Schwangerschaftsupdate: 27. und 28. Schwangerschaftswoche, Babybauch. 7. Monat, Schwangerschaft
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Schwangerschaftsupdate: Ssw 27-28 // es wird beschwerlich

Und schon bin ich in der 28. Schwangerschaftswoche und habe noch knapp 13 Wochen bis zum Entbindungstermin. Die Zeit rennt irgendwie wie wahnsinnig und zwischendrin versuche ich, Luft zu schnappen und Pausen einzulegen. Mittlerweile wird auch alles beschwerlicher, anstrengender und der Glow der Schwangerschaft scheint wohl an mir vorüber gegangen zu sein. Immerhin ein Pickel am Kinn glüht, zählt das auch? Langsam aber sicher – oder eigentlich viel zu schnell – steuere ich auf das dritte Trimester zu und freue mich auf ein Ende.

Wal und Pinguin in einer Person? Ich!

Wirklich, es wird zusehends unangenehmer, mich im Alltag zu bewegen. Am Wochenende war ich auf einem Kinderfaschingsball und durfte drei Stunden auf einer Bierbank sitzen. Für die Mädels war es unheimlich toll, dass ich ihren Tanzauftritt sehen konnte. Für mich war das im Nachhinein mit ziemlich großen Schmerzen verbunden. Ich merkte schon so, dass das Becken diese Sitzgelegenheit alles andere als angemessen empfindet, aber dass ich danach vor Schmerzen in Tränen ausbrechen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Jeder Schritt tat weh, jede unbedachte Bewegung war wie ein Messerstich in die Symphyse und das Becken. Es ging gar nichts mehr.

Und auch sonst bin ich zunehmend mehr eingeschränkt. Lange stehen? Wenn ich danach einen neuen Rücken haben darf. Lange sitzen? Hallo Becken! Liegen? Wo ist mein Hebekran? Ich komme mir vor wie eine 80jährige Invalide. Meinen Pinguingang habe ich in der Zwischenzeit so optimiert, dass ich mich kaum verkleiden muss, um die Faschingszeit als gefiederter Freund im Frack zu überstehen. Das, was allerdings gut geht, ist die Badewanne. Mittlerweile brauche ich auch nur noch so wenig Wasser, dass es gar nicht ins Gewicht fällt, wenn ich alle 2 Tage drin liege. Nur das Rauskommen danach … Ähm joa … der Wal ist gestrandet, gell?

Ich hoffe also wirklich, ich kann beim nächsten Arztbesuch entweder eine Überweisung zum Physio abstauben oder bekomme einen Symphysengurt oder eine PDA für die kommenden 12 Wochen (wohl eher nicht :D). Irgendwie muss es doch machbar sein, zumindest einigermaßen schmerzfrei den Alltag zu bewältigen. Wenn ich da an unseren Urlaub in Prag denke, der noch bevorsteht, wird mir allerdings auch ein bisschen anders. Vielleicht findet sich ja ein netter Rikschafahrer vor Ort.

Ich bin in der 28. Schwangerschaftswoche. Langsam wird es beschwerlich und das dritte Trimester steht vor der Tür. Mein persönliches Schwangerschaftsupdate.

Babybauch & Kindsbewegungen

In meiner Schwangerschaft mit der Großen hat der Mann mir damals den Film „Alien“ gezeigt. Danach hatte ich wochenlang Albträume und ziemlich wirre Bilder im Kopf. Momentan fühle ich mich sehr dahin zurückversetzt, denn dieses kleine Wunder in mir randaliert sich langsam aber sicher nach draußen. Mit Vorliebe wird mein Bauchnabel nach außen geploppt. Außer wenn die Kinder oder der Herzmann fühlen wollen – dann ist es plötzlich gaaaanz ruhig.

Im Endeffekt ist es ja auch toll, dass das Baby so aktiv ist. Das zeigt, es geht ihm gut, es lebt und ich muss mir keine Sorgen machen. Ist es nämlich zulange ruhig, geht das Gedankenrad los. Lebt es noch? Habe ich etwas unbedachtes getan, gegessen, gesagt? Soll ich nicht doch lieber nachsehen lassen? Und dann kommt meist ein kleiner Stupser, so nach dem Motto „Mama, chill mal, alles gut. Ich bin da!“ und ich bin wieder beruhigt, bis es für mich zulange ruhig im Bauch ist.

Ich habe jetzt auch mal den Bauch von der 17. zur 28. Schwangerschaftswoche verglichen und da hat sich einiges getan oder? Zumindest komme ich mir überall etwas mehr vor – und die Waage bestätigt das leider auch.

Ich bin in der 28. Schwangerschaftswoche. Langsam wird es beschwerlich und das dritte Trimester steht vor der Tür. Mein persönliches Schwangerschaftsupdate.

Mein Gemütszustand

Gerade versuche ich wieder, so ein bisschen die innere Balance zu finden. Ich nehme mir früh morgens Zeit für mich, pflege soziale Kontakte und klinke mich aus, wenn mir etwas nicht passt. Das erleichtert zum einen schlechte Gefühle, weil ich nichts mehr wider meinem Willen mache (wie zum Beispiel Kuchen für andere backen, obwohl ich davon nichts essen darf) und zum anderen gibt es mir mehr Freiheit, die gewonnene Zeit für mich positiv zu füllen.

Klar nervt es mich tierisch, dass ich nicht mehr so kann, wie ich möchte und einiges dadurch zusätzlich auf der Strecke bleibt. Und auch meine Geduld, wenn es um (für mich gefühlte) Nichtigkeiten geht, ist ziemlich begrenzt. Habe ich außerdem schon den Schlafmangel bedingt durch die Schmerzen erwähnt? Aber nachdem ich es raus gelassen habe, hängt die Regenwolke nicht ewig über mir, sondern das Thema ist damit durch.

Mein Vorteil zu meinem Ich von vor 10 Jahren ist, dass ich meine Gefühle und vor allem meine momentane Hilflosigkeit ziemlich gut in Worte fassen kann, ohne ständig direkt an die Wand zu fahren. Das heißt aber nicht, dass das Pulverfass nie kurz vor der Explosion steht oder gar schon explodiert ist. Diese Hormone sind schon was tolles oder?

Gelüste & Abneigungen in der 27. & 28. Schwangerschaftswoche

Ich würde gern erzählen, ich habe irre Essensgewohnheiten, die ich sonst nicht habe. Aber Pustekuchen. Es macht mir unheimlich zu schaffen, am normalen Leben teilzunehmen, weil irgendwie überall irgendwo Zucker eingemogelt ist und ich den Kindern ja auch nichts vorenthalten will. Nicht, dass meine Kinder nur Junkfood essen, nur von Obst und Gemüse sind sie aber auch nicht begeistert. Aber, ohne Mist, ich sehne mich nach einem guten Stück Kaffeeschokolade. Nach Mousse au Chocolat – denn dieses Avocadogepampe schmeckt erstens schrecklich uns ist aus ökologischer Sicht eine Vollkatastrophe. Oder auch nach stinknormalen Nudeln mit Tomatensoße, weil die Vollkornvariante mir einfach nicht schmeckt, egal wie oft und in welcher Kombination.

Wenn man dann eben als Alternative ständig zu Käsewürfeln greift oder Nüsse nascht, merkt man das auf der Waage und das macht wiederum doofe Laune. Also nicht, dass ich Käse doof finde. Aber ich glaube jeder kennt das mit einem Verbot, dass man dann eben sämtliche Alternativen stopft – und am Ende noch immer die Gelüste auf das Verbotene da ist.

Dafür freunde ich mich langsam mit Vollkornbrot an und die Vollwertbäckerei in der nächsten Stadt hat auch ein wirklich leckeres. Das wird dann, wie im letzten Update schon erwähnt, mit Gurke und Kräutersalz und Frischkäse gemampft.

Ich bin in der 28. Schwangerschaftswoche. Langsam wird es beschwerlich und das dritte Trimester steht vor der Tür. Mein persönliches Schwangerschaftsupdate.

Shopping für das Baby & mich

Momentan miste ich ehrlich gesagt eher aus, als dass etwas dazu kommt. In den letzten Tagen haben wir unsere Babywiege und die Babyschale wieder aus dem Keller geholt und alles durchgewaschen, das der dicke Kater mit Haaren verschönert hat, als er unbemerkt in unseren Ramschkeller schlüpfen konnte. Das macht es alles ein wenig mehr greifbar und reell. In nicht einmal mehr drei Monaten ist Entbindungstermin.

Ansonsten gibt es nichts zu berichten, das ich angeschafft hätte. Ah, doch, stopp . Ich habe mich zumindest für eine Trage entschieden und werde sie, wenn das Konto es zulässt, bald bestellen. 🙂

Allgemeines zur 27. & 28. Schwangerschaftswoche

Langsam aber sicher wird es unbeschwerlich. Die Einschränkungen konnte ich anfangs noch recht gut weglächeln, mittlerweile nehmen sie mich zusehends mit. Auch mein Schlafbedürfnis und der Wunsch nach Ruhe wird immer stärker und ich überlasse dem Herzmann immer öfter das Feld, der dann tapfer meine Aufgaben mit erledigt.  Es fehlt also vollkommen die Energie, die so im zweiten Trimester angepriesen wird. Ich fühle mich eher wie ein Wal auf Valium.

Mittlerweile habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie und wo unser Baby zur Welt kommen soll. Nach und nach sammle ich Stichpunkte für meinen Geburtsplan, die mir wichtig sind. Denn nach 4 Geburten gibt es einiges, das ich nicht mehr erleben möchte.

Die Kinder bekommen ihr Geschwisterchen auch immer mehr mit, sehen das Baby im Speckmantel wackeln und finden es lustig, in den Bauch zu stupsen, damit es antwortet. Ich übrigens auch.

Der Frosch fragt momentan auch täglich, wann er endlich großer Bruder wird und ob das Baby nicht eher kommen mag. Also erkläre ich ihm seit Wochen, dass das Baby erst wachsen muss und wenn es bereit ist, macht es sich auf den Weg. Außerdem hört es ihn ja schon über den Bauch und kann sich so schon an den Frosch gewöhnen. Das findet dieser natürlich total kurios und kann es kaum glauben. Kurz darauf sagt er dann aber auch immer wieder „Gell, im Mai werd ich großer Bruder!“ und freut sich tierisch, bevor er wieder fragt, ob das Baby eher kommen mag.

Im Allgemeinen freue ich mich schon sehr auf die Geburt und jede Übungswehe macht mich ein wenig glücklich. Verrückt oder? Das „Danach“ ist allerdings in meinem Kopf noch in weiter Ferne. Das lasse ich dann auf mich zukommen. Ob ich wirklich so entspannt bleibe, wenn es los geht? Wer weiß. 🙂

Herzlichst, die Julie

Ich bin in der 28. Schwangerschaftswoche. Langsam wird es beschwerlich und das dritte Trimester steht vor der Tür. Mein persönliches Schwangerschaftsupdate.

Wie es mir bisher ergangen ist, kannst du übrigens >>hier<< nachlesen. Und andere Herzensthemen findest du >>hier<<. Viel Spaß beim Stöbern.

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