Werbung im Blog? Warum sie manchmal nötig ist und wie du Blogger unterstützen kannst, das erfährst du hier.
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Werbung im Blog? Echt jetzt? – Mal kurz Tacheles

Ich schreibe viel. Und ich schreibe gern. Ich glaube, du merkst es, wenn du durch meine einzelnen Blogbeiträge klickst, dass mir viel an „Puddingklecks“ liegt. In letzter Zeit jedoch – eigentlich ziemlich genau seit den Anfängen der Corona-Pandemie – sieht es hier ziemlich mau aus. Nicht mit den Buchstaben, denn die bekomme ich noch richtig gut hin (denke ich jedenfalls). Aber meine Einnahmen sind seit Covid_19 fast gleich Null. So wenig, dass ich mich nun dazu durchringen musste, Werbung im Blog zu schalten.

Wie Werbung?! Spinnst du?

Ja, ich weiß, ich wollte das eigentlich so niemals handhaben. Ich war ziemlich stolz darauf, dass dieser Blog eine werbefreie Fläche war – also von meinen ausgewählten Kooperationen abgesehen. Wirklich, ich fand es gut, dass ich mir aussuchen konnte, von wem ich bewusst Werbung verbreite. Dass ich Kooperationspartner durchleuchten und dir tolle Produkte, die den Elternalltag erleichtern, vorstellen und gleichzeitig Geld verdienen konnte.

Und nu? Tja, nun sitze ich hier und konnte mit Müh und Not die laufenden Kosten meines Blogbabys decken. Denn Kooperationen blieben nun einmal einfach aus. Weil viele Firmen während Corona Angst vor der Reaktion der Kunden haben. Aber auch, weil ich diverse Zusammenarbeiten ablehnen musste, da ich nicht bereit war, dir ein Produkt vorzustellen, das mich im Endeffekt selbst nicht überzeugt oder ich mich hätte so verbiegen müssen, dass das nicht mehr „Ich“ gewesen wäre.

Kurzum: Ja, vielleicht spinne ich. Und ich kann mir auch denken, dass du es ziemlich mistig findest, dass hier nun plötzlich zwischen den Zeilen Werbung aufploppt – ich finde es ja selbst auch nicht gerade optimal.

Aber solange der Goldesel nicht vor meiner Haustür steht, solange hier keine Zusammenarbeit zustande kommt (an dieser Stelle ein „Hallo“ an alle interessierten Firmen, dies ist ein Wink mit dem Zaunpfahl 😛 ), die zu mir UND zu dir passt, solange die Kosten weiterlaufen, müssen wir beide da eben in den sauren Apfel beißen.

Ich kann verstehen, dass du das doof findest und vielleicht eher das X oben rechts drückst, weil es dich stört. Vielleicht siehst du es durch Ad-Blocker eh schon nicht und fragst dich, warum ich hier so ein Fass aufmache.

Werbung im Blog? Nun mal Tacheles!

Ich finde es wichtig, mich zu erklären, auch wenn es eventuell nicht nötig wäre. Denn ich habe an mich den Anspruch, dass ich hier – wie auch im echten Leben – ehrlich und transparent handle. Vielleicht nicht nachvollziehbar, aber immerhin transparent.

Denn du wirst wahrscheinlich auch dafür bezahlt, wenn du jeden Morgen zur Arbeit antrittst. Du möchtest auch für deine Mühe, deine Zeit und dein Engagement entlohnt werden. Du möchtest es vielleicht nicht nur, sondern du musst es, damit du über die Runden kommst. Von Luft und Liebe kann eben keiner auf Dauer leben. Und dieser Blog hier, der vor vier Jahren als Sammelsurium für meine Gedanken startete, ist eben mein Job. Meine Arbeit. Hiermit unterstütze ich unsere Familie finanziell und ermögliche den Kindern den ein oder anderen Traum.

Und wenn du mich unterstützen möchtest – so wie viele andere Selbstständige, die dank der Pandemie ins Rudern geraten und ans Aufhören denken – überlies die Werbung im Blog oder klicke sogar drauf, wenn das Thema dich interessiert. Das tut dir nämlich nicht weh und hilft mir finanziell weiter.

Ich hoffe für mich (und dich als mein Support), dass bald wieder spannende Aufträge eintrudeln, die „Puddingklecks“ wieder ein wenig werbefreier werden lassen. Denn ich schreibe noch immer unheimlich gern. Außerdem habe ich Spaß am Kreieren von neuem Content und Ausprobieren von Dingen, die das Familienleben bereichern können. Ich mag es hier. Auch mit Werbung. (Hier kannst du übrigens nachschauen, wie ich Kooperationen beispielsweise umsetze.)

Danke für deine Zeit, danke für dein Verständnis! 
Herzlichst, die Julie

 

Wenn du mich weiter unterstützen möchtest, folge mir gern auf FacebookInstagram oder Pinterest.

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8 Comments

  1. Uta Brachhoff says:

    Ich kann damit leben! Irgendwie müssen Du und die Familie über die Runden kommen. Und diese immer-billig-alles- kostenlos Mentalität erschwert vieles.

    1. Danke, liebe Uta! <3

  2. Hallo Julie,

    Mir wurde der Artikel bei Twitter um die Ohren gehauen. Ich bin ehrlich, ich kenne deinen Blog sonst nicht.

    Ja, Werbung ist bäh. Ganz böse und der Teufel persönlich. Aber wie soll das sonst gehen?

    Soweit ich gesehen habe, wurde der Artikel nicht durch Werbung zerschnitten. Das ist gut. Und irgendwie müssen wir ja alle Geld verdienen.

    Ich schreibe meinen Blog neben meiner Arbeit. Ich bin nicht auf Einnahmen angewiesen. Aber es freut mich jedes Mal, wenn ein bisschen Geld rumkommt.

    Natürlich habe ich das auch mitbekommen, dass es mit sponsored Posts gerade mau aussieht. Deshalb ist es gut, dass du das deinen Lesern genau so erklärt hast.

    Hoffentlich erntest du nicht solche Kommentare wie „Ist doch deine Schuld, dann schreib doch nichts ins Netz“. Denn das ist komplett am Thema vorbei.

    Also alles gute. Vielleicht geht es ja bald wieder aufwärts.

    1. Danke für dein Feedback, Henning!
      Bisher war die Reaktion zum Glück durchwegs positiv. Ich finde es aber auch wichtig, da einfach transparent zu bleiben.
      Viele Grüße

  3. Hi,
    ich hatte auch mal Werbung im Blog, habe aber festgestellt, dass während Corona auch damit die Einnahmen so gesunken sind, dass ich die Nachteile größer fand, als dass es was eingebracht hätte. Einblendungen dafür, dass es 2 Cent am Tag brachte? Vielleicht hatte ich auch nur die falsche Plattform.
    Ich gucke definitiv bei dir weiter ins Blog. Mich stört nur die weit verbreitende Schleichwerbung und das gibts bei DIR eben nicht. Da Werbung klar erkennbar ist: kein Problem.
    Liebe Grüße

    1. Hach du Liebe,
      danke für deine Worte. Nee, ich guck da schon, dass alles klar deklariert ist. Mal schauen, wohin die Werbereise führt…

      Viele Grüße

  4. Liebe Julie,
    ich finde es super, dass du das Thema ansprichst und für dich deine persönlichen Konsequenzen gezogen hast!
    Ich denke für viele ist es gar nicht unbedingt greifbar, dass auch ein „Home Office“ Job als Blogger weitreichende Auswirkungen abkriegt.
    Ich drücke uns die Daumen, dass die Werbepartner neue Strategien entwickeln, die uns wieder zusammenbringen und dass das mit den Anzeigen funktioniert.

    1. Vielen Dank, liebe Nora!
      Ich hoffe inständig, dass sich das Ganze bald wieder erholt und gibt. Mir war es wirklich wichtig, zu zeigen, dass nicht nur „sichtbare“ Jobs betroffen sind und es einen Grund gibt, warum hier nun Werbung aufploppt.

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