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Frau Puddingklecks im Geschwindigkeitsrausch

Mädelstag. Ohne Mann, ohne Kinder. Wundervoll. Manchmal brauche ich einfach Zeit für mich, ohne Anhang, ohne Windeln und Wechselkleidung in der Handtasche. Dafür mit Schminke, einer gut gefüllten Geldbörse und meinen Mädels. Manchmal sitzen wir dann nur entspannt zusammen, trinken ein Glas Wein oder zwei und plauschen und tauschen uns aus. Und manchmal, ja manchmal, da möchte ich raus und was erleben. Ich habe zwar vier Kinder, aber das heißt nicht, dass ich deswegen nur noch „sichere“ und langweilige Dinge mache – und machen möchte. 

Frau Puddingklecks im Geschwindigkeitsrausch

Diesmal wurde ich von meiner Freundin gefragt, ob ich denn Interesse an einer Quadtour hätte. Sie macht das regelmäßig und suchte eine Begleitung. Ja, nichts lieber als das – wenn ich nicht selbst fahren muss, sondern mich für vier Stunden hinter sie quetschen darf. Ein bisschen Schisser bin ich dann doch… 

Quadtouren kann man übrigens über Jochen Schweizer buchen, oder – so wie wir – direkt beim Anbieter. Unser Anbieter war Quadrausch, der neben den Touren auch Quads verkauft.

Ablauf

Zu Beginn gab es, nachdem wir wettertauglich mit Sturmmaske, Helm und einteiligem Regenschutzanzug eingekleidet wurden, eine Einführung in die Bedienung des Fuhrparks. Jeder einzelne Schalter und der korrekte Umgang wurde erklärt. Was mir persönlich unheimlich gut gefiel, war, dass eine Reihenfolge festgelegt wurde, in der wir fuhren. Die gesamte Gruppe, die meist aus 8 bis 10 Leuten besteht, passt sich dem schwächsten Glied an, sprich, demjenigen, der am meisten Unsicherheiten beim Umgang mit den Quads zeigt. Die Regeln, dass weder überholt noch gedrängelt wird, waren schlüssig und einleuchtend. Der Tourguide erklärte alles mit viel Humor und Witz, sodass man sich gleich wohl und sicher fühlte.

Weil meine Freundin also schon ein paar Male dabei war, durften wir das Schlusslicht bilden und den Schäferhund spielen, der seine Herde zusammen hält. Als Beifahrerin hatte ich es gemütlich und konnte mich voll und ganz auf den herrlichen Ausblick auf die Alpen konzentrieren. Auf den Tourenquads hatte ich, obwohl diese nicht viel schneller als 80 km/h fahren, das Gefühl, mich im Geschwindigkeitsrausch zu bewegen. Nur in die Kurven legen wie der typische Motorradfahrer sollte man sich nicht, wurde uns erklärt. Erstens sieht das total dämlich aus und zweitens neigen die Dinger zu kippen, wenn man es übertreibt. Also lieber gediegen fahren und nach Gefühl verlangsamen, wenn abgebogen werden muss.

Nach etwa drei Stunden kehrten wir für eine Pause in einem Gasthaus ein und konnten uns stärken und erleichtern. Dass es aber so umständlich ist, sich aus einem Einteilerregenschutz herauszuschälen, hätte man vorher erklären müssen.  Vor allem, wenn darunter noch die Winterjacke verstaut ist, damit man auch wirklich nicht friert. Zwiebellook in Perfektion also. Sowohl der wärmende Cappuccino als auch die Unterhaltungen mit den anderen aus der Gruppe taten aber gut und gaben noch einmal ein bisschen Euphorie für das letzte Teilstück frei.

Nachdem unsere Pause beendet war, ging es auch schon dem Ende zu und wir fuhren über eine Tankstelle zum Ausgangspunkt zurück. Wir durften nun endlich aus der Regenkluft heraus, wurden herzlich verabschiedet und gingen mit dem Wissen, dass das sicher nicht das letzte Mal gewesen war.

Fazit

 Wer den Autoführerschein hat und selbst einmal Quad fahren will, sollte das unbedingt tun. Ohne Führerschein kann man immerhin als Beifahrer an solchen Touren teilnehmen, was dem Erlebnis aber keinen Abbruch tut. Passende Kleidung, sowie Helme können vor Ort ausgeliehen werden oder man bringt einfach das Motorradoutfit von Zuhause mit, wenn vorhanden. Der Preis von etwa 100 Euro für Selbstfahrer ist absolut gerechtfertigt, denn der wahnsinnig tolle Ausblick und der Spaß sind wirklich lohnenswert.

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