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Gedankenwelt, Life

Mein Mann, der Egoist // Als Vater in Elternzeit – oder doch nicht?

Eigentlich wollte ich heute über etwas ganz anderes schreiben. Über das Baby nämlich, das nun seit 5 Monaten bei uns ist. Eigentlich. Denn dann scrollte ich heute morgen während der Stillmahlzeit durch meine Twitterblase und entdeckte einen Tweet, eine Aussage, die mich einfach nur wütend gemacht hat. Patricia Cammatara, die ich bis dahin wirklich gern gelesen und gehört hatte, traf einen Punkt, den ich einfach nur als anmaßend, überheblich und selbstgefällig empfinde. Wer den Höchstsatz an Elterngeld bekommen könne, ist egoistisch und setzt seine Prioritäten falsch, sollte er als Vater nicht in Elternzeit gehen. Bäm.

Ja, ich war erstmal ein bisschen fassungslos. Denn gerade das hat uns als Familie in den letzten Wochen und Monaten hart getroffen. Extrem hart. Man enthält den Kindern also eine gleichberechtigte Beziehung vom Vater, wenn dieser arbeiten geht, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Man ist egoistisch, weil man an Statussymbolen festhält. Ähm ja. Ehrlich, bei solchen Aussagen platzt mir der Hintern.

1800 € ist der Höchstsatz fürs Elterngeld. Das klingt erst einmal gar nicht wenig. Ist es eigentlich auch nicht, wenn die Lebensumstände passen. Aber hier hat es uns teilweise wirklich an unsere existenziellen Grenzen geführt. Manuel verdient gut, sehr gut sogar für den pädagogischen Bereich. Aber dieses Elterngeld, diese Höchstgrenze ist verdammt gering, wenn das nicht einmal die Fixkosten deckt. Frau Cammatara meinte in einer Antwort, dass man doch das Haus aufgeben solle, um die Beziehung zum Kind zu sichern und Statussymbole wie Autos abschaffen solle. Außerdem kann man ja zuvor auf die Elternzeit sparen. Klar kann man – wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt und die Ersparnisse bis zur Elternzeit auffrisst.

Doch, wie egoistisch bin ich denn, wenn ich meine nun schon vorhandenen Kinder aus ihrem Umfeld reiße, sie sozial isoliere und ihnen sämtliche Annehmlichkeiten streiche? Hier rede ich nicht von dem 5. Urlaub im Jahr (obwohl mir das auch schon einmal vorgeworfen wurde), sondern von ganz normalen Dingen. Ich soll also mein Haus aufgeben, das ich extra für die Kinder gebaut habe, um auf dem leer gefegten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu suchen, die für unsere Familiengröße nicht existiert oder weit mehr kostet als die Rate für den Hauskredit? Ich soll also das Auto aufgeben, das ich brauche, wenn Arzttermine anstehen, da hier das Verkehrsnetz für den Hintern ist und in den letzten Jahren sogar noch abgebaut wurde? Und soll ich vielleicht noch meinen Kindern ihre Hobbies streichen, durch die sie neben der Schule ihre Sozialkontakte pflegen? Und das alles für wenige Monate im Leben meiner Kinder, das (hoffentlich) weit über das  erste Lebensjahr hinaus geht. Herrje, der Tellerrand ist aber ziemlich weit oben oder?

By the way bekamen wir den Höchstsatz an Elterngeld für meinen Mann und das OBWOHL wir nicht leben wie Gott in Frankreich. Bei weitem nicht. Vor allem, wenn man binnen 4 Monaten zwei Autos ersetzen und nebenbei für eines der neuen Autos schon die erste Reparatur blechen muss. Wenn ein gutes Pädagogengehalt gerade einmal dafür reicht, die Fixkosten bequem zu decken und den Kindern das Taschengeld zu zahlen. Nicht für große Sprünge oder gar Flugreisen oder auch schon den Lieferdienst. Wenn bei 1800 € über 1000 € wegfallen, tut das weh. Sehr sogar. Sparen? Wann denn bitte? Zwischen den etwa 500€ Schulmaterial, den dringend benötigten Autos für Schule und Alltagsbewältigung und neuer Herbstkleidung? Vielleicht sollte ich mich mit meiner Kindergitarre an den Marktplatz setzen und auf Spenden hoffen.

Wir haben uns die zwei Monate Elternzeit mühsam erkauft. Auch ohne Elternzeit wären wir mit Hartz4 genauso gut dran. Dann nämlich könnten wir auf ein Auto verzichten. (Versuch mal bitte auch nur einen Tag für eine Großfamilie einzukaufen. Zu Fuß. Mit Baby.) Traurig oder? Mein Mann ist also Egoist und geht arbeiten, damit das gleiche heraus kommt, wie wenn er daheim die Füße hochlegen würde. Er ist sogar so egoistisch, dass er seinen Kindern ein Vorbild sein möchte und ihnen zeigt, dass es wertvoll ist, sich mit seinem Wissen, seiner Kraft und seiner Person in das soziale Gefüge einzubringen.

Aber ja, wir könnten ja noch immer die Hobbies der Kinder streichen. Oder die Kindergartenkosten, indem ich den Frosch auch daheim betreue. Herrje, wer braucht schon soziale Kontakte, Freundschaften und Erfolgserlebnisse außerhalb der Schule, solange der Papa mit daheim sein kann… Das ist dann natürlich weit weniger egoistisch als dass er nach zwei Monaten Elternzeit wieder arbeiten geht.

Und hier habe ich mich noch nicht einmal über Selbstständige ausgelassen, die nach einem Jahr Elternzeit wohl genauso staatliche Unterstützung beantragen können, weil der Laden dicht ist. Da mal eben ein Jahr aussteigen und hoffen, die Kunden kommen danach wieder? In dieser Scheinblase würde ich auch gern leben. Von diesem Egoismus, 24/7 für das Kind da zu sein, dafür aber die Existenz der Familie aufs Spiel zu setzen, kommt mir so einiges den Hals hoch gekrochen. Du merkst, solche Pauschalisierungen machen mich einfach unheimlich wütend.

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Wie gesagt, Manuel hatte zwei ganze Monate Elternzeit, es hat uns an den Rand unserer Existenz gebracht. Für das Baby und die Kinder war es sicher schön, dass er da war, die Einschulung vom Zwerg miterleben durfte und die Große in die neue fremde Umgebung der weiterführenden Schule begleiten konnte. Aber finanziell? Ein Desaster.

Und dann sind solche Aussagen wie die von Patricia einfach nur ein Schlag mitten ins Gesicht. Man ist nicht gut genug, man opfert sich nicht genug auf, man könnte sich den Hintern noch ein wenig mehr aufreißen. Und überhaupt sind die Prioritäten falsch gesetzt, wenn man doch so im Geld schwimmt. Ja, ich finde es anmaßend. Es ist unheimlich unverschämt, alle über einen Kamm zu scheren und zu behaupten, man würde es nur nicht genug wollen und sei egoistisch. Denn auch mit dem Höchstsatz ist es für viele schwer bis gar nicht umzusetzen.

Im Endeffekt war das, was Frau Cammatara dort gemacht hat, Väterbashing. Nichts anderes. Vorverurteilung, das Umherwerfen von Klischees und die eigene Meinung als die einzig wahre hinzustellen. Sich sinnlos einen Grund zu suchen, um Männer – Väter – öffentlich kritisieren zu können. Und das ist vorallem eines: traurig!

Zum Abschluss kann ich nur sagen, es wäre schön, würde man über den Tellerrand blicken. Ja, die erste Zeit mit Baby ist verdammt anstrengend und auch prägend. Aber Väter enthalten sich nicht ihrer Verantwortung, wenn sie keine oder nur wenige Monate Elternzeit nehmen. Und ja, das sage ich aus voller Überzeugung. Mit einem Mann im Rücken, der morgens um vier den Keks übernimmt, damit ich noch zwei Stunden Ruhe habe. Mit einem Mann, der seine Kinder zum Schwimmunterricht fährt, aufgeschlagene Knie pustet und Zöpfe flechten kann.

Das sage ich mit einem Vater an meiner Seite, der sich seiner Verantwortung bewusst ist. Immer. Denn eine gleichberechtigte Beziehung zum Vater entsteht nicht in der Elternzeit, sondern durch gemeinsame Erlebnisse, den Umgang untereinander und die Liebe füreinander. Auch durch Zeit. Aber die kann sich der Papa auch abends nehmen, wenn er den Kindern eine Geschichte vorliest oder morgens um 5 die Pausenbrote schmiert, während er das Baby trägt.

Ich sehe für mich, für uns, Elternzeit noch immer als Bereicherung an. Ich bin dankbar für diese Option. Wir haben es uns ermöglicht und müssen die finanziellen Folgen dessen noch mindestens ein paar Monate abtragen. Und ob es besser ist, wenn Existenzängste einem den Schlaf rauben, weil die Elternzeit so ein tiefes Loch in die Kasse gerissen hat, wage ich zu bezweifeln. Aber da hätte ich ja vorher dran denken können und sparen, während die Autos getauscht und repariert werden mussten. Oder so ähnlich.

Ob man als Vater in Elternzeit geht – oder auch als Mutter, das hängt von so vielen Faktoren ab. Das ist so individuell. Wie kann man es sich anmaßen, so ein Vorurteil auszupacken, darauf zu beharren und das auf alle anzuwenden? Vielleicht sollte hier an der Prioritätenliste gearbeitet werden, denn der Höchstsatz Elterngeld ist ja ganz nett, aber schmerzt sehr, wenn man als Großfamilie davon leben soll. Leben, nicht flanieren oder feiern. Es geht nicht um Luxus, sondern den schlichten Alltag. Alltag, der ohne Wohnraum und Mobilität hier nicht zu bewältigen wäre. Aber hey, alles eine Sache der Prioritäten oder?

Herzlichst, die Julie

 

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Auch Inga von Bloggermumof3Boys schreibt darüber, wie sie das mit den Vätermonaten sieht. Schau doch mal dort vorbei.

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18 Comments

  1. Danke Dir! Wir haben ja schon bei Twitter festgestellt, dass wir uns da einig sind und (mal wieder) inspiriert mich Dein Beitrag, eventuell blogge ich darüber nachher auch (natürlich mit Link zu dir). Mich machen diese pauschalen Aussagen und Beurteilungen auch wütend. Die eigene privilegierte Situation nicht sehen und generell Familien Wahlfreiheit und eine eigene Einschätzung, was denn „geht“ überlassen. Abgesehen davon finde ich es genauso legitim, wenn eine Familie, die es „könnte“, aber keine Elternzeit für beide Partner möchte. Ich habe eine Freundin, die keine Elternzeit genommen hat. Sondern eben nur der Mann. Sie WOLLTE nicht und es wäre schwer geworden, weil sie dort Hauptverdienerin war. Danke für Deinen Beitrag hier!

    1. Da gibt es so viele verschiedene Facetten – und ich finde es toll, dass wir zumindest teilweise die Wahl haben. Solange das Baby nicht auf der Strecke bleibt, ist alles gut. Und einen Kinderwunsch von den Vatermonaten abhängig zu machen, finde ich auch ein bisschen lachhaft. Toll, dass deine Freundin so entschieden hat.
      Schick mir gern den Link von dir, damit ich ihn auch einfügen kann. 🙂

      1. danke fürs Verlinken! Ich habe inzwischen auch noch den Beitrag von Patricia aus ihrem Blog verlinkt, allerdings sehe ich den Beitrag kritisch. Es wird mit statistischen Zahlen hantiert und nicht mit der Lebensrealität. Unsere Wohnung in Köln kostete das dreifache der vorherigen größeren (!) Wohnung in Wuppertal. Und das ist 10 Jahre her, von heutigen Mieten in Köln oder München oder Hamburg wollen wir gar nicht reden. Ich glaube auch nicht, dass Beziehung zwischen Elternteil und Kind von der Zeit, sondern davon abhängt, wie man diese Zeit verbringt. Man kann auch Elternzeit nehmen als Vater und die vor dem Computer verbringen. Auch, ist es sicher nicht förderlich, wenn man im Kopf die ganze Zeit rechnen muss, wie man diese Einbußen irgendwie verkraftet. Es ist sicher für keine Familie eine leichte Entscheidung und man muss abwägen.

    2. Sandra says:

      Schon lustig, dieser Blogeintrag-wenn man bedenkt, was dein herziger Ehemann Frauen so an den Kopf wirft, die nach dem ersten Geburtstag des Babys wieder arbeiten gehen. Ein entfallendes Frauengehalt hat die Haushaltskasse eben auszuhalten. Weniger arrogant ist das nicht.

      1. Hallo Sandra,
        es tut mir leid, wenn du dich durch allgemeine Aussagen angegriffen fühlst. Aber kläre das doch bitte mit meinem Mann persönlich, vielleicht hast du es auch einfach in den falschen Hals bekommen. Mein Blog ist nicht dafür da, um deine Differenzen mit ihm auszutragen, sondern um MEINE Meinung und Erfahrung zu teilen. Vielen Dank!

  2. Klaudia says:

    Danke. Danke. Danke danke.
    Ich dachte heute morgen, ich bin im falschen Film als ich diesen herablassenden, arroganten, abwertenden, besserwissenden Unsinn gelesen habe. Dein Beitrag dazu ist wunderbar formuliert. Mein Mann hatte gar keine Elternzeit. Bei uns ist es 15 bzw. 10 Jahre her, da war das eh noch alles ziemlich neu. Bei K1 wärd der Job weg gewesen, bei K2 die Selbständigkeit gescheitert. Aber hey, die Kinder könnten sich heute bestimmt noch daran erinnern, wer ihre Windel gewechselt hat 😎

    1. Ich finde eben, eine Bindung braucht so viel mehr als Elternzeit. Sie braucht Vertrauen, Routine, Liebe. Einen Papa, der aufmerksam zuhört, sich nach dem Kindergartentag oder Schultag erkundigt. Einen Papa, der in der Zeit, die er da ist, aktiv am Familienleben teilnimmt. Eben ein bisschen Alltag mit Aufmerksamkeit und Respekt. Und das funktioniert auch, ohne dass man seine Existenz wegwirft.

  3. Das Hauptproblem ist, dass sich viele Eltern einen zu großen Luxus aufgebaut haben – und damit eben auch sehr hohe Fixkosten. Dann funktioniert es nicht mehr, mit weniger Geld auszukommen, wie du auch beschreibst. Letztlich entscheidet aber jeder selbst, was einen glücklich macht und was man zum Leben braucht. Ihr habt euch bewusst für ein Haus und die Autos entschieden, weil es für euch eher zum Glück gehört als eine Mietwohnung und Fahrräder. Das ist doch okay. Familien sind verschieden und jeder legt seinen Schwerpunkt anders. Die Aussage von Patricia Cammarata finde ich auch ziemlich übergriffig. Zumal man auch als arbeitender Elternteil viel Zeit mit den Kindern verbringen kann.

    1. Naja, als Luxus sehe ich es nicht an, auf 120 qm zu 7. zu leben. Ich sehe es auch nicht als Luxus an, einen Kleinstwagen zu besitzen, damit ich Arztbesuche und Einkäufe abdecken kann. Und ehrlich, einen Einkauf – wenn auch nur für einen Tag – für 7 Personen mit dem Rad und Baby oder zu Fuß zu erledigen, ist einfach nicht bis kaum umsetzbar. Davon ab, dass die Mieten hier um ein vielfaches teurer sind als das Haus. Es wäre also ein doppeltes Minusgeschäft, würden wir die Miete vorziehen. Der Luxus, den ich nicht streichen möchte, ist die Freizeitbeschäftigung der Kinder. Und sogar da machen wir Abstriche. Elternzeit an sich finde ich wirklich gut und sinnvoll, nicht umsonst blieb mein Mann ja da. Ich finde es nur schade, wenn eben alles verallgemeinert wird, weil „dann sind die paar Euros halt wichtiger“. Solche Aussagen schmerzen.

    2. Aber oft ist auch Haus oder Wohnung ja kein „Luxus“? Zumindest in Großstädten ist auch eine kleine Mietwohnung extrem teuer. Die Fixkosten sind oft auch ohne Luxus extrem hoch. In manchen Gegenden geht es nicht ohne Auto. Aber ich sehe, was Du meinst, auch ein arbeitender Elternteil kann wertvolle Zeit verbringen und eine gute Beziehung aufbauen. Mit mehr als 1-2 Kindern hat man auf dem Mietmarkt sowieso keine Chance mehr, generell lehnen viele Vermieter Familien generell ab, auf umkämpften Wohnmärkten jedenfalls. Da ist ein Haus kein „Luxus“, sondern eben die einzige Option, wenn man Lebensqualität möchte und sie sich auch leisten kann. Wohnkosten sind sehr ortsabhängig. Wir haben für unsere deutlich kleinere Mietwohnung in Köln das dreifache unserer vorherigen Mietwohnung in Wuppertal bezahlt. Hier konnten wir uns unsere Wohnung locker leisten. Aber beruflich war der Umzug nach Köln wichtig. Mit zwei Kindern sah es dann anders aus, aber dann kamen die Fahrtkosten noch dazu. Trotzdem kostet uns Eigentum hier das gleiche wie vorher eine 1/3 kleinere Mietwohnung.

  4. Stephanie says:

    Hallo Julie. Seit einiger Zeit verfolge ich schon deine Beiträge. Es erfreut und bereichert mich an deinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben zu dürfen. Danke dafür, dass du sie teilst. Nach diesem Beitrag musste ich dir erstmals schreiben. Ich kann deine Gefühle ganz und gar nachvollziehen. Unsere Welt ist riesig und unerschöpflich an Möglichkeiten. Und das Thema Elterngeld ist eine interne familiäre Baustelle. Da sollte niemand sich erlauben jemanden zu verurteilen. Wie du so schön dargelegt hast, spielen so viele Faktoren eine Rolle, die in jeder Familie anders aussehen. Deinen Kindern hat es gut getan, dass der Papa 2 Monate mehr Zeit für sie hatte, denn ganz für sie da zu sein, dass ist er auch wenn er auf Arbeit ist. Wie du schriebst, ihr habt es euch erkauft. Aber das war es euch wert und das habt ihr gern getan. Wir sind (leider) noch zu dritt u mir hat damals ein Tag gefehlt (lach). Unser Sohn kam an einem 1. des Monats zur Welt. Auf jeden Fall konnten nur zwei Monate meines Gehaltes mit in die Berechnung einfließen, anstatt 3 wäre er einen Tag vorher auf die Welt gekommen. Das machte einen Unterschied von 100%. So bekam ich nur den Mindestsatz von 300€, 600€ hätten mehr geholfen, aber wir mussten so zurecht kommen. Mein Mann ist zu Hause, da er nach einem Unfall (schwerbeschädigt) frühpensioniert ist. Ich wünsche dir/ euch ein schönes WE. Ich werde weiter mit lesen und freue mich darauf. Viele Grüße, Stephanie

    1. Es steht und fällt eben mit den Finanzen. Lieb von dir, dass du mir auch deine Situation geschildert hast und ich kann mir vorstellen, dass es dich ein wenig wurmte. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald mit eurem Wunsch klappt. Und ihr die Zeit so gestalten könnt, wie ihr es für richtig haltet und euch wohl fühlt.

  5. Hach, ich liebe deine Wutblogs! 1800 Euro sind also viel ja? So so. Also, mein Mann war in Elternzeit 2 Monate und es war mega schwer und wir haben „nur“ 1 Kind zu versorgen. Vielleicht ist der Dame nicht klar, dass es Familien mit mehr als einem Kind gibt, das lese ich raus. Da platzt mir die Hutschnur. Oder sie lebt Nebenkostenfrei. Wir haben eine normale Wohnung und weit mehr als die Hälfte ging für die Miete drauf. Gehaltsgefüge in Berlin ist beschissen. Sparen? Ja, vom Mund ab. Das lese ich aus ihrer Aussage auch raus: Wer 1800 Euro als ein bisschen ansieht hat vorher so gut verdient, dass er gut sparen konnte. Was für eine saudumme Aussage von ihr! Und immer schön schlechtes Gewissen machen. Boh!
    Alles in allem erinnert sie mich an den Spruch von Marie Antoinette: „wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“!
    Liebe Grüsse, Anita

    1. In ihrem nachgeschobenen Blogartikel lässt sie zumindest durchblicken, dass sich die Leute nur anstellen und ihr Rechenbeispiel toll aufzeigt, wie easy man mit „wenig“ Einbußen die Elternzeit nutzt.
      Und dein Zitat ist mehr als passend. 🙂

  6. Furiosa says:

    Es geht nicht darum, dass eine Familie von 1800,- € (zzgl. Kindergeld) im Monat leben soll. Wenn der Vater in Elternzeit ist und Elterngeld bezieht, geht die Frau der Erwerbsarbeit nach und steuert auch zum Familieneinkommen bei. Das heißt, dass es nicht bei den 1800,- € bleibt. Da Sie über keine Ausbildung verfügen, gehe ich auch davon aus, dass Sie vielleicht nicht nachvollziehen können, welche Familien @dasnuf mit ihrem Beitrag meinte. Ihre Familie meinte sie sicherlich nicht, da Sie ohne Ausbildung selbstverständlich nicht in der Lage sind großartig etwas zum Familieneinkommen beizusteuern.

    Ihre Herabsetzung von arbeitslosen Menschen („wenn er daheim die Füße hochlegen würde“, „Vorbild“), empfinde ich im Übrigen als beschämend auch wenn dies nicht das primäre Thema ist.

    1. 1. Wo steht, außer in ihrem nachgeschobenen Blogartikel, dass in der Zeit die Mutter arbeiten geht?
      2. Wie kann man sich anmaßen, mir keine Ausbildung zu unterstellen, nur weil ich damit nicht hausieren gehe?
      Ihre Art, mir Inkompetenz zu unterstellen, ist nebenbei bemerkt, absolut unverschämt. Und die Interpretation zur Herabsetzung von arbeitslosen Menschen (in deren Situation wir by the way schon des öfteren waren), sollten Sie vielleicht überdenken, hätten Sie sich mit mir und meiner Person inklusive meiner Kompetenzen auseinander gesetzt. Danke fürs Gespräch und diese Falschaussage!

    2. Hola. Wenn man keine Argumente hat, die inhaltlich etwas widerlegen, wird man persönlich beleidigend und verbreitet falsche Behauptungen? Patricia hat übrigens bei Twitter alle Diskussionen sachlich und freundlich geführt, denn in der Sache kann man gern unterschiedlicher Meinung sein.

  7. Als Mann ohne Kinder (noch), Solo-Selbständiger, etc. stehe ich Deinem Post etwas ratlos gegenüber. Zum einen die Aufregung, ja irgendwie verständlich, so bei Frau Cammarata „1800€“ und „ein paar Euro“ dicht aufeinander zu lesen. Schon etwas bizarr, das sagt sich leicht, wenn jeden Monat auch ein paar Euro übrig bleiben. Wenn aber die Schulden jeden Monat größer werden, dann ist das Lebensgefühl doch ein anderes. Vielleicht kennt DasNuf Cammarata das nicht, oder hat es vergessen. Vielleicht aber auch, so denke ich, wenn ich ihr Twitter-Dingsda so studiere und da prominent über den Hashtag #notallmen stolpere, ist sie auch einfach nur eine moderne Feministin, die nicht leben kann, ohne Männern was vorwerfen zu müssen. Und wie viele moderne Feministinnen verärgert sie damit eben auch Frauen, die in einer normaleren Realität leben. Auch meine Partnerin kotzt dann da gerne ab, und die hat einen nice bezahlten Job als Informatikerin. Wer da mal das/die Kinder hüten wird, tagsüber, das ist abzusehen… ich arbeite meistens am Wochenende und Abends. Vermutlich ist auch das nun irgendeine Form von Egoismus, so von wegen ich will ihr dann mal das Kind wegnehmen und sie arbeiten schicken, oder irgendwie so. Ist ja sowieso egal, wie man es macht als Mann. Ist immer scheiße. Und was folgt daraus? Nach Möglichkeit machen was man will und auf solcher Leute Meinungen pfeifen.

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