Schwangerschaftsupdate: 32. Schwangerschaftswoche mit Outing
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Schwangerschaftsupdate: Ssw 31 – 32 // Unser Outing: Es wird ein ….

Ja, was wird es denn nun? Also, wenn man es genau nimmt, wird es ein kleiner Mensch. Mit zwei Armen, zwei Beinen, einem hübschen Köpfchen, wunderbaren kleinen Zehen und winzigen Fingerchen. Ein Baby mit Nase und zwei Augen und einem hoffentlich sanfteren Organ als das der Geschwister. Du merkst, ich spanne dich gern auf die Folter. Aber heute gibt es endlich die Auflösung. Was es allerdings nicht geben wird, ist ein Name. Denn der ist und bleibt privat – und ist noch immer noch nicht festgelegt. Auch in der 32. Schwangerschaftswoche noch nicht, in der ich mich im Moment befinde. Und damit bin ich auch schon in der letzten Woche des 8. Monats angelangt. Irgendwie geht das verdammt fix oder?

Babybauch & Kindsbewegungen

Dieser kleine Mensch in mir ist sehr aktiv. So aktiv, dass ich zeitweise nachts wirklich mehrere Stunden wach liege, weil ich aus dem Schlaf randaliert werde. Da wird dann schön die Blase geknetet oder es entstehen mittlerweile schmerzhafte Fluchtweguntersuchungen an meinem Bauchnabel. Auf der einen Seite ist das ein ziemlich tolles Gefühl, das Leben in mir zu spüren und zu wissen, es geht ihm gut. Auf der anderen Seite wäre natürlich Schlaf zwischendrin auch ne coole Sache.

Je aktiver mein Bauch nun auch außen wackelt, desto mehr sitzen die Kinder neben mir, halten die Hände daran und versuchen, Fingerchen und Füßchen zu erahnen und stupsen auch immer wieder kräftig durch die Bauchdecke, um eine Reaktion von ihrem Geschwisterchen einzufordern. Das kommt natürlich auch ziemlich prompt in den meisten Fällen.

Und mein Bauch selbst? Der ist mittlerweile so prall, als hätte ich eine Wassermelone verschluckt. Ehrlich, so straffe Haut hatte ich am Bauch eigentlich nie. Ein bisschen finde ich das ja wirklich cool. Aber ich weiß eben auch, dass er danach einfallen wird, wie ein schrumpelnder Luftballon. Mal wieder. Jedenfalls ist die Murmel gigantisch groß und ich weiß nicht, wohin das noch führen soll, denn ich zuppel jetzt schon die ganze Zeit an meinen Oberteilen, die wirklich langsam aber sicher alle am Bauch zu kurz werden.

Mein Gemütszustand

Also in Anbetracht dessen, dass wir zwei wirklich anstrengende Wochen mit ziemlich viel Fieber hinter uns haben, bzw. noch mittendrin sind, geht es mir erstaunlicherweise wirklich gut. Obwohl ich körperlich mittlerweile wirklich eingeschränkt bin, habe ich einiges in den letzten Tagen und Wochen geschafft, was dann natürlich die Laune hebt. Und ehrlich gesagt ist es fast entspannter, wenn die Kinder krank daheim sind, weil ich mich dadurch nicht hinters Lenkrad quetschen oder ein Bespaßungsprogramm auffahren muss.

Das einzige, das mir momentan wirklich die Nerven raubt, ist der Schlafmangel. Das Drehen im Bett ist mittlerweile so schmerzhaft, dass ich wirklich mindestens ein paar Minuten brauche, um mich auch auf die Schmerzen einzulassen und es durchzuziehen und auch beim Aufstehen muss ich mich erst einmal mental auf den Schmerz vorbereiten, bevor ich aktiv daran gehe. Dementsprechend bewege ich mich also in Zeitlupe, veratme Stiche in Becken und Symphyse und zähle die Wochen und Tage rückwärts.

Und ansonsten versuche ich, wie die Wochen zuvor schon, meine Sozialkontakte zu pflegen und mich gut abzulenken. Freunde, bei denen man bedingungslos jammern kann, sind übrigens Gold wert. Außerdem sitze ich viel mit der Großen zusammen und wir üben gemeinsam für die Schule. Mittlerweile hat sie ihre Wahl gefällt und verlangt auch selbst danach, damit sie voran kommt.

Schwangerschaftsupdate: 32. Schwangerschaftswoche mit Outing

Gelüste & Abneigungen in der 31. & 32. Schwangerschaftswoche

Die Prinzessin hatte ja Geburtstag und ich das OK vom Diabetologen, bewusst zu sündigen. Und mir war so verdammt schlecht nach einem Stück des genialsten Brownies der Welt. Es war so schade drum, aber hat mir auch gezeigt, dass mein Körper das im Allgemeinen gar nicht so toll findet und sich wohl zuvor einfach nur irgendwann daran gewöhnt hat. Meine größte Sünde ist daher momentan wirklich, wenn ich mir ab und an eine Scheibe normales Brot gönne, die aber dann ziemlich fettig und herzhaft belege, damit der Insulinspiegel langsamer steigt.

Worauf ich allerdings die meiste Zeit wirklich Lust habe, jetzt darfst du mich für bescheuert erklären, ist Wasser aus dem Sodastream *. Momentan habe ich das Gefühl zu verdursten, was wahrscheinlich am vielen stark gewürzten Essen liegt, das ich auch sehr liebe. Ganz aktuell: Rührei, Omelett, Spiegelei, Ei im Brot. Und habe ich schon Ei erwähnt? Ach so, und natürlich Ei. 😀

Unser Outing: Es wird ein …

Ich hatte es ja schon anfangs angekündigt, dass ich dich nicht länger auf die Folter spannen möchte. Unser Outing ist mittlerweile auch schon ein paar Wochen her und mittlerweile haben wir uns ganz darauf eingestellt. Nach anfänglicher Skepsis finden es alle Geschwister toll und freuen sich auf ihren kleinen Bruder. Hier bekommt also der männliche Anteil der Familie starke Unterstützung durch den jetzt schon im Bauch Fußball spielenden Jungen.

Ja, richtig gelesen. Der Frosch und der Zwerg bekommen Teamzuwachs. Wie dieser kleine Mensch allerdings heißt, da sind wir uns noch uneinig. Eigentlich hatten wir uns schon auf einen Namen festgelegt. Dieser wurde dann aber im Februar schon bei guten Bekannten vergeben. Tja, doof gelaufen, aber wir haben davor einfach auch nicht drüber gequatscht. Bis wir uns einig sind, bleibt es also wohl bei „Herr Baby“ . Und danach? Müssen wir uns noch einen Decknamen für den Blog überlegen. Vielleicht hast du ja eine Idee?

Allgemeines zur 31. & 32. Schwangerschaftswoche

Es ist beschwerlich und unheimlich anstrengend. Die Schmerzen nachts nehmen mich zusehends ein und dadurch bin ich auch tagsüber oft neben der Spur. Aufgaben, die was damit zu tun haben, mich viel zu bewegen oder zu bücken, gebe ich mittlerweile einfach ab, um die Schmerzen zu minimieren, was auch wirklich gut klappt. Die Zeit bis zum Entbindungstermin fängt nun richtig an zu rennen. War es anfangs noch so, dass ich jedem Wochenwechsel entgegen gefiebert habe, geht das nun zum Teil einfach unter. Vielleicht, weil ich nun viel langsamer bin und die Zeit dadurch gefühlt weit schneller verfliegt.

In den letzten Tagen fragt der Frosch immer mehr, warum ich so komische Risse auf dem Bauch habe und ich versuche immer, ihm kindgerecht zu erklären, dass seine größte Schwester einfach so schnell gewachsen ist, dass meine Haut nicht mehr hinterher kam und nachgegeben hat. Aber auch, dass das nicht weh tut und alles gut ist. Sein Lieblingsspiel ist momentan auch, dass er den Kopf auf meinen Bauch legt, mit einem Finger reinbohrt und immer wieder fragt: „Ey Baby, bist du wach?“ und mir geht das Herz dabei auf.

Die Ernährungsumstellung auf insulinfreundlich nervt mich auch noch sehr, aber es wird immer besser. Mittlerweile greife ich automatisch eher zu Käse und Butter und habe auch nicht mehr großartiges Verlangen nach meinem Suchtstoff Schokolade. Aber – und das findet die Waage auch nicht toll – wenn ich nachts aufwache, weil entweder ein kleiner Mann in mir randaliert oder die Blase drückt (oder letzteres die Folge von ersterem ist), muss ich etwas essen. Nicht viel. Ein Stück Apfel, ein Esslöffel Naturjoghurt, ein paar Nüsse, irgendwas. Denn der Magen knurrt dann wie verrückt und damit finde ich noch weniger in den Schlaf. Also kann ich wählen zwischen vor Hunger nicht schlafen oder Frust auf der Waage. Und Schlaf ist mir wichtig.

Im Allgemeinen habe ich jetzt im 3. Trimester wieder bessere Laune, auch wenn die Schwangerschaft täglich mehr einschränkt. Aber hey, in 5 Wochen wäre es kein Frühchen mehr und in 9 Wochen darf ich vielleicht sogar kuscheln. Und nach dem OK der Kinderarztpraxis kann ich, wenn alles glatt läuft, sogar ambulant entbinden. Das alles beflügelt dann doch sehr. Wer hätte gedacht, dass ich nochmal positive Worte für diese Schwangerschaft finde?

Herzlichst, die Julie

Schwangerschaftsupdate: 32. Schwangerschaftswoche mit Outing

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2 Comments

  1. Edith Lehner says:

    Liebe Julie,
    wie wär’s mit „Prinz“ oder „Pirat“?
    Liebe Grüße
    Edith

    1. Liebe Edith,
      jetzt komme ich (nach einigen Urlaubsdramen) doch mal zum antworten. Entschuldige bitte. Die Vorschläge nehme ich auf jeden Fall auf unsere Liste der Pseudonyme auf. Danke hierfür. 🙂
      Viele Grüße

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