18 Wochen schwanger - die 19. Schwangerschaftswoche mit dem 6. Kind während der Pandemie. Über Gelüste, Gefühle und die Entwicklung des Babys
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18 Wochen schwanger mit dem 6. Kind – Halbzeit in Sicht

Hallo Montag – und damit verbunden ein frisches Schwangerschaftsupdate zur 19. Schwangerschaftswoche mit dem 6. Kind. 18 Wochen schwanger. Das schreit ja schon fast nach Halbzeit oder? Zumindest ist das der Gedanke, der mich hier gerade durchhalten lässt. Alles absehbar.

Babybauch & Gewicht

Ich merke, dass das Bauchbaby bis etwa zum Bachnabel ausgebaut hat. Wenn ich liege, geht also alles andere auf meine Gelüstekappe. In den letzten Wochen habe ich aber auch gut gegessen, solange ich nicht mit Mr Kotzi beschäftigt war und dementsprechend ist mein Gewicht gestiegen. Aktion – Reaktion und so. Ich verzeichne also etwa 1 Kilo mehr als zum Start – und ein bisschen wurmt es mich, weil ich ja vom Keks noch die Kilos an mir habe. Aber mich beherrschen klappt halt auch nicht. Also hat das Würmchen nun eine Extraschicht wärmenden Winterspeck um sich, was ja bei teilweise -15 Grad auch nicht verkehrt ist oder?

18 Wochen schwanger mit dem 6. Kind. Babybauch bei Übergewicht

18 Wochen schwanger – mein Gemütszustand

Ich habe die letzten Tage unheimlich viel geschlafen. Also am Tag. Nachts lag ich wach, fand keine Schlafposition und durfte mit dem Becken kämpfen. Mein Kreislauf ist momentan auch nicht so toll und dazu kamen die Tage vermehrt wieder Kopfschmerzen. Ich bin in solchen Momenten unschwanger schon ziemlich genervt. Schwanger mit geballter Hormonladung ist jedes Aufwachen wie ein Wasserspritzer für Gremlins.

Immerhin weiß ich zu formulieren, wenn ich Auszeiten brauche und fordere die auch ein. Aber wirklich gut geht es mir nicht. Dieser Glow des zweiten Trimesters fehlt mir komplett. Nix da mit schöner Haut oder tollen Haaren. Ich fühle mich zeitweise wie eine trächtige Unke. Ach nee, die legen Eier oder? Naja, du weißt, was ich meine. 

Das Ganze liegt aber nicht an der Schwangerschaft allgemein (oder daran, dass mir immer noch so oft so unfassbar schlecht ist), sondern an der Allgemeinsituation. Das Krümelchen läuft einfach die meiste Zeit nebenher.

Kindsbewegungen in der 19. Schwangerschaftswoche

Dieses Gefühl, wenn du bewusst merkst, da knubbelt ein echter kleiner Mensch in dir. Das war nix anderes, sondern dieses Leben, das du in dir trägst – unbeschreiblich. Und diese Woche hatte ich es immer mehr. Jetzt warte ich tatsächlich einfach darauf, dass Manuel das Knöpfchen auch von außen spüren kann.

Gelüste & Abneigungen

Hach, alles, was mich momentan „anlachen“ würde, wären Dinge, die in der Schwangerschaft nicht so prickelnd sind. Ein gutes Glas eisgekühlter Eierlikör, ein Mettbrötchen, wachsweiches Ei …  Also ganz toll. Meine Vorliebe für Dosenobst ist allerdings bisher ungetrübt. Und Butterbreze. Butterbreze geht auch immer. Also, wenn sich nicht postwendend Sodbrennen einstellt.

Mittlerweile trinke ich auch ganz viel Tee. Allem voran Kamillentee, weil das ja den Magen beruhigen soll. Dafür habe ich Kaffee auf einen nicht erwähnenswerten Teil reduziert, weil die Quittung immer direkt kommt. Hab ich schon das Sodbrennen erwähnt?

Außergewöhnliche Kombinationen bleiben allerdings aus. Also klar esse ich im einen Moment Käse, im nächsten löffle ich Karamellcreme und kurz darauf Salatgurke. Aber das habe ich auch schon vor der Schwangerschaft so gehandhabt. Sowas wie Vanillepudding mit Röstzwiebeln bleibt dann doch außen vor. Wobei, jetzt, gerade als ich es schreibe. klingt es doch verlockend …. 😀

Allgemeines zur 19. Schwangerschaftswoche

Ich bin wahrscheinlich keine gute Mentorin, wenn andere werdende Mütter diesen Beitrag lesen. So gar nicht. Denn im Endeffekt nerven mich die Übelkeit, das Sodbrennen, die Beckenschmerzen und – tadaaaa – die Symphyse neuerdings auch. Ich weiß nicht, ob du Grumpy Cat noch kennst. Diese Katze, die durch einen Genfehler immer grimmig schaute. Naja, ich kann das auch so. Und manchmal hab ich auch schon so einfach morgens Bombenstimmung.

Nee, wirklich. Ich hab mir für diese letzte Schwangerschaft einfach erhofft, es ginge leichter von der Hand. Ich hätte weniger Mimimis und mehr Freude dran. Tatsächlich aber nervt mich dieses Rumgeeiere einfach nur. Und das, obwohl ich mich so sehr auf das Würmchen freue. Immer, wenn es sich bewegt, geht es mir gut. Es gibt mir Sicherheit. Aber das Ganze, das man eben unfreiwillig mitgeliefert bekommt, das macht mich wahnsinnig. Herrje, ich hab jetzt dann Halbzeit. Warum scheint mir nicht die Sonne aus dem Hintern?!

Die Geschlechterfrage steht ja auch noch aus, was vielleicht auch noch ein bisschen Unruhe mit sich bringt. Denn ich würde mein Bauchbaby einfach gern mit Namen ansprechen, um da eine nähere Verbindung aufzubauen. Also, nicht dass wir schon Namen hätten, aaaaber vielleicht wäre die Suche nach dem passenden dann nicht so irrwitzig anstrengend.

Was ich allerdings toll finde, ist, dass die Kinder nun nach und nach immer wieder nach ihren Babyfotos schauen und vergleichen wollen. Und sie interessieren sich sehr dafür, wie sie auf die Welt gekommen sind, auch wenn ich je nach Altersklasse bestimmte Details ausspare. Außerdem bemerken sie, dass der Bauch immer dicker wird, helfen hier also bewusst mit und übernehmen weiterhin Aufgaben, die ich jetzt als unangenehm empfinde.

Ich glaube aber auch, es gibt einfach schönere Zeiten, als während einer Pandemie schwanger zu sein. Der Austausch fehlt, die Vorfreude kann nur per Telefon oder Internet geteilt werden und man ist, abgesehen von den Arztbesuchen, mit seiner Schwangerschaft irgendwie allein. Nützt ja nix. Muss ich durch. Zumindest bis Juli.

Herzlichst, die Julie

 

Alles rund um die Schwangerschaft findest du hier. Schau dich gern um.

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2 Comments

  1. Melanie says:

    Liebe Julie,
    als ich letztes Jahr mit meinem sechsten Kind schwanger war, ging es mir genauso bescheidend wie dir. Irgendwann war es mit dem Kreislauf, der Symphyse, dem Rücken und noch anderen kleinen Spierenzchen so schlimm, dass ich liegend (komplett seitlich liegend) in Home-Office gearbeitet habe. Mein Mann sah mich so arbeiten und sorgte erst einmal für eine Krankmeldung (zum Glück). Aber: direkt ein paar Tage nach der Entbindung ging es mir dafür super. Ich habe die Schwangerschaft kein bisschen vermisst und die ersten Woche mit Baby sehr genossen. Also halte durch. Jetzt kommt ja bald der Frühling und alles wird schöner 😊 (da musste ich gerade direkt an Tomte Tumetott von Astrid Lindgren denken).
    Liebe Grüße Melanie 😊

    1. Liebe Melanie,
      ne Schwangerschaft ist in den meisten Fällen eh schon kein Spaziergang. Ich kann dir also nachempfinden, wie es dir da gegangen sein muss. Hier war es lustigerweise auch immer direkt mit der Geburt wieder gut.
      Ach, das wird schon. Muss ja 🙂

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