Gedankenwelt, Life

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Heute ist schon der erste Advent. Und wie meist kam er unerwartet und stand dann einfach vor der Tür, oder? Neeeeiiiin, natürlich nicht! 😀

Als ich selbst noch Kind war, war die Vorweihnachtszeit mit die schönste Zeit im Jahr. Es lag überall Schnee – doch, wirklich! -, duftete nach Kinderpunsch und frisch gebackenen Plätzchen und die Vorfreude und der Wunschzettel für das Christkind wurden immer größer. Heimlich schlichen wir ins Schlafzimmer meiner Großeltern, um unter dem Bett aus den Metalldosen Plätzchen zu naschen. Erwischt wurden wir natürlich nie. Und gemerkt hat das sicher auch keiner… 😀 Schlitten fahren und Schneemänner – natürlich auch -frauen – bauen, das waren unsere täglichen Beschäftigungen, um die Zeit zu überbrücken, bis „ES“ endlich so weit war.

Heute, so habe ich das Gefühl, geht vieles in der Hektik des Alltags unter. Hier ein Termin, dort ein Termin. Es müssen unbedingt noch Geschenke, bitte im dreistelligen Wert und groß genug, um das Vorjahr zu übertrumpfen, und Treffen rein gequetscht werden. Plätzchen backen? Geht ganz schnell mit Fertigteig, die Zeit zum selbst kneten fehlt. Kinderpunsch? Kann man auf dem Weihnachtsmarkt kaufen, denn man hat ja keine Zeit, das als „Ereignis“ gemeinsam mit den Kindern zu machen. Und Weihnachtsmarkt selbst? Eigentlich ja zuviel Trubel, um ihn im durchtakteten Alltag unterzubringen, oder?

Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, wie ich die Vorweihnachtsstimmung beiseite schieben und einfach meinen Alltagstrott weiter leben möchte. Aber warum eigentlich? Warum sind wir auf der einen Seite so im Stress und können uns auf der anderen Seite die Aufregung rund um Weihnachten nicht „erlauben“?

Umso wichtiger ist es, uns bewusst zu machen, dass diese Zeit für etwas Wunderbares steht. Für Zusammenhalt, für Entschleunigung, für Besinnung auf das wirklich Wichtige.  Ich möchte diese Zeit nicht in Hektik und Anspannung verbringen, sondern in Ruhe und entspannt. Und genau dieses versuche ich meinen Kindern zu vermitteln. Ich möchte mir bewusst die Zeit nehmen, denn das ist es mir wert, mit meinen Kindern zu basteln, die Weihnachtsgeschichte zu besprechen, Plätzchen nach den Rezepten meiner Oma zu backen und ihre Vorfreude zu teilen.

Es geht nicht darum, wer welche Geschenke zu welchem Wert bekommt oder ob man Weihnachten daheim oder auf der Sonneninsel plant. Mir geht es darum, dass wir einander haben, Zeit miteinander verbringen dürfen, ein Dach über dem Kopf haben und dafür dankbar sind. Das ist nämlich ein Privileg und nicht selbstverständlich! Sicher gehören Geschenke dazu. Der Wunschzettel soll ja nicht umsonst geschrieben und aufgebessert und neu verfasst und wieder aufgebessert worden sein. 😀 Meine Vorfreude auf die Reaktion meiner Lieben ist natürlich auch, mit jedem Tag näher an Heiligabend, stetig wachsend. So soll es auch sein. Aber es steht eben nicht im Vordergrund.

Egal, ob du gläubig bist oder nicht, nimm dir die Zeit, entschleunige dein Leben und besinne dich auf das Wesentliche. Jetzt hast du die Zeit dazu, wirklich!

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