Fehlgeburt begleitet hatte, wirklich Zeit und hört mir zu.

Und weil mir zugehört wurde, habe ich nun endlich einen Symphysengurt, zu dem mir ganz viele auf Twitter geraten wurde. Allerdings wurde mir nicht gezeigt, wie er sinnvoll richtig angelegt wird, weil er mir eben nachhause zugeschickt wurde. Laut Gebrauchsanweisung sitzt er aber richtig. So, jetzt muss ich sagen, ich habe ihn seit 5 Tagen. Solange ich laufe, ist das Ding wirklich toll. Es stabilisiert den Rücken, schiebt den Speckbauch nach oben und verlagert so den Druck auf das Becken und die Symphyse. Allerdings kommt dann das böse Erwachen, wenn ich ihn für Toilettengänge oder abends fürs Bett ausziehe, weil dann eben die gesamte Last auf einmal wieder kommt und es auf einen Schlag schmerzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Und auch im Sitzen ist das Ding einfach absolut unbequem. Ich bin mir also noch immer komplett unschlüssig, ob ich das so toll finden soll.

Die Schmerzen nachts sind mittlerweile auch so heftig, dass ich mir Tränen verkneifen muss – oder dann doch mal still vor mich hinweine – wenn ich auch nur versuche, mich zu drehen oder aufzustehen, weil die Blase drückt. Es ist verdammt unschön. Deswegen werde ich wohl demnächst aufs Sofa umziehen, weil ich mich da wenigstens an der Lehne hochziehen und durch die härtere Grundlage besser liegen kann.

Babybauch & Kindsbewegungen

Meine Standardtops werden langsam zu kurz. Der Bauchnabel ist endgültig geploppt und mein Bauch steht gefühlt vor dem Platzen. Das sieht man auch auf dem von den Kindern liebevoll mit Schmierern dekorierten Foto am Spiegel. Dabei bin ich erst in der 30. Schwangerschaftswoche und habe noch knapp 11 Wochen vor mir. Aber – und das macht mich ganz froh – es kamen keine neuen Zebrastreifen dazu und auch die alten sind nicht wieder dunkel geworden. Mittlerweile liegt unser Wunschkind auch wieder richtig, also in Schädellage und ich hoffe inständig, dass das so bleibt.

Momentan turnt das Baby mit Vorliebe morgens gegen 3, wenn ich in der Badewanne liege oder gerade eigentlich einschlafen will. Es weiß also jetzt schon gezielt, wann es mich ärgert, damit ich auch bitte nicht zur Ruhe komme. 😀 Nee, eigentlich ist es toll, dass ich genau weiß, wenn ich mich jetzt 5 Minuten ruhig hinlege, kann ich direkt das Baby spüren. Das hat da wohl so einen inneren Sensor, der da ziemlich zuverlässig darauf reagiert.

Mittlerweile ist es auch so, dass man genau fühlt, da schiebt sich eben wieder ein kleines Füßchen an der Bauchdecke entlang. Und manchmal kommt es mir so vor, als würde das Baby meine Hand suchen und dagegen stupfen. Ob es so ist? Wer weiß. Aber der Gedanke daran ist wirklich schön oder?

Angekommen in der 30. Schwangerschaftswoche und im 3. Trimester. Die Symphyse schmerzt, die Insulinresistenz schränkt ein und auch sonst ist es anstrengend.

Vorsorge? Nachsorge? Hebamme?

Das ist ein Thema, das dann doch für viele ziemlich nervenaufreibend ist. Ich habe von so vielen werdenden Eltern gelesen, die mit dem ersten positiven Test eine Hebamme gesucht und keine gefunden haben. Hebammen sind einfach mittlerweile ziemlich selten und meist einfach schon ausgebucht. Deswegen habe ich für mich persönlich relativ schnell beschlossen, dass ich keine Hebamme möchte. Weder zur Vorsorge, noch zur Nachsorge. Und während der Geburt wird eine Beleghebamme des Krankenhauses mich begleiten. Meine Kinderärztin weiß Bescheid und ist im Falle de Falles auf Abruf.

Warum ich so entschieden habe? Zum einen, weil das nicht mein erstes Kind ist. Ich weiß einfach nach vier Kindern, worauf ich mich einlasse, möchte diese Schwangerschaft mit so wenig Tamtam und Getüddel wie möglich verbringen und habe nicht das Gefühl, ich bräuchte jemanden, der mich vor und nach der Geburt unterstützen muss. Also außer meinem Mann. Und der ist eben auch komplett drin im Babythema. Und zum anderen finde ich, haben andere werdende Mamas diesen Halt und die Unterstützung einer Hebamme schlichtweg nötiger als ich. Mamas, die vielleicht ihr erstes Kind bekommen und unsicherer sind. Oder Mamas, die bei der ersten Geburt eine doofe Erfahrung gemacht haben und jetzt jemanden brauchen, der sie mit Selbstvertrauen durch die nächste Schwangerschaft und das Wochenbett führt.

Mein Gemütszustand

Ich habe es ja schon am Anfang durchsickern lassen. Momentan frisst mich diese Schwangerschaft auf. Also die Schmerzen, denn die Vorfreude auf das namenlose Baby steigt stetig. Es schlägt einfach furchtbar auf die Laune, wenn man will, aber nicht kann. Die Zeit für mich am Vormittag nutze ich daher ausgiebig, um mir selbst Gutes zu tun. Wenn dann mittags wenigstens ein paar Körbe Wäsche abgearbeitet sind und das Erdgeschoss gesaugt ist, habe ich schon fast mein Soll erfüllt und bin ehrlich froh, dass wenigstens noch so ein bisschen Grundordnung herrscht.

Ansonsten tut mir momentan der Austausch mit meinen Freunden unheimlich gut. Am Wochenende waren wir zum Beispiel bei wundervollen Herzmenschen, die dann auch ungefragt einfach die Kinder abnehmen, damit ich jammern, mich ausruhen und einfach ich sein kann. Das gibt dann wieder Kraft und Zuversicht für die Stunden und Tage danach.

Und ich lenke mich gerade sehr ab. Momentan sind die ganzen Infoveranstaltungen der weiterführenden Schulen und eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Also tausche ich mich aus, diskutiere mit anderen Eltern und meinem Mann und wäge ab. Diese Ablenkung und auch die vielen Termine außer Haus helfen mir ziemlich gut, den Fokus auf andere Dinge als meine Schmerzen zu richten und heben dann doch die Laune. Und auch der wöchentliche Kaffeeklatsch mit meiner Großen – sie bestellt sich ein Gebäck, ich mir Kaffee – tut uns beiden wohl unheimlich gut. Denn dafür lässt sie sogar die sturmfreie Bude sausen, während ihre Schwester Geigenunterricht hat.

Angekommen in der 30. Schwangerschaftswoche und im 3. Trimester. Die Symphyse schmerzt, die Insulinresistenz schränkt ein und auch sonst ist es anstrengend.

Gelüste & Abneigungen in der 29. und 30. Schwangerschaftswoche

Ich habe gesündigt. Ja, wirklich. Nachdem die Kinder innerhalb von 20 Minuten den kompletten Garten in ein Matsch-Kriegsgebiet verwandelt und sich gegenseitig mit Dreck und Laub vom Vorjahr beworfen hatten, habe ich aus Frust (da bin ich ganz doof konditioniert) eine handvoll Gummibärchen in den Mund geschoben. Und mir war so schlecht danach. So richtig mit allem Drum und Dran. Mittlerweile reagiere ich wohl auf die Dinge, die ich mir zuvor kiloweise in die Fressluke geschoben habe, ziemlich stark. Ehrlich gesagt finde ich das gar nicht so doof, denn auf die Idee, mir weitere Gummitiere in den Mund zu stopfen, bin ich seitdem nicht mehr gekommen.

Dafür esse ich momentan freiwillig ständig Äpfel im Naturjoghurt und Tomaten als Snack. Und da sind dann eben die Käsewürfel und Nüsse, die noch immer ziemlich oft, also täglich, auf der Speisekarte stehen, weil sie eben die Alternative zu Salzstangen sind. Befriedigen tut mich das ehrlich gesagt noch immer nicht, denn so ein gutes Stück Schokolade fehlt mir dann doch. Vollkornbrot herzhaft belegt ist dann noch das, was lange satt macht, außerdem auch mal als Nachmittagssnack missbraucht wird, wenn die Kinder Süßkram naschen.

Was ich jetzt gern hätte, wären heimische Erdbeeren, Wassermelone und Joghurteis. Du merkst, ich bin auf Sommer eingestellt.

Shopping für das Baby und mich

Eigentlich könnte ich diese Kategorie rausfallen lassen, denn bisher habe ich wirklich bis auf die Spieluhr und ein paar Umstandsleggings nichts gekauft. Weder Still-BHs noch irgendetwas anderes. Irgendwie schiebe ich das alles noch ein wenig vor mir her und solange die Kisten mit den Babyklamotten noch im Keller schlummern, rentiert es sich auch ehrlich nicht.

Aber ich hab vom Drogeriemarkt ein nettes Täschchen mit allerlei Pflegeprodukten bekommen. Was mich daran aber stört, ist der viele Abfall, weil alles einzeln nochmals in Folie verpackt ist. Geschenke gut und recht, aber das ist dann doch umwelttechnisch ne Katastrophe.

Angekommen in der 30. Schwangerschaftswoche und im 3. Trimester. Die Symphyse schmerzt, die Insulinresistenz schränkt ein und auch sonst ist es anstrengend.

Allgemeines zur 29. & 30. Schwangerschaftswoche

Joa, also, ich sehne mir das Ende herbei. Und ich freue mich schon auf die Geburt und das neue Menschlein. Und auch die Kinder zählen mittlerweile die Tage und Wochen rückwärts. Sie wollen endlich ihr Geschwisterchen begutachten und diskutieren fleißig, wo es dann schlafen und wie es heißen soll.

Das dritte Trimester stellt nun aber auch den Endspurt dar und dennoch habe ich das Gefühl, ich muss mich erst um so viel anderes, wie eben den Schulwechsel der Großen, das Drumherum der EInschulung vom Zwerg, unser neues Auto, den Urlaub in Prag und vieles mehr kümmern, bevor ich mich komplett darauf einlasse, dass wir wohl in knapp 11 Wochen schon kuscheln. Das lenkt auf der einen Seite gut ab, aber es bleibt eben auch viel auf der Strecke, das jetzt so langsam doch in Angriff genommen werden müsste. Die Kommode für die Kleidung des Bauchbabys zum Beispiel.

Und diese Insulinresistenz schwebt dann auch noch wie eine graue Wolke über mir. Langsam habe ich mich an sämtliche Tabus gewöhnt, aber es schränkt eben massiv ein. Auch im Alltag. Ich hoffe einfach inständig, dass sich das nach der Schwangerschaft ziemlich schnell wieder gibt und auf den nächsten Besuch beim Diabetologen bin ich ehrlich gespannt. Hat die Ernährungsumstellung gereicht? Muss ich doch spritzen? Das Baby jedenfalls ist komplett auf seiner Linie und bisher hat es keine Auswirkungen auf meinen Bauchbewohner.

Diese Schwangerschaft wäre so toll und entspannt, wären eben die Schmerzen nicht. Mittlerweile sind es auch einfach keine Wehwehchen mehr, sondern wirklich Schmerzen, die mich im Alltag massiv beeinträchtigen. Hach ja … Und habe ich schon erwähnt, dass ich langsam Wassereinlagerungen habe? Nicht? Es wird jedenfalls Zeit für Flipflops, denn der Reisverschluss meiner geliebten Winterschuhe weigert sich mittlerweile, geschlossen zu werden.

Herzlichst, die Julie

 

Angekommen in der 30. Schwangerschaftswoche und im 3. Trimester. Die Symphyse schmerzt, die Insulinresistenz schränkt ein und auch sonst ist es anstrengend.

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