Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen - einfache Tipps und Tricks, wie du die Schmerzen in den Griff bekommst.
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Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen – meine Tipps

Ohrenschmerzen sind mies. Gerade der Keks hatte im ersten halben Jahr seines Lebens vier (!!) Mittelohrentzündungen, zwei davon mussten mit Antibiotikum behandelt werden. Und auch die anderen vier haben immer mal wieder damit zu kämpfen, dass das Ohr „zufällt“ und dumpf schmerzt. Im Gegensatz zur Situation mit dem Baby helfen bei den größeren Kindern meist ein paar Hausmittelchen. Da wir also doch ziemlich erfahren mit dem Mist sind, dachte ich mir, ich schreibe dir auf, was wir als erste Hilfe bei Ohrenschmerzen machen. Weil manche Tipps und Kniffe hat man dann eben doch nicht auf dem Schirm – obwohl das oft einen Arzt oder gar Antibiotikum ersparen kann.

Eins vorweg, ich bin kein medizinisches Fachpersonal und berichte daher nur von meinen Erfahrungen und wie wir selbst handeln. Sollte das nicht reichen, ist es immer ratsam, spätestens nach 2 Tagen einen Arzt aufzusuchen!

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Welche Ursachen für Ohrenschmerzen gibt es?

Eine klassische Erkältung kann schon dazu führen, dass kleine Mäuse Ohrenschmerzen bekommen. Die Nase ist dicht und das Ohr wird so nicht ausreichend belüftet. Und schon hat man den Salat. Aber auch Wasser im Gehörgang vom letzten Duschen oder Badeausflug kann sich mit Schmerzen bemerkbar machen. Und wusstest du, dass sich auch Kieferprobleme durch Ohrenschmerzen äußern können? Es können aber auch Verletzungen und damit einhergehende Schmerzen auftreten, wenn man mit dem Ohrenstäbchen zu tief herum gestochert hat. Außerdem gibt es da noch die klassische Mittelohrentzündung, die bei kleinen Kindern bis etwa Schulalter wirklich häufig ist. Welche Ursache die Schmerzen aber genau haben, kann dir nur der Arzt sagen.

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Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen

Mach die Nase frei

Das Ohr wird mit durch die Nebenhöhlen belüftet. Hierdurch fließt auch das Sekret ab, das sich hinter dem Trommelfell bilden kann. Also am besten direkt die Nase mit Nasentropfen oder Nasenspray frei machen und die Schleimhäute abschwellen lassen. Du kannst aber auch eine heiße Dusche nehmen und das Wasser übers Gesicht laufen lassen. Meine Kinder nehmen neben Salzwassernasenspray auch gern einfach einen wirklich warmen Waschlappen und legen den über die Nase und Nebenhöhlen, damit alles abfließen kann.

Zwiebelsäckchen aufs Ohr

Hierfür schneidest du eine Zwiebel in kleine Würfel, schwitzt sie ganz kurz heiß an und packst diese in eine ausrangierte Socke, die du zuknotest. Diese wird dann, wenn sie angenehm warm ist, mit einem Stirnband oder einer Mütze auf dem schmerzenden Ohr fixiert. Die Zwiebel enthält antibakterielle Substanzen, die bei der Heilung helfen können.

Du kannst das Zwiebelsäckchen aber auch verwenden, ohne die Zwiebeln vorher zu erhitzen. Oder du nimmst alternativ Knoblauch, dessen Öle in etwa die gleiche Wirkung haben.

Trinken, trinken, trinken

Wenn du ausreichend trinkst, begünstigt das die Heilung des Ohrs. Damit werden die Schleimhäute befeuchtet und Schleim löst sich dadurch leichter. So werden die Nebenhöhlen einfacher frei und das Ohr wird besser belüftet. So kann sich die mögliche Entzündung nicht so leicht festsetzen.

Vor allem bei Babys ist das Trinken allerdings meist mit ziemlich großen Schmerzen verbunden, wenn sie Ohrenschmerzen haben. Wenn dein Baby also das Trinken einstellt – egal ob an der Brust oder der Flasche – solltest du ziemlich zügig den Arzt aufsuchen.

Mach es dir warm

Gerade bei Mittelohrentzündungen kann Wärme wahre Wunder bewirken. Dafür nimmst du ein Kirschkernkissen und wärmst es im Ofen oder der Mikrowelle auf, sodass es für dein Ohr oder das deines Mäuschens angenehm ist und lässt es für eine halbe Stunde auf dem Ohr ruhen. Das kannst du über den Tag verteilt mehrmals machen.

Liegt eine Entzündung der äußeren Gehörgänge vor, ist Wärme allerdings sehr unangenehm. Da helfen dann Kühlpads.

Nimm die Schmerzen weg

Das, was mein HNO-Arzt immer als erstes sagt, ist folgendes: Ibuprofen und Paracetamol im Wechsel alle 3 Stunden – auch nachts. Man muss die Schmerzen nicht ertragen und darin ausharren. Außerdem wirkt Ibuprofen entzündungshemmend und kann so möglicherweise Antibiotikum vermeiden.

Tipps bei Schmerzen im Ohr - was wirklich hilft

Wann du den Arzt aufsuchen solltest:

Wir alle haben unterschiedliche Schmerzgrenzen. Wann wir mit Ohrenschmerzen zum Arzt unseres Vertrauens gehen, ist vielleicht nicht deine Richtlinie, dennoch sollte die Gesundheit von unseren Kindern immer im Fokus stehen und im Zweifel geht man lieber einmal zuviel als einmal zu wenig, um das Ganze abzuklären. Ich habe dir hier dennoch zusammengefasst, was mir von meinem Arzt geraten wurde.

  • Bei Babys bis zu einem halben Jahr sollte man direkt zum Arzt gehen. Meist geht das mit Trinkverweigerung einher oder das Baby greift sich oft ans Ohr und wimmert.
  • Wenn die Beschwerden auch nach 1-2 Tagen nicht besser werden – trotz fiebersenkendem und schmerzstillendem Mittel, sollte auch ein Arzt aufgesucht werden.
  • Sobald das Trommelfell reißt und Flüssigkeit und/oder Blut aus dem Ohr austritt, ist es wichtig, dass ein Arzt drauf schaut, um die Ursache zu finden und ggf. mit Medikation einzuschreiten.
  • Und im Allgemeinen: Wenn du dir unsicher bist, es abgeklärt haben möchtest und eine Rückversicherung brauchst, geh bitte zu einem Fachmann.

Falls du nun also akut von Ohrenschmerzen betroffen bist oder dein Kind sich gerade damit quält, hoffe ich, meine Tipps helfen dir ein wenig weiter. Gute Besserung!

Herzlichst, die Julie

 

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