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Was du für dein Baby brauchst // Meine Babyliste

Mittlerweile habe ich noch knapp 15 Wochen, bis das Baby schlüpfen sollte. Natürlich halten sich die Bauchbewohner selten an eine termingerechte Räumungsfrist, aber es ist absehbar, dass wir unser 5. Wunder im Arm halten. Nachdem ich aber bei den ersten Kindern so einige Anschaffungen hatte, die man absolut nicht braucht, möchte ich für alle Schwangeren eine minimalistische Liste zusammen stellen, was wirklich nötig ist und von unseren Erfahrungen berichten. Vielleicht hilft die Babyliste ja der ein oder anderen werdenden Mama, den Überblick zu behalten. Allerdings werde ich keine Marken angeben, denn da hat wohl jeder seine Vorstellung, was er seinem Kind leisten kann und möchte.

Und – das ist mir noch wichtig, es vorab zu sagen – jeder Mensch ist anders. Ich habe jetzt von vielen gehört, dass manches, das ich als unabdingbar empfinde (wie das Stillkissen oder das Babybett – wenn auch nur als Schutz vor den Geschwistern) für andere absolut überflüssig war. Im Endeffekt musst noch immer du entscheiden, was du als sinnvoll erachtest.

Größere Anschaffungen:

  • Ein Beistellbettchen mit Matratze und Moltonunterlage – alternativ ein normales Babybettchen, bei dem man die Höhe verstellen kann, um das Baby sicher abzulegen, wenn man mal alleine auf die Toilette möchte. Du brauchst KEIN Nestchen, KEINEN Himmel. Das sind Dinge, die erhöhen nur das Risiko, dass das Baby schlecht/keine Luft bekommt. Spannbettlaken dürfen allerdings nicht fehlen.
  • Eine Wickelauflage oder einen Wickeltisch – Wir hatten, bis auf die Babyzeit vom Frosch, ganz einfach zwei günstige Kommoden mit dem Rücken zusammengestellt und darauf die Wickelauflage gelegt. Das hat wunderbar gereicht.
  • Eine Babyschale – Ein Muss, wenn man auf das Auto angewiesen ist. Hier am besten zu den Zwergperten oder den Kindersitzprofis gehen und sich beraten lassen. Die großen Babyfachmärkte haben oft keine Ahnung. Passend dazu sollte auch der Sonnenschutz für die Autoscheibe nicht fehlen.
  • Kinderwagen/Tragetuch – Hier kommt es wirklich darauf an, womit du dich wohler fühlst. Achte beim Kauf darauf, dass der Kinderwagen auch zu deiner Lebensumgebung passt (passende Reifen, Regenschutz etc.). Mir war außerdem wichtig, dass ich den Kinderwagen später auch als Buggy verwenden und die Fahrtrichtung fürs Kind ändern kann. Für das passende Tragetuch informiere dich am besten über eine Trageberaterung in deiner Nähe.
  • Das Babyphone – Da kommt es auch auf deine Vorlieben an. Mir reicht bis heute ein schlichtes Babyphone, das anspringt, wenn das Baby weint. Ohne Kamera, ohne Schnickschnack.

Im Allgemeinen braucht das Baby anfangs weder ein eigenes Zimmer noch großartig Möbel. Die Kleidung und Pflegeprodukte der Mäuse haben wir immer in unserem umfunktionierten Wickeltisch unter gebracht, bis sie etwa 2 waren. Und das Wunschkind ist ja eh in der Regel erstmal bei Mama und Papa und braucht die Nähe mehr als die eigenen vier Wände.

Wenn du vorhast zu stillen:

  • 4-5 Still-BHs – Wenn du nicht jetzt schon auf die bequemen größeren Still-BHs umgestiegen bist, hol dir am besten ein paar Wochen vor der Geburt welche mit 1-2 Nummern größer, denn wenn der Milcheinschuss ist, schwillt die Brust meist nochmal ordentlich an. Da gibt es von supergünstigen im Drogeriemarkt bis zu teuren im Fachmarkt so ziemlich überall was.
  • Stilleinlagen – Es kann sein, dass die Brust anfangs (oder wie bei mir die ersten Monate) ausläuft, weil die Brust fleißig Milch produziert. Da sind Stilleinlagen, ob aus Seide oder Baumwolle, ob Wegwerfprodukt oder waschbar, unabdingbar, wenn man nicht ständig die ganze Garderobe wechseln möchte.
  • Ein Stillkissen – Das brauche ich schon während der Schwangerschaft, damit ich angenehm auf der Seite liegen kann und das Becken entlastet wird. Später lege ich dort das Baby ganz gern ab und weiß, es ist geschützt.
  • Brustwarzensalbe & Heilwolle/ Multi Mam Kompressen– Aller Anfang ist schwer und in der Regel schmerzhaft. Da helfen Brustwarzensalbe und Heilwolle wirklich Wunder.

Wovon ich abrate (das aber rein subjektiv, denn ich bin kein Fachmann): Du brauchst weder schon Fläschchen auf Vorrat (außer du möchtest, dass dein Partner ab und an eine Schicht übernimmt, damit du dich erholen kannst), noch brauchst du Tees für Babies. Die Muttermilch allein reicht in den ersten Monaten als Nahrung und Getränk vollkommen aus. Sollte es mit dem Stillen dennoch nicht klappen, kann man noch immer zur Drogerie gehen und sich dort eindecken. Milchpumpen kann man, wenn man nicht vorhat, direkt zu stillen, in der Apotheke ausleihen. Da würde ich aber nochmal mit der Hebamme oder Stillberaterin reden.

Wenn du vorhast, Ersatznahrung zu nutzen:

  • Eine Handvoll Fläschchen mit passendem Aufsatz – Ausgekocht werden sie ganz einfach im Kochtopf. Wir haben sie allerdings in die Spülmaschine gepackt.
  • Säuglingsnahrung – Wir haben, wenn es mit dem Stillen nicht mehr klappen wollte, auf Pre-Nahrung zurück gegriffen. Hier wurde die teure schlechter vertragen als günstige. Aber je nachdem, wie das Krankenhaus/Geburtshaus eingestellt ist, kannst du eventuell für die ersten Tage daheim deren Produkt mitnehmen und das dann nachkaufen. Das wäre am besten fürs Babybäuchlein.
  • Eine gut isolierte Thermosflasche – Gerade nachts ist es praktisch, wenn man nicht erst mit dem Wasserkocher experimentieren muss, sondern das schon abgekochte Wasser zum Anrühren verwenden kann, ohne die Flasche zu heiß oder zu kalt zu servieren.
  • eventuell Beruhigungssauger – Wobei ich hier wirklich sagen muss, meine Kinder haben – bis auf die Älteste – den Schnuller komplett verweigert.

Klar kannst du noch einen Fläschchenwärmer oder einen Sterilisator holen, aber gebraucht haben wir das nie und uns im Nachhinein geärgert, dass wir das gekauft haben. Und auch hier gilt, die Säuglingsnahrung reicht eigentlich völlig aus. Es braucht keine Tees oder Babysäfte oder anderes in den ersten Wochen und Monaten.

Kleidung für dein Neugeborenes:

  • 6-8 Langarmbodies in 50/56 – Am besten fand ich Wickelbodies, denn die muss man nicht über den Kopf des Babys ziehen und kann sie bequem umwickeln.
  • Eine Handvoll Babysöckchen
  • 6-8 Strampler in 50/56 – Ich mag ja persönlich die Strampler mit Fuß ganz gern, weil da nix verrutschen kann. Außerdem sind Babystrampler toll, die man im Schritt öffnen kann. Das erleichtert das Wickeln ungemein.
  • 2-3 Mützchen in 37, bzw 39
  • 1-2 dünne Jäckchen
  • 2 Schlafsäcke mit herausnehmbarem Innenleben, damit es für jede Temperatur passt
  • nicht unbedingt Kleidung, aber dennoch unabdingbar: Spucktücher – Ob als Schutz beim öffentlichen Stillen, als Kleidungsschutz beim Aufstoßen oder als dünnes Deckchen, wenn es im Sommer langsam kühler wurde, war das der Hit.

Das ist soweit die Grundausstattung. Und dann musst du eben schauen, je nach Jahreszeit, was sonst noch benötigt wird. Im Sommer sind zum Beispiel ein paar Kurzarmbodies nicht schlecht, wenn es unheimlich warm ist. Im Winter braucht es dickere Mützchen und am besten einen warmen Overall aus Naturmaterialien, Fäustlinge und einen Wintersack für die Babyschale und den Kinderwagen.

Alles in allem solltest du darauf achten, dass alle Sachen, wenn du sie neu erwirbst, mindestens zweimal gewaschen sind, damit die Schadstoffe sich nicht mehr in der Kleidung halten. Ich persönlich habe gern auf Second Hand zurück gegriffen, damit ich mir da weniger Gedanken machen muss. Außerdem wachsen die Mäuse so schnell aus den Sachen raus, dass sie auch gebraucht oft noch wie neu aussehen.

Allgemeine Produkte für das Baby und dich:

  • 2-3 Badetücher für den Wickeltisch als Unterlage
  • 2-3 Badetücher für das Baby nach einem warmen Bad
  • Ein Badethermometer 
  • Ein Fieberthermometer – Am besten fürs Ohr, das ist am unkompliziertesten.
  • 5 Waschlappen
  • Erstlingswindeln – Hier haben die Windeln vom Drogeriemarkt selbst übrigens immer besser gehalten, als die Markenprodukte.
  • Feuchttücher – Dabei ist mir wichtig, dass keinerlei Parfüm oder anderes am Babypo landet.
  • Ein Windeleimer – Das müssen nicht diese exklusiven „Wir drehen jede Windel extra ein“-Eimer sein, sondern nur einer, der gut schließt und geruchsdicht ist.
  • Kirschkernkissen/Wärmflasche – So kleine Babies haben anfangs oft Bauchweh, da hilft ein wärmendes Kissen auf dem Bauch meist recht gut.
  • Kümmelzäpfchen – Nicht unbedingt ein Pflegeprodukt, aber immer die Rettung in größter Not, wenn das Kirschkernkissen versagt hat.
  • Wind- und Wettercreme – Hierbei wirklich darauf achten, dass keinerlei seltsame Zusatzstoffe drin sind. Die Haut soll bei Wind und Kälte geschützt und nicht mit unnötigem Zeug überlagert werden.
  • Große Baumwohlunterhosen und passende Damenbinden OHNE Beschichtung – Egal, wie du entbindest, es muss im Anschluss bequem sein und das Blut aufnehmen.

Was ich gänzlich außen vor gelassen habe, sind Badezusätze. Manch einer mag sie, ich finde sie für Babies absolut überflüssig und habe bis zum ersten Geburtstag nie etwas in die Richtung verwendet. Auch Babybürsten und Massagehandschuhe für Babies empfinde ich weder als nötig noch als sinnvoll.

Was nicht unbedingt nötig ist, aber uns im Alltag mit Neugeborenem sehr geholfen hat:

  • Eine Spieluhr – Na gut, in erster Linie hat es den Geschwistern geholfen, sich dem Baby näher zu fühlen und sich mit einzubringen, wenn das Baby unruhig wurde. Aber das zählt doch auch oder?
  • Sudocreme – Nachdem die Große als Baby einen verdammt wunden Po hatte und auch die Tipps der Hebamme nicht halfen, riet man mir in einem Elternforum zur Sudocreme. Und siehe da, binnen weniger Tage war alles wieder gut. Wir haben sie übrigens bis heute in Gebrauch. Ob für meinen Fuß, um die Narbe geschmeidig zu halten oder wenn der Frosch mal wieder Ausschlag von der Kälte bekommt, ich finde sie unheimlich toll.
  • Paracetamolzäpfchen haben wir immer im Haus. Allerdings gibt es die nur nach Absprache mit dem Kinderarzt.
  • Die Wippe war mein bester Freund, als die Prinzessin schlüpfte. So konnte sie den Raum überblicken, während ich die damals 17 Monate alte Schwester mit einem Buch oder Stiften beschäftigte. Ob ich mir diesmal wieder eine holen werde, weiß ich nicht. Unsere haben wir nämlich verkauft, als wir dachten, die Familienplanung sei abgeschlossen. Sag niemals nie…. 😀
  • Eine Wickelunterlage/ein Moltontuch für unterwegs, damit das Neugeborene nicht überall mit nacktem Po auf fremdem Grund liegen muss.

Was es wirklich nicht braucht:

  • Kleidchen und Hemdchen mit Kragen oder Dingen, die das Baby am Rücken drücken: Sieht zwar putzig aus, ist aber absolut umständlich, unbequem und absolut nicht babytauglich.
  • Babyschuhe: sehen ja ganz putzig aus, sind aber unnötig wie ein Kropf. Dann lieber nochmal ein Paar warme Söckchen oder gefütterte Lederpuschen drüber.
  • Die Babybadewanne, denn die wurde innerhalb kürzester Zeit zur Wäschewanne umfunktioniert. Entweder die Mäuschen waren bei mir auf dem Arm mit in der Dusche oder wurden im Waschbecken gewaschen. Später lagen sie dann zwischen den Beinen mit in der Badewanne.
  • Spielzeug für die ersten Wochen. Nein ehrlich, das Baby schläft, isst und weint die ersten Wochen, aber es hat weder Interesse an Rasseln (die können nämlich erstmal ordentlich Angst machen) noch an anderen Dingen. Da reicht die Nähe zu den Eltern und deren Nase absolut als Unterhaltung aus.
  • Hier kommt es wirklich darauf an, wo man wickelt und wie warm es ist, aber ich habe bei keinem einzigen Kind eine Wärmelampe oder einen Wärmestrahler gebraucht.
  • Die Wickeltasche habe ich mir zum Beispiel beim dritten Kind dann doch eingebildet. Benutzt habe ich sie so gut wie war nicht und seitdem hängt dieses gute Stück, das ich als wirklich teuer empfunden habe, in der Garderobe. Einzig die mit vorhandene Wickelunterlage wurde rege benutzt.
  • Ungebetene Gäste: Das hat jetzt nicht wirklich etwas mit Shopping fürs Baby zu tun, aber ist dennoch wichtig. Wenn du am Anfang keinen Besuch möchtest, teile das mit und lasse die ungebetenen Gäste notfalls von deinem Partner abwimmeln. Besuch darf kommen, wenn DU dich damit wohl fühlst!

*****

Die Babyliste wurde nun doch etwas länger. Aber immerhin hast du jetzt einen guten Überblick, was ich wirklich als nötig empfinde und was nicht. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps etwas weiterhelfen und die Anschaffungen für dein Wunschkind fallen dir jetzt einfacher.

Eine Packliste für die Krankenhaustasche habe ich jetzt nicht angehängt, aber wenn Bedarf dafür besteht, kann ich das gern auch noch tun. Schreib mir einfach in die Kommentare, wenn du dir das wünschst.

Herzlichst, die Julie

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