erster Geburtstag: plötzlich kein Baby mehr
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Keks erster Geburtstag – plötzlich kein Baby mehr // Gedanken, Entwicklung und Geschenke

Es ist soweit. Im Hause Puddingklecks gibt es kein Baby mehr. Der Keks ist jetzt groß und sein erster Geburtstag ist heute. Dieser kleine Mensch, der so sehnsüchtig erwartet war, hat unser Leben nochmal komplett umgekrempelt. Auf den Kopf gestellt. Nach vier Kindern dachten wir, wir sind erfahren, wir schaukeln das (Baby) mit links. Und er uns gezeigt, dass man sich auch beim 5. Kind manchmal hilflos, verzeifelt und am Rande seiner Nerven befinden kann. Aber er hat uns auch gezeigt, wie schön es sich anfühlt, wenn ein kleiner Mensch nochmal alle Geschwister zusammenwachsen und an ihm wachsen lässt. 

Wenn aus schlimmen Erlebnissen Gutes entsteht

Ich hatte es damals, als ich darüber schrieb, dass unser Wunder nun da ist, schon angemerkt. Die Geburt, das waren die schlimmsten Stunden meines Lebens. Ich fühlte mich vergewaltigt, misshandelt und musste Todesangst ausstehen. Dieses Gefühl hat mich heute Nacht, nachdem ich lange nicht mehr daran denken musste, wieder komplett eingeholt. Ich lag wach, ich zitterte vor Wut, Verzweiflung und Angst.

Doch da lag dieses Wunder neben mir. Dieser kleine Mensch, der am Ende dieses schrecklichen Erlebnisses in meinem Arm lag. Dieser kleine Mensch, der so ungetrübt lacht und Liebe versprüht, als würde es rosa Wattebäusche regnen. Er kann nichts dafür. Er hat es sich nicht so ausgesucht, auf die Welt zu kommen und lange genug mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Und ich bin dankbar, dass er sich nicht daran erinnern kann und muss. Dass das einfach nicht hängen geblieben ist.

Damit muss ich noch umzugehen lernen. Damit, dass Gewalt im Kreißsaal noch immer an der Tagesordnung ist und Mütter entmündigt werden, wenn sie klar äußern, was sie NICHT wollen. Und ich hoffe, ich werde diesen Tag irgendwann nur noch mit meinem wundervollen Kind in Verbindung bringen und nicht mit der Panik, der Hilflosigkeit und dem Gefühl zu sterben.

Erster Geburtstag – ein willensstarker Wirbelwind feiert seinen Ehrentag

Ja, dieser kleine Mensch, mein Baby, das nun kein Baby mehr ist – obwohl, in meinem Herzen wird er das wohl noch ziemlich lange bleiben – hat mich viele Nächte gekostet. Vermutlich auch viele graue Haare. Mit jedem Tag entdeckt er seinen eigenen Willen ein kleines bisschen mehr. Er zeigt genau, was er möchte und was er total doof findet. Schlafen zum Beispiel. Richtig toll findet er dagegen, wenn er durch den Garten rennen kann.

Ja richtig, der Keks läuft seit knapp zwei Monaten und macht seine Umgebung unsicher. Dabei stackst er ganz putzig und freut sich des Lebens, wenn er sein Ziel erreicht hat. Seine neue Lieblingsbeschäftigung ist übrigens, in den Anhänger des Tretttraktors vom Frosch zu klettern und sich damit von ihm durch die Gegend fahren zu lassen. Aber bitte mit Tempo, sonst schimpft der kleine Kerl wie ein Rohrspatz!

Mittlerweile können wir sogar wieder ein bisschen besser Auto fahren. Sobald der Motor nämlich an ist und er in seinem Sitz, nicht mehr in der Babyschale, sitzt, ist er zufrieden und schläft nach wenigen Kilometern ein oder fordert lautstark was zu knabbern ein. Klar, so ne Fahrt macht schon hungrig.

Apropos knabbern: Der Keks hat schon 6 Zähne und die Backenzähne drücken auch schon. Kein Witz, die Kinderärztin hat das bestätigt. Kein Wunder also, dass die Nächte so anstrengend sind. Er hat eben auch einiges zu verarbeiten, nachdem er bei vielen Sachen ziemlich flott – für mich fast zu flott – unterwegs ist. 

Und habe ich schon erwähnt, dass er versucht, die ersten Worte zu bilden? Wenn er etwas möchte, der Keks, dann macht er die typischen Greifbewegungen und sagt immer wieder „habm“. Und es ist so süß. So zuckerzuckersüß! Ehrlich!

Außerdem liebt er Hüte und Tücher und alles, was irgendwie aus Stoff ist, muss über den Kopf gezogen werden. Auch die Unterhosen vom Papa, die er zuvor aus der Schublade geräumt hat. 😀 Sieht natürlich total schick aus. Der nächste große Hutdesigner ist in den Startlöchern. Fashion Week, wir kommen!

Wie wir den Tag verbringen werden

Wir hatten heute ein ausgiebiges Kuchenfrühstück – das hat Tradition seit dem ersten Geburtstag der Großen. Gerade wuseln die Schulkinder um ihre Schulaufgaben, die wir später abgeben wollen, während der Keks glücklich in der Lego Duplo Kiste sitzt und der Frosch Lernspiele auf dem Tablet spielt.

Wenn der kleine Kerl dann nach seinem ausgiebigen Fischstäbchenmassaker seinen Mittagsschlaf antritt, wird der Kuchen für den Nachmittag gebacken, von dem sich jeder, der vorbei kommt, ein Stück abholen darf – mit Abstand natürlich. Und abends wird gegrillt. 

Vielleicht werden zwischendurch auch seine Geschenke eingeweiht. Oder wir laufen mit ihm eine Runde. Oder wir sitzen einfach nur in der Wiese und essen Gänseblümchen. Aber wir lassen es uns heute richtig gut gehen.

Welche Geschenke der Keks zum ersten Geburtstag bekommt

Zum ersten Geburtstag sind ja eigentlich eh nur die Papiere außenrum interessant. So ist es zumindest immer hier. Aber nur Geschenkpapier verschenken? Nee, hier hat der Keks richtig abgestaubt und zwei richtig tolle Dinge bekommen. 

Nachdem der Keks nun schon immer wieder versucht, auf das Laufrad der größeren Geschwister zu klettern, bekam er dieses schicke Modell von XIAPIA* zum Geburtstag. Und seinen allerersten Flitzer* für die V-Tech-Bahnen seines Bruders, die das Christkind wohl für den Keks dann erweitern wird.  

Und jetzt darfst du raten, wer hier behelmt im Familienbett sitzt, darauf wartet, dass Papa das Ding zusammengeschraubt hat und nebenbei auf ein blinkendes gelbes Gesicht drückt, das Monster Truck-Lieder von sich gibt. 😀

Herzlichst, die Julie

 

Weitere Themen rund ums Baby findest du hier. Schau dich gern um!

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