Meine persönlichen Reisevorbereitungen für New York 14 Tage vor Abflug. Ich nehme dich mit auf meine erste große Reise. #tagebuchbloggen new york urlaub
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Tag Null: New York Urlaub, ich komme!

Es ist vier Uhr zwanzig und ich kann vor Nervosität seit etwa einer Stunde nicht mehr schlafen. Dieser New York Urlaub ist eine große Sache für mich und in weniger als 8 Stunden sitze ich im Flieger und werde meine erste große Reise antreten. Krass! Damit ich mich ein bisschen ablenken kann, schreibe ich hier für dich (und ganz viel für mich), was ich alles gepackt habe, was wir machen werden und plaudere ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Was ich bisher über unsere Reise geschrieben habe.

Im Handgepäck für New York landeten:

Unterwäsche und Socken, drei Hosen, zwei Shirts, zwei Pullis, ein Kleid, eine Strumpfhose, Schlafanzug, ein Buch, Waschtasche mit Zahnbürste, Bürste und Nagelfeile (diese aus Kunststoff, die gilt hoffentlich nicht als Waffe) und der 1-Liter-Zipp-Beutel mit sämtlichen unter 100 ml Dingen. Außerdem habe ich eine Plastiktüte für Schmutzwäsche und noch zwei weitere Paar Schuhe eingepackt. Wer weiß, was der Zeh mitmacht. Ach ja, die Reisedokumente habe ich da auch drin. Alle!

Das Handgepäcksstück hat nun also stolze 8,1 kg und ich hoffe, das ist okay. Ansonsten ziehe ich mir eben daraus noch ne Weste über und mache es so leichter. 😀

Im persönlichen Gegenstand landeten:

Ladekabel, Masken, ein Buch, nochmal alle Reiseunterlagen (doppelt gemoppelt hält besser), Taschentücher, Menstruationsutensilien (man weiß ja nie), mein Reisepass, Geldbörse mit sämtlichen Karten und gleich noch mein Handy mit amerikanischer Sim.

Da hat es mir übrigens zu schaffen gemacht, dass unsere Fluggesellschaft beim persönlichen Gegenstand wohl nur bis 22x25x43 akzeptiert. Und alle meine Taschen bis auf eine – und die ist wirklich klein und muss jetzt mit – hatten auf einer einzigen Seite etwa 2 cm zu viel. Da wollte ich nix riskieren. Die 2 Kilo für den persönlichen Gegenstand habe ich nicht geknackt.

Was machen wir denn nun in New York?

Also: Heute wollen wir ehrlich gesagt erst einmal ankommen und den Weg vom Flughafen bis ins Hostel schaffen. Dann eventuell die Halloweenparade in Greenwich anschauen und was zu essen finden und im Anschluss darüber quatschen, was am nächsten Tag ansteht.

Wir haben uns vorgenommen, New York nach Stadtteilen einzuteilen und dementsprechend vorzugehen. Jeden Tag ein anderer Teil mit 2-3 Programmpunkten und am Ende haben wir alles gesehen. Oder zumindest einen Teil dessen. 

Hier muss ich wirklich sagen, dass meine Freundin eine sehr sehr sehr angenehme Reisebegleitung ist. Wir haben in etwa den gleichen Tag-Nacht-Rhythmus, die gleiche Einstellung, was wir brauchen und wollen und ansonsten sind wir beide wirklich entspannt. Was wir schaffen, schaffen wir und was nicht, wird eben beim nächsten Mal (wann auch immer) aufgesucht. Das macht es wirklich stressfrei und wir werden dennoch einiges erleben. So, wie in unseren gemeinsamen vorigen Urlauben auch. =)

Ansonsten sitze ich hier wie auf heißen Kohlen

Ich fiebere dem Start entgegen, möchte hier zuhause pünktlich los kommen. Finden wir uns hier am Flughafen zurecht? Finden wir uns in New York am Flughafen zurecht? Wie oft werden wir uns im New York Urlaub verlaufen? Wie wird der Flug? Passe ich in die Toilette? Wie unbequem wird es für meinen Poppes, für den die Sitze nicht ausgelegt sind? Fragen über Fragen!

Und dann geistern eben die Fragen in meinem Kopf, über die sich wohl die wenigsten Reisenden Gedanken machen: Was, wenn ich abstürze? Habe ich Manuel genug gesagt, was ich mir wünsche, falls was passiert? Werden sich die Kinder an mich erinnern? Vor allem die Kleinen? Das mag für andere vielleicht lächerlich klingen, doch das ist das, was mich beschäftigt, auch wenn ich weiß, dass Flugzeuge mit das sicherste Transportmittel sind.

Lustigerweise habe ich mir damals bei meinem ersten (und einzigen) Flug nach Schottland gar keine Gedanken in die Richtung gemacht. Aber da flogen wir eben auch nicht stundenlang übers offene Meer.

Dazu checke ich alle paar Minuten, ob ich nicht doch was vergessen habe. Ich meine: Es ist ja nicht so, als ob man in den USA nicht auch alles kaufen könnte, was ich hier versemmle oder? 😛

Jedenfalls…

bin ich nervös. Sehr. Und ich freue mich tierisch darauf. Das ist so ein bisschen, wie verliebt sein. Es kribbelt und ich grinse grenzdebil in den Laptop und blicke immer wieder suchend nach meinem Koffer, ob er noch da ist. 

Und ich habe diese Auszeit so bitter nötig. Normalerweise was ich ja wirklich einmal im Jahr nur für mich unterwegs. Ohne Mann und Kinder. Das fiel alles durch die Pandemie flach. Deswegen bin ich so verdammt dankbar, dass wir – vollständig geimpft und genesen – das jetzt langsam aber sicher wieder in Angriff nehmen können. Klar, mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen. 

Aber meine Seele braucht das. Ich brauche das. Um meine Akkus wieder zu laden, Erinnerungen zu schaffen und davon zu zehren, wenn es hier zeitweise stressig und dunkel wird.

Was ich zum Abschluss noch sagen möchte:

Nein, man muss kein Mitleid mit meinem Mann haben. Der freut sich für mich und hat das extra gebucht. Ja, er kommt mit den Kindern zurecht und ist in vielen Situationen gelassener und souveräner als ich. Nein, der arme Kerl steht nicht unter meinem Pantoffel. Wir führen schlichtweg eine Beziehung und Ehe auf Augenhöhe. Ja, er kann auch Wäsche waschen, kochen, saugen und alles, was ich auch kann. Er ist nämlich schon groß. 

Damit wäre das hoffentlich auch geklärt. Denn irgendwie kommen diese Kommentare und Fragen dann doch immer wieder auf.

Und jetzt? Jetzt schütte ich nervös einen Kaffee in mich, verdecke die Stresspickel unter ganz viel Makeup, in der Hoffnung, ich sehe dann dem Verbrecherfoto meines Reisepasses ähnlich und gehe noch ein paar Furchen in den Dielenboden, bevor es los geht.

Küsschen aufs Nüsschen, pass auf dich auf!

Herzlichst, die Julie

 

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Danke, dass du mich unterstützt, denn so kann ich mir mehr Zeit freiräumen, Berichte, Alltagsdinge, Rezepte und dergleichen für dich zu schreiben. Die Beiträge bleiben weiterhin kostenlos.

Merke es dir für später:

Meine New York Reise steht bevor. Was im Koffer landet, welche Ängste und Sorgen mich begleiten und was wir geplant haben, liest du hier.

Ein Kommentar

  • Marion Happel

    Guten Morgen,
    ach ist das spannend. Ich kann deine Nervosität gut nachvollziehen.
    Ich wünsche euch einen guten Flug und eine tolle Zeit.
    Viele Grüße
    Marion

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