Gedankenwelt, Life

Zwischen Selbstzweifeln und Wahnsinn // Studieren als Mama

Ich bin Frau und Eherfrau. Und dann bin ich Mama. Und ich bin gerne Mama. Seit über sieben Jahren schon. Und dann bin ich seit einem halben Jahr noch Bloggerin. Zwar nicht hauptberuflich, aber ich blogge und es nimmt schon ein bisschen Zeit für sich ein. Und, ach ja, ich bin auch noch Studentin. Seit zwei Semestern schon.

Doch bei den vielen Rollen und Funktionen, die ich ausführe, merke ich immer mehr, dass ich nicht immer zu 100 Prozent dabei bin. Dass ich aber auch nicht immer zu 100 Prozent dabei sein kann. Vor allem das Studium wird ziemlich vernachlässigt und stiefmütterlich behandelt, was ich natürlich unheimlich schade finde. Doch mir fehlt manchmal einfach die Kraft, aber auch die Motivation, mir die Zeit freizuräumen und mich voll und ganz darauf einzustellen. Warum das so ist? Ich weiß es nicht. Aber es lässt mich zweifeln. Zweifeln an mir, zweifeln an meiner Kompetenz, zweifeln an meiner Belastbarkeit. Und am meisten zweifle ich an meiner Vorbildfunktion. Denn wie möchte ich meinen Kindern vermitteln, dass es wichtig ist, sich um sich selbst und seine Zukunft zu kümmern, wenn ich das selbst nicht schaffe? Wie soll ich meinen Kindern vorleben, dass eine Absicherung mit dem, individuell festgelegten, höchsten Berufsabschlüssen, sinnvoll ist?

Und dann gibt es wieder Tage, da sitze ich über diesen akademischen Texten, lese sie mir dreimal durch, verstehe nur Bahnhof und frage mich, ob ich das wirklich möchte. Ob ich meinen Kindern wirklich vorleben möchte, dass man verbissen an etwas festhalten muss, damit man etwas vorzuweisen hat. Oder ob es nicht sinnvoll ist, es ruhen zu lassen und sich etwas suchen, das leichter zu bestehen ist.

Dabei habe ich einiges vorzuweisen. Vier gesunde Kinder, eine glückliche Ehe und ein tolles und liebevolles Zuhause nämlich. Ist das nichts wert?

Ich habe jetzt beschlossen, den Druck rauszunehmen. Was klappt, das klappt. Und was liegen bleibt, bleibt eben liegen. Vielleicht schaffe es nicht, 100 Prozent für mein Studium zu geben, aber 80 Prozent sind ja auch gar nicht so übel oder?

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2 Comments

  1. 80% sind eine ganze Menge und eigentlich ist es ja oft so, dass man die 100 gar nicht erreichen kann. Das Leben kommt einem immer irgendwie mal dazwischen.
    Jedenfalls viel Power für alles was du dir da noch im Studium vorgenommen hast und man kann schon ein wenig stolz sein auf seine Familie und was man sonst alles geschafft hat.

    1. puddingklecks says:

      Vielen Dank für deine lieben Worte! Das geht natürlich runter wie Öl! 😀

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