Im Blog nichts Neues: Warum es auf Puddingklecks gerade so ruhig ist und was mich beschäftigt.
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Im Blog nichts Neues – warum es auf Puddingklecks gerade so still ist

Wie du merkst, ist es hier momentan still. Sehr still. Auch die sozialen Medien ruhen und werden nur noch spärlich gefüttert. Nicht einmal die Stories auf Instagram werden noch regelmäßig gefüllt. Warum das so ist?

Nunja, die Schule hat wieder begonnen. Neben dem alljährlichen „Bitte 42 Hefte, 12 neue Buntstifte und den heiligen Gral bis morgen besorgen“ bedeutet das in erster Linie wieder das Einfinden im Alltag. Und von Alltag ist hier noch lange nicht die Rede. Denn heute begann das erste Mal Unterricht nach Plan. Mit voller Stundenzahl. Und auch die Hausaufgaben sind nicht ohne und bringen Anlaufschwierigkeiten mit.

Und dann ist da diese völlig neue Situation für mich. Ich bin morgens allein daheim. So gänzlich. Nämlich auch der Frosch besucht mittlerweile den Kindergarten und geht darin völlig auf. Nun könnte man meinen, ich kann ja den Vormittag nutzen, um zu bloggen oder meine Kanäle zu füttern. Ja, könnte ich. Wenn ich nicht nebenbei Arzttermine, Schultermine und Dinge rund um die Arbeit meines Mannes koordinieren würde. Und nebenbei gesagt ist es wunderschön, sich auch mal ein paar Minuten Zeit zu nehmen, auf der Terrasse zu sitzen und Kaffee warm – ja, richtig: warm – zu trinken. Ohne Unterbrechungen. Also, bevor Unmengen an Wäsche erledigt, die Toiletten von Sandspuren vom Vortag befreit und Mahlzeiten vorbereitet werden.

Ehrlich, diese Ruhe morgens, sie ist ungewohnt aber schön. So schön, dass ich sie eigentlich gar nicht kaputt machen möchte durch den Druck, etwas Neues abliefern zu wollen oder gar zu müssen.

Ja, dann wäre da noch mein körperlicher Zustand. Dass ich lädiert bin, ist eigentlich schon Normalzustand. Dass hier aber Montezumas Rache Einzug erhielt und mich quasi im Minutentakt zum Porzellangott treibt, ist einfach nur nervig. Außerdem raubt es mir Energie und Kraft. Kraft, die ich dann doch gern hier hinein stecken würde, statt Bauchkrämpfe zu veratmen. Ja, ich weiß, ein bisschen eklig und too much information. Aber so ist er nun mal, der Blick hinter die Kulissen oder? Ich bin ausgelaugt und müde und kann mich kaum aufraffen.

Und was mir gerade am meisten zu schaffen macht: ich schreibe wirklich gern, nehme dich mit durch meinen Alltag, gebe Tipps und teile Rezepte. Aber es kommt so wenig Resonanz. Ich bin ein kleiner Blog, hier gibt es nicht oft Gewinnspiele und Dinge abzugreifen, aber ein „Hey, ich seh das genauso.“ oder „Also nee, ich mach dies und jenes ganz anders.“ so ab und an fände ich dann doch ganz toll.

Werde ich überhaupt noch gelesen? Willst du mich überhaupt lesen? Welche Themen wären denn für dich interessant?

Wo wir gerade bei Gewinnspielen sind. Ja, es frustriert ungemein, wenn man Bewerbung um Bewerbung für Kooperationen schreibt, sich den Hintern aufreißt und es kommt nichts zustande. Sicher könnte ich, weil ich meine Reichweite erhöhen will, Verlosungsobjekte aus der eigenen Tasche bezahlen. Sicher könnte ich noch mehr Zeit investieren und Klingeln putzen. Aber ich finde es einfach schöner, wenn man im beidseitigen Einverständnis (also Sponsor und Blogger) Dinge auf die Beine stellt und vergeben kann. Und das wenige „freie“ Geld, das wir haben, möchte ich ehrlich gesagt lieber in meine Kinder stecken.

Auch, wenn das vielleicht ein – für dich – unverständlicher Punkt ist, aber es nimmt mir doch zum Teil die Motivation. Denn ich mache das hier nicht, um reich und berühmt zu werden (hach, was für ein schöner Gedanke), sondern eigentlich, weil ich dir das Großfamilienleben näher bringen und etwas Mehrwert liefern möchte. Und ja, eigentlich sollte es doch auch gewürdigt werden, wenn man Stunden mit Recherchen verbringt, sich Mühe gibt, was Sinnvolles zu schreiben oder?

Genug genölt. Du weißt nun, hier gibt es nichts Neues.

Einfach, weil das „echte“ Leben mich gerade sehr in Beschlag nimmt. Weil mein Körper und mein Geist ein wenig Abstand vom „Leistungsdruck“ brauchen und ich es ganz schön finde, momentan den Fokus wieder auf die Familie lenken zu können. Ohne Hintergedanken an perfekte Bilder. Ohne die Reichweite der letzten Blogbeiträge im Kopf zu haben und bibbern zu müssen. Und ohne das Smartphone, das sonst immer griffbereit lag, um Gedanken und Fotos schnellstmöglich festhalten zu müssen.

Das heißt aber nicht, dass des Puddingklecks nicht mehr gibt. Im Gegenteil. Ich möchte mich gerade nur sammeln, mich an die neue Situation gewöhnen und Motivation tanken. Ein paar Gedanken spuken dann doch in meinem Kopf, was als nächstes erscheint. Aber ohne Druck, dafür wieder mit Herzblut.

Bleibst du mir treu?

Die Julie

 

Im Blog nichts Neues: Warum es auf Puddingklecks gerade so ruhig ist und was mich beschäftigt.

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15 Comments

  1. Schöner Text; verstehe dich sehr gut 🙂 Dein Wohl geht vor und ich freue mich von dir zu lesen, wenn du wieder schreibst. Ps Kaffee steht noch ? lg Victoria

    1. Ach du Liebe <3
      Ja, das müssen wir nun wirklich endlich in Angriff nehmen! Spätestens in den Herbstferien? :*

  2. Liebe Julie,
    Mir geht es irgendwie genauso. Dran gewöhnen morgens allein zu sein, weil der Kampfzwerg jetzt auch in den Kiga geht. Das Verarbeiten der letzten zwri Jahre. Und vor allem auch die wenige Resonanz, bei Insta gar nicht mal so, aber im Blog. Klar, ich bin ein Winzling, aber Rückmeldung wäre trotzdem schön. Umso besser war es von ein zwei Leuten aus dem Bekanntenkreis zu hören, warum es denn so ruhig wäre und die tolle Resonanz auf meinen letzten Insta-Post. Das motiviert.
    Sammle dich, genieß die Ruhe, die du hast und komm mit neuer Energie zurück. Wer dich gern liest, wird dir auch erhalten bleiben!
    JennyPenny

    1. Danke, liebe Jenny, für deine Worte. <3
      Das glaube ich, dass es gut tut, wenn man aus dem persönlichen Umfeld so ein Feedback bekommt. Gerade sammle ich zumindest schon einmal Stichpunkte, über was ich demnächst schreiben möchte.

  3. Ich finde es, ehrlich gesagt, gar nicht so still bei dir, du schreibst doch regelmäßig?! Trotzdem: Genieße die ruhigen Stunden erst mal für dich, wenn du wieder mehr Energie hast, kannst du ja wieder voll einsteigen. 🙂

    Liebe Grüße Karin

    1. Ach, weißt du, ich hatte mir eigentlich zum Ziel gesetzt, jeden zweiten oder zumindest dritten Tag etwas Sinnvolles zu veröffentlichen. Gerade sieht es aber eher so aus, dass ich die „Pflichtveranstaltungen“ mitgenommen habe, damit ich nicht komplett untergehe. Eigenes kam in letzter Zeit wenig. Dennoch vielen Dank für deine aufbauenden Worte.

  4. Ich falle zwar nicht in Deine Zielgruppe und kann dir leider Kooperation anbieten. Bin nur zufällig über Deinen Beitrag gestolpert. Er hat mich berührt. Danke und alles, alles Gute für dich

    1. Schön, dass du dennoch über den Beitrag gestolpert bist und mir ein paar liebe Worte hast zukommen lassen. <3

  5. Meine Liebe,
    Wie immer wunderschön geschrieben. Ich finde auch, dass es bei dir gar nicht so ruhig ist – ja, ruhiger als sonst, aber immernoch überall präsent.

    Ich kann dich voll und ganz verstehen – manchmal ist es deprimierend, wenn sich keiner die Zeit für Feedback nimmt. Muss da definitiv auch an mir arbeiten.

    Sammle dich, nimm dir alle Zeit der Welt. Du machst einen wundervollen Job und ich lese deine Beiträge immer sehr gerne. Dein Schreibstil ist wunderschön und die Themen sehr interessant. Weiter so! ?

    1. Hach, du wundervoller Mensch!
      Danke, liebe Bine. Ehrlich! <3

  6. Liebe Julie,
    ich bin schon länger eine stille Mitleserin und mag deinen Blog sehr. Beinahe täglich schaue ich vorbei und gucke ob es was neues gibt. Ich mag deinen Schreibstil und deine offene Art. Ich bemühe mich zukünftig meine Gedanken zu einem Thema dir auch mal mitzuteilen und nicht nur für mich zu behalten. Hoffe deine Motivation kommt zurück, würde dich sehr vermissen… vlg Bini

    1. Vielen lieben Dank, liebe Bini. Du musst dich nicht verpflichtet fühlen. Ich wollte nur einfach meine momentanen Gefühle in Worte fassen und diese mitteilen. Und nee, von der Bildfläche verschwinde ich sicher nicht ganz. 🙂

  7. Martina says:

    Hallo, auch ich lese deinen blog gerne. Eigentlich war er einer der blogs die mich dazu bewegt haben, bloglovin zu nutzen, um blogs nicht zu “ verlieren“. Follower zu bekommen ist schwer, aber die „stllen mitleser“ sind überall 🙂

  8. bienchen says:

    Oute mich hier auch mal ganz zerknirscht als stiller Konsument….
    Dachte mir schon, dass du gerade mit dem Schulanfang alle Hände voll zu tun hast. Ich fand den Heiligen Gral zum Brüllen, bei mir war das mal ein dreispaltiges Vokabelheft, kein Laden hatte sowas, keiner wusste was das sein sollte, alle anderen Kinder hatten eins. Der einzige Laden, der das führte, war natürlich im Schulort, aber ich wollte nicht 7 km weit fahren und hab in den Nachbarorten geschaut.
    Versuch dich vormittags etwas zu erholen, deine Gesundheit ist das Wichtigste!

  9. Frau Katze says:

    Hallo Julie,

    ich habe deinen Blog erst vor ein paar Wochen entdeckt und seither viele deiner Beiträge nachgelesen. Mir gefällt es, wie du schreibst, dass du durchaus mit Humor auf die Dinge schauen kannst und so viel Privates mit deinen Lesern teilst.
    Ich selbst habe keinen Blog, sondern lese sie nur. Ich erfreue mich an jedem einzelnen Blogbeitrag, bin aber meist zu faul zu antworten oder finde nicht die richtigen Worte. Ich denke mir auch oft, ob es überhaupt jemanden interessiert, was ich dazu denke oder wie ich Dinge sehe….
    Ich fände es jedenfalls sehr schade, wenn du ganz aufhören würdest zu bloggen.

    Liebe Grüße aus Karlsruhe,
    Frau Katze

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