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Food, Hauptgerichte

Familienntraditionen und Heimatdüfte // Rezept für Omas Krautkrapfen

Wenn mein Mann aus seiner Kindheit erzählt, erwähnt er nicht nur gern die Pfannkuchen von Opa Hans, die es traditionell hauchdünn gab, oder die Dampfnudeln, die der Opa am liebsten mit Sauerkraut gegessen hat. Er erzählt auch ab und an von den Kochkünsten seiner Oma, die in der Kittelschürze am Holzofen stand und dort sämtliche Gerichte gezaubert hat. Wie er dafür die Eier aus dem Hühnerstall stibitzen durfte und heimlich genascht hat, bevor das Essen aufgetischt wurde.

Und da der beste Mann der Welt traditionell einmal am Wochenende die Küche erobert, durfte ich mir ein Gericht seiner Kindheit wünschen. Also gab es Omas Krautkrapfen. Ich kenne das Gericht nämlich auch aus meiner Kindheit. Allerdings habe ich es jahrelang nicht mehr selbst gemacht oder gegessen, weil ich es einfach nicht auf dem Radar hatte. Eigentlich total ärgerlich, denn es ist verdammt lecker, geht relativ schnell und ist dazu auch noch wirklich kostengünstig.

Was du für die Füllung von Omas Krautkrapfen brauchst:
  • 1 Dose Sauerkraut mit 800 g
  • 150 g Katenschinken
  • etwas Kümmel
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt, 3 Wacholderbeeren
  • etwas Butterschmalz

Als erstes lässt du das Sauerkraut gut abtropfen. Den Katenschinken brätst du scharf in der Pfanne an und gibst das Sauerkraut, das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren dazu, bis das Kraut ganz leicht hellbraun wird. Dann schmeckst du das Ganze ab und stellst es beiseite, damit es abkühlen kann. Ist es abgekühlt, kannst du das Lorbeerblatt und die Beeren aus dem Kraut herausnehmen.

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Für den Nudelteig von Omas Krautkrapfen brauchst du:
  • 500 g 1050er Weizenmehl
  • 3 Eier
  • 1/8 l Wasser
  • etwas Salz
  • außerdem etwas Butterschmalz zum Anbraten

Aus den oben genannten Zutaten knetest du zuerst mit den Knethaken des Rührgeräts und dann mit der Hand einen Nudelteig.

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Den Teig teilst du in zwei etwa gleichgroße Hälften und legst eine davon beiseite.

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Jetzt wird der Nudelteig rechteckig ausgerollt. Achte darauf, dass es nicht zu dünn wird, denn er sollte nicht reißen.

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Auf dem ausgerollten Teig verteilst du die Hälfte des Krautgemisches. Da geht es nicht so genau darum, ob du irgendwo ein bisschen mehr oder weniger hast.

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Dann wird der Teig vorsichtig von der langen Seite her zusammengerollt, dass du zum Schluss eine lange Rolle hast.

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Die Rolle schneidest du in etwa 4-5 cm dicke Stücke. Mit dem zweiten Teig und der anderen Hälfte des Sauerkrauts verfährst du genauso.

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Jetzt brauchst du eine große Pfanne mit Deckel. Die Pfanne erhitzt du auf mittlerer Temperatur und lässt den Butterschmalz darin schmelzen. Ist das passiert, setzt du die Krautkrapfen mit der Schnittkante in die Pfanne und schließt diese mit einem passenden Deckel. Wenn du das Gefühl hast, die Krapfen hängen am Boden an oder der Nudelteig wird zu trocken, gib ein kleines bisschen Wasser hinzu.

Sind die Krautkrapfen auf der einen Seite schön braun gebraten, werden sie gewendet und dürfen ebenfalls in der geschlossenen Pfanne Farbe annehmen.

Fertig ist das Rezept für Omas Krautkrapfen!

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Wir essen diese kleinen Köstlichkeiten voller Erinnerung gern pur. Aber sie schmecken auch unheimlich gut zu einem frischen Salat. Und wenn du die vegetarische Variante bevorzugst, lässt du ganz einfach den Katenschinken weg.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen. Und wenn dir gefällt, was du siehst und dir schmeckt, was du auf deinem Teller vorfindest, freue ich mich natürlich sehr über einen Kommentar von dir.

Herzlichst, die Julie

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4 Comments

  1. Hallo Julie,

    So etwas kenne ich gar nicht. Was für eine interessante Idee. Wird gleich gespeichert und demnächst ausprobiert.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    1. Liebe Mama Maus,
      ich glaube, das ist so ein regionales Ding. Früher war das wohl in der Gegend meines Mannes ein typisches Bauernessen. Und hier hat das auch nur eine der beiden Omas gemacht, weil es die andere nicht kannte.
      Hoffentlich schmeckt es euch so gut wie uns. 🙂
      Viele Grüße

  2. Danke, für das Rezept, das wird direkt am Wochenende in die Tat umgesetzt. Wir lieben nämlich Sauerkraut . Was reichst Du denn dazu?

    1. Also ich persönlich mag es ja am liebsten pur. Durch den Nudelteig sättigen die Dinger aber auch unheimlich gut. 🙂 Aber ansonsten reicht eigentlich ein richtig frischer Salat.
      Viele Grüße

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