Woran du merkst, dass du in deiner Elternrolle aufgehst? 10 lustige Punkte, die wir als Eltern (fast) alle kennen. Über Erziehung und Familie
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10 Dinge, an denen du merkst, dass du voll in deiner Elternrolle aufgehst

Ich dachte mir, wir brauchen in diesen Zeiten als Eltern einfach auch etwas Humorvolles, das uns den Alltag ein bisschen auflockert. Und – Tadaaaaaa (hier bitte einen Trommelwirbel denken) – hier ist er, mein Beitrag zum Schmunzeln. Vielleicht, ganz vielleicht, denkst du dir bei der ein oder anderen Situation „Mist, erwischt! So geht es mir auch!“. Denn wir Eltern ticken doch tief innen drin ziemlich gleich. Meistens jedenfalls. Die Elternrolle, die wir ausfüllen, machen wir meist gern. Aber manchmal zu enthusiastisch. Und ab und an kommen wir da einfach nicht mehr raus.

10 Dinge, an denen du merkst, dass du voll in deiner Elternrolle aufgehst

Du schunkelst den Einkaufswagen, obwohl du kein Kind dabei hast

Ist dir das auch schon passiert? Mitten im Supermarkt, ich schaue gedankenverloren durch das Obstabteil und schiebe den Wagen auf und ab. Unermüdlich. Bis ich merke, dass ich komisch angestarrt werde. Einkauf geschunkelt ohne Kind. Tja, die Wiegebewegung habe ich eben voll intus – und vielleicht beruhigt sich das Gemüse so auch ganz gut.

Du trägst Flecken von Essensresten deiner Kinder wie Schmuck

Ehrlich, bevor ich Kinder hatte, hätte ich so nie das Haus verlassen. Mittlerweile denke ich mir: jeder Fleck erzählt seine Geschichte. Und so ein Joghurt-Müsli-Spuckefleck lenkt doch perfekt von den ungekämmten Haaren und den Augenringen ab oder?

Was ich dachte, bevor ich Kinder hatte.

In deiner Handtasche findest du Windeln, Feuchttücher und Ersatzschnuller – aber nicht diesen verdammten Lippenstift

Meine Handtasche ähnelt keiner typischen Handtasche, nein, sie ist ein Warenlager für Babyprodukte. Sollten wir in Quarantäne kommen, kann das kleinste Kind ohne Mühe mindestens 2 Wochen mit dem Inhalt dieses „Tragebehälters“ leben. Mindestens! Und was bleibt mir? Lippenstift wurde durch Bio-Bienenwachslabello ausgetauscht, die Handcreme gegen Windsalbe für den wunden Po. Immerhin der Autoschlüssel, der findet darin noch seine Daseinsberechtigung.

Du fragst auch deinen Partner, deine Eltern und Freunde, ob sie wirklich die Hände nach dem Toilettenbesuch gewaschen haben

Dieser Automatismus ist mir schon so ins Blut übergegangen, dass ich dafür nur noch milde angelächelt werde – oder mir Hände meiner Freunde unter die Nase gehalten werden, nur dass ich keinen Schnüffeltest verlange. Ja, die Elternrolle habe ich wohl perfekt intus.

Die Mama macht das schon – von sich in der dritten Person reden

Beim ersten Kind habe ich mir geschworen, dass ich niemals so rede. Und jetzt sitze ich auf dem Boden neben der Legokiste und höre mich selbst sprechen…. „Keks, weißt du, die Mama möchte das Dach noch fertig bauen. Wartest du, bis ich fertig bin?“ Ein bisschen schizophren wirkt das ja schon oder? Aber Mama macht das schon. Kein Grund zur Sorge.

Du heißt nicht mehr (hier deinen Namen einfügen), sondern stellst dich nur noch mit „Hallo, ich bin die Mama von …“ vor.

Mit der Geburt des Kindes, habe ich das Gefühl, legt man seine eigene Daseinsberechtigung ab. Spätestens mit Eintritt in die Kita stellt man sich selbst nur noch mit „Hallo, ich bin die Mama von Elfriede-Elfenkind-Windtau“ vor. Und irgendwann fühlt es sich seltsam komisch an, wenn man dann mit seinem eigentlichen Namen gerufen wird. Julia? Wer ist das? Ach soooo, ich bin gemeint. 

Du kaufst ohne mit der Wimper zu zucken Nudeln für 300 Euro und Milch für deine linke Niere, weil dein Kind dir die Ware im Kaufladen andreht.

Kinder sind knallharte Verhandlungsprofis und wir Eltern in unserer Rolle müssen sie darin natürlich bestärken, auch wenn sie uns gnadenlos abzocken. Ein Brötchen für 150 Euro? Klar mein Kind. Und der Salatkopf dazu kostet nochmal so viel? Warum auch nicht. Da zuckt dann das Augenlid auch nur ganz wenig ob der horrenden Preise. Denn schließlich fördert man so das Vermögen des Kindes in seinem ersten eigenen Unternehmen als Verkaufsperson im Einzelhandel!

Wie früher bist du bis in die Puppen wach und kommst mit wenig Schlaf aus. Nur dass der Grund nun auf dir herum turnt.

Kennst du diese Eltern, die mit Kleinkindern morgens fit und strahlend um die Ecke kommen? Ich auch nicht! Aber ich freue mich schon über zwei Stunden am Stück und drei Stunden insgesamt, als hätte der Keks einen neuen Weltrekord im Superschlafen aufgestellt. Während ich das früher bewusst wegen Partys und Freunden in Kauf genommen habe, ist das hier ein wenig fremdbestimmt. Aber hey, wie fit und glücklich man sich nach 3 (!!) Stunden Schlaf am Stück fühlen kann, das wissen auch nur Eltern!

Wenn jemand niest oder hustet, wendest du automatisch Floskeln, wie „Hatschi, mein Spatzi!“ an,

Neulich im Krankenhaus – die Pflegeperson hatte sich verschluckt und musste räuspern. Erste automatische Reaktion: „Husti kapusti, Bauchi verkühlt!“. Das Kind lacht, die Pflegeperson sah mich ein wenig irritiert an und mir war es dann doch ein wenig unangenehm. Ob das aufhört, wenn die Kinder groß sind? 

Du sehnst dich nach Zeit für dich alleine – und wenn du sie hast, sehnst du dich nach deinen Kindern.

Da darf man sich tatsächlich mal eine Auszeit gönnen und hat ein paar Tage kindfrei. Man hat so darauf hingefiebert, nachdem man nicht allein aufs Klo durfte, jeder Schritt überwacht wurde und man lernte, auf 30 cm zu schlafen. Und dann, nach spätestens zwei Tagen, unendlicher Langeweile, einem klinisch rein geputzten Haushalt und gebügelter Wäsche (das Bügeleisen gehört nämlich den Bügelperlen), ja sogar nach durchgeschlafenen Nächten, spätestens dann fängt es langsam an zu zwicken. Was machen die Kleinen jetzt? Warum schicken die Aufpasser keine Bildchen auf WhatsApp? Und wieso hat man sich eine so lange Auszeit von den Nervensägen gewünscht?

Kaum hat man dann seine Wuselgrusels wieder um sich, fängt das gleiche Spiel von vorn an. Nur 5 Minuten, 5 Minuten ohne „MAMAAAAA“ und „PAPAAAAA“. Das wärs!

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Und jetzt sag mir bitte, dass ich nicht die einzige bin, der es in ihrer Elternrolle so geht. Na? 

Herzlichst, die Julie

 

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