Diese Fehler beim Hausbau mit Kindern solltest du vermeiden. 5 Hausbau-Fehler, die ich nicht mehr machen würde. Lerne aus meiner Erfahrung.
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5 Dinge, die ich beim Hausbau nicht mehr machen würde

Wir leben seit mittlerweile über acht Jahren im Eigenheim und ich dachte mir, so langsam kann ich dann doch ein Fazit geben, welche Hausbau-Fehler wir gemacht haben. Und vielleicht hilft dir das ja auch, wenn du dich für einen Hauskauf und damit verbundenen Umbauarbeiten interessierst.

Was ich vorab aber erwähnen möchte: Ich schreibe hier aus Sicht einer Mama von 6 Kindern. Wir haben als Familie ein Haus gebaut und dementsprechend liegt und lag mein Fokus einfach auf anderen Dingen, als wenn du zum Beispiel allein oder nur mit Partner*in oder ohne Kinderwunsch bauen möchtest. Hier ist der Fokus einfach darauf gesetzt, dass es großfamilientauglich ist. Und klar, da spielen auch Vorlieben mit rein.

5 Dinge, die ich beim Hausbau nicht mehr machen würde – unsere Hausbau-Fehler

Eine offene Wohnküche

Das sieht immer so gemütlich aus oder? Man kann von der Küche aus direkt auf den Esstisch und in den Wohnbereich blicken, keine störenden Türe und Wände und alles so freundlich und offen – oder? Ich jedenfalls habe das Problem, ganz pfiffige Kleinkinder (gehabt) zu haben, die mit spätestens 1,5 Jahren trotz Schubladensperre alles öffnen konnten und können. Dazu kannst du eben nicht mal eben die Küche absperren, damit die Kinder nicht in den Backofen kriechen oder die Tüte Reis auf dem Boden ausleeren, wenn du zur Toilette musst. 

Hinzu kommt, dass Essensgerüche sich auch im gesamten Raum festsetzen. Das ist besonders „toll“ bei Kohlgerichten und kann bei anderen intensiven Speisen teilweise wirklich unangenehm sein. Stell dir vor, die Kinder schlafen endlich alle, du möchtest es dir mit deiner Partnerperson auf dem Sofa bequem machen, ihr wollt euch näher kommen und das ganze Zimmer riecht nach Pups, weil noch Kohlsuppe auf dem Herd durchziehen muss. Also ich kann mir romantischere Dinge vorstellen.

Nur ein Bad

Ja, das klingt erstmal nach einem Luxusproblem. Aber: Wir sind mittlerweile 8 Personen. In Worten: ACHT! Als wir gebaut haben, hatten wir bereits drei Kinder und haben gedacht, was in der Wohnung funktioniert, funktioniert im Haus auch. Hätten wir nicht zusätzlich Toiletten, hätten wir ein riesiges Problem. Wirklich!

Stelle dir die Situation mit aktuell 4 Schulkindern vor. 4 Schulkinder, die alle fast zur gleichen Zeit los müssen. Dazu ein Kitakind und eine erwachsene Person, die das Haus verlassen. Und ein knapp 7qm großes Bad. Ich glaube, ich muss nicht mehr dazu sagen oder? Also außer, dass es sowohl räumlich absolut beengend ist als auch nervig, dass es keine großartigen Ausweichmöglichkeiten zum Entzerren der Situation gibt.

Und zumindest ein Gästebad, wenn die Kinder ihre Freund*innen über Nacht da haben, wäre ganz schön. So kann es nämlich ganz schnell dazu kommen, dass sich am Wochenende nicht nur 8, sondern 9 oder 10 Personen im Haus befinden, die ihre Zähne schrubben und die Morgenhygiene erledigen wollen.

Bodentiefe Fenster, wo das Sofa stehen soll

Momentan ist es ja Trend, so viel Licht wie möglich ins Haus zu lassen. Überall, wo möglich, werden bodentiefe Fenster und Glastüren eingesetzt, damit der Raum lichtdurchflutet wird. Das Problem dabei: Wie zur Hölle stellt man das Sofa richtig, um den Lichteinfall nicht kaputt zu machen und gleichzeitig auch noch die Fenster richtig öffnen zu können?

Sollte ich jemals (wieder) bauen oder ein Haus sanieren, würde ich mir im Vorfeld genau überlegen, wo ich mein potenzielles Sofa stehen haben möchte und demnach dort die Fenster so setzen, dass es darunter Platz hat. Oder einfach eine geschlossene Wand für die Sofaposition suchen. 

Enges Treppenhaus in U-Form

Wir haben eine wunderschöne hell gebeizte Eichentreppe. Die habe ich mir eingebildet und sie ist wirklich toll. Allerdings haben wir so klein gebaut, dass die Treppe in U-Form so verdammt eng ist, sodass allein die Möglichkeit, die Kinderzimmer oben umzugestalten und neue Möbel zu integrieren wirklich schwierig ist. Man bekommt sie kaum durch das Treppenhaus – auch in Paketen vor dem Zusammenbau nicht.

Ein schönes offenes Treppenhaus ist ja oftmals ein Energiefresser. Man darf aber eben auch nicht vergessen, dass dadurch sämtliche Möbel und Einrichtungsgegenstände in die anderen Etagen gebracht werden (also, wenn man keinen Balkon oder ähnliches und Seilzug hat. Es ist heimelig und es ist kuschelig, aber schon eine Matratze von 1,40×2 m hat uns ziemlich ackern lassen.

Ohne Speisekammer bauen

Kennst du diese Menschen, die vorausschauend bauen und planen? Also wir gehören da nicht dazu. Ich wollte eigentlich immer ohne Speisekammer bauen, weil ich der Meinung war (und eigentlich noch immer bin), je weniger Platz man hat, desto weniger hortet man. Da wurde ich ziemlich negativ geprägt, denn in meinem Elternhaus wird jeglicher Platz zum Horten genutzt, egal ob es Sinn macht oder nicht.

Jetzt sind wir aber mittlerweile 8 Personen und mit einer Packung Nudeln und einer Packung Reis ist es einfach nicht getan, wenn wir nicht täglich in den Supermarkt, zum Wochenmarkt oder Bäcker rennen wollen. Kurzum: Allein schon für die Menge an Kartoffeln, die hier wöchentlich ihren Durchlauf haben, wäre es schön, einen extra Raum zu haben. Dazu kommen Getränke, Müsli (weißt du eigentlich, wie viel Müsli und Hafermilch so eine Familie beim Frühstück verdrückt?) und Konserven. Von Obst und Gemüse fange ich erst gar nicht an.

Wir bräuchten diesen Raum also dringend, nicht um zu horten, sondern um Arbeits- und Zeiterleichterung zu haben und haben keinerlei Möglichkeiten auf unseren 126 qm. Und so lagert das Ganze eben auf den Schränken, in den Wohnzimmerregalen (in denen sonst Bücher stehen würden) und in Schubladen, die ich eigentlich für sinnvolles Sortieren des Geschirrs bräuchte.

*****

Es gibt sicher noch viel mehr, was ich heute anders machen würde, aber das waren jetzt die größten Fehler, die mir eingefallen sind. Die Fehler beim Hausbau, die ich unter keinen Umständen wieder machen würde. 

Wie lebst du eigentlich? Und bist du zufrieden so, wie du lebst? Erzähl doch mal!

Herzlichst, die Julie

 

Um meine Fehler nicht zu wiederholen, merke dir gern diesen Blogpost:

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Bildquelle: Pexels

21 Kommentare

  • Ada

    Das ist genau das, was ich brauche. Mit diesen Informationen über Hausbau kann ich loslegen! Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel geteilt haben.

  • Daniel

    Wir haben unser Haus nicht neu bauen lassen, sondern nur umgebaut. Dabei mussten aber viele Abbrucharbeiten durchgeführt werden. Im Nachhinein hätte ich mir weniger Stress beim Umbau gemacht, und mich mehr auf die innere Einrichtung fokussiert. Schöne Möbel und schlaue Einrichtungsölungen machen viel mehr aus, als was man denkt.

  • Vincent Rondwijk

    Was für ein hilfreicher Artikel zum Thema Hausbau! Das ist alles echt gut zu wissen. Die Informationen werde ich mir zu Herzen nehmen für die Zukunft.

  • Anja

    Vielen Dank für die wertvollen Tipps zum Hausbau. Mein Mann und ich möchten ein Einfamilienhaus bauen lassen und wir möchten definitiv eine Speisekammer haben. Vielleicht können wir durch diesen Artikel uns einige Fehler sparen.

  • Tommy Neumann

    Mir ist es wichtig, Fehler bei meinem Hausbau zu vemieden. Interessant war zu lesen, dass offene Küchen die Gerüche in andere Zimmer tragen können. Wir werden uns mit einem Fachmann besprechen, der uns mehr zu Küchen erzählen kann.

  • Nina Hayder

    Wir haben auch ein Haus gebaut. Ich kann mich nur anschließen, dass eine Speisekammer wirklich nützlich ist. Wir haben damals die Bauvermessung mit Laserscannsystemen gemacht, was ich auch nur jedem empfehlen kann.

  • Petra

    Gut, dass ich noch diese Seite zum Hausbau entdeckt habe! Einige neue Informationen werde ich definitiv mitnehmen. Ich bedanke mich für den exzellenten Beitrag.

  • Dennis

    Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem Hausbau. Dabei ist es gut zu wissen, welche Dinge man dabei unbedingt vermeiden sollte. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.

  • Ben

    Endlich habe ich den Beitrag zum Hausbau gefunden, den ich gebraucht habe. Ich werde die neuen Informationen verinnerlichen. Danke für die tolle Arbeit!

  • Araceli

    Großen Dank für den ausgezeichneten Blog zum Hausbau! Diese Angaben werden meinem Bruder gut weiterhelfen. Hoffentlich finde ich bei der nächsten Thematik genauso gute Beiträge.

  • Emma

    Es ist gut zu lesen, welche Dinge bei der Gestaltung eines Hauses wichtig sind. Ich denke, es ist ein guter Tipp, mindestens zwei Badezimmer zu haben, damit in der Hauptverkehrszeit morgens und abends alle Platz haben. Mein Partner und ich haben unser eigenes Stück Land gekauft. Bald möchten wir einen Vermessungsingenieur kommen lassen, um genau bestimmen zu lassen, was wir bauen können. Hoffentlich wird unser Traumhaus bald Realität werden!

  • Christoph

    Nur ein Bad finde ich auch viel zu wenig. Da kommt man sich einfach in die quere. Ich würde mich hingegen immer wieder für unser Küchenstudio entscheiden.

  • Melanie Samsel

    Vielen Dank für den Artikel! Wir bauen aktuell auch ein Haus und sind in engem Kontakt mit einem Architekturbüro. Trotzdem ist es toll, solche konkreten Tipps zu lesen. Es ist besonders gut zu wissen, dass bodentiefe Fenster und Sofas keine gute Kombination sind – das werde ich für das Wohnzimmer im Hinterkopf behalten.

  • Anni

    Wir möchten ins alte Haus meiner Eltern umziehen und sie renovieren lassen. Was bei uns zu Haus auf jeden Fall immer gefehlt hat, war einen Abstallraum. Ich kann mir vorstellen, dass eine Speißekammer auch ihre Vorteile hat, besonders wenn man viel Essen einkaufen und stauen muss. Was wir unbedingt machen wollen, ist der alte Kamin im Wohnzimmer sanieren zu lassen.

  • Suzanne

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich denke, das war sehr hilfreich. Wir planen den Bau eines Fertighauses und alle Tipps sind mehr als willkommen. Dies ist unser erstes Mal, deshalb sind wir aufgeregt.

  • Nicolas

    Hier findet man zumindest die Informationen, die man benötigt. Endlich werden meine Fragen beantwortet. Ich danke Ihnen für diesen Artikel zum Hausbau.

  • Nina Hayder

    Wir wollen ein Haus bauen. Gut zu wissen, dass man nicht nur mit einem Bad planen sollte. Doch als erstes werden wir die Baufinanzierung angehen.

  • Carsten Strohmeier

    Wir lassen demnächst unser Haus umbauen. Danke für die hilfreichen Tipps. Sicherlich auch eine Aufgabe in einem 8 Personen Haushalt.

  • Lena

    Das ist sehr gut zu wissen, dass ein Bad einfach für mehrere Personen im Haushalt zu wenig sein kann. Meine Cousine plant ihren Neubau gerade und wird sich voraussichtlich den Baufortschritt bestätigen lassen, um einfach auf sicherzugehen, denn so ein Haus ist natürlich eine wichtige Investition. Danke für die vielen Tipps dazu!

  • Araceli

    Wirklich interessant, hier mehr über den Hausbau zu lesen. Ich wusste vorher nicht viel darüber und der Blog konnte mir einige Fragen beantworten. Hoffentlich kann ich in geraumer Zeit das erlernte Wissen anwenden.

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