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Schwangerschaftsupdate: Ssw 26 // der Glucosetest und seine Folgen

Gerade befinde ich mich mitten in der 26. Schwangerschaftswoche. Eine turbulente Woche mit einigen tollen und negativen Erkenntnissen und Erfahrungen. Dinge, die mich emotional aufgewühlt haben und Murphy, der wohl seinen Spaß hat(te). Deshalb wird dieses Update ein bisschen anders. Weniger Plüsch, mehr Fakten und vielleicht auch ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. Und ich finde, man darf in der Schwangerschaft dann doch jammern und sich beschweren. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gestationsdiabetes oder nur heiße Luft?

Ich habe ja im letzten Update schon Andeutungen gemacht, dass ich wohl mit Gestationsdiabetes gesegnet bin. Nachdem der kleine Zuckertest auffällig, also minimal höher, war, wurde der große Zuckertest angesetzt, bei dem exakt das selbe Spiel war. Keine große Abweichung, sondern immer im Rahmen von 1-4 Punkten. Daraufhin wurde ich regelrecht panisch gemacht, ich solle direkt einen Termin beim Diabetologen machen – am besten schon gestern und man müsse direkt aktiv eingreifen und handeln.

Das Ende vom Lied war eine total nervöse Julie, die ein paar Tage später in einer völlig fremden Arztpraxis saß und sich die wildesten Dinger zusammen fantasierte. Die Praxis war wirklich toll und der Arzt strahlte solche Ruhe aus, dass ich selbst auch direkt durch seine Anwesenheit und Art beruhigt wurde. Ich habe also (Zitat) „mit dem nackten Arsch die Hürde gerissen“ und muss jetzt lediglich darauf achten, weißen Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate zu vermeiden. Passend, dass ich mich mit der Ernährung als Ernährungsberaterin schon auseinander gesetzt und letztes Jahr auch einige Zeit danach gelebt habe. (Rezepte hierfür findest du >>hier<<.)

Man kann sich ausmalen, welche Felsbrocken mir da vom Herzen gekullert sind oder? Kein Gestationsdiabetes, sondern lediglich eine minimale (puh, wie hieß das noch gleich?) Insulinresistenz durch die Schwangerschaftshormone. Und die Blutzuckerkontrolle alle vier Wochen nehme ich dann natürlich mit Handkuss entgegen.

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Die Begleiterscheinungen der Schwangerschaft häufen sich

Lange stehen oder Laufen geht momentan gar nicht mehr. Das Becken streikt ziemlich schnell und auch die Symphyse wird von Tag zu Tag schmerzhafter. Mitterlweile komme ich mir vor, als hätte die Schwangerschaft mich um etwa 40 Jahre altern lassen und ein Rollator wäre nicht schlecht. Oder so ein Hebekran, der mich durch eine Schiene mit Seilwinde von Ort zu Ort bringt. Denn das Aufstehen aus einer liegenden Position – und wenn es nur 5 Minuten auf dem Sofa sind – ist mittlerweile so schmerzhaft, dass ich mir auf die Unterlippe beiße, um nicht aufzujaulen, wie eine getretene Katze.

Aus grauer Vorzeit von den anderen Schwangerschaften kenne ich das auch noch vage. Aber ich hatte es wirklich nicht so schmerzhaft in Erinnerung. Und dadurch, dass ich so eingeschränkt bin und viel mehr möchte, als ich kann, kippt leider die Laune öfter. Also meine. Meist versuche ich dann, mir selbst zuzuflüstern, dass die Zeit ja bald vorüber ist, aber oft hilft dann nur lautes Fluchen, eine Umarmung vom Herzmann oder die Decke überm Kopf.

Und dieses doofe Sodbrennen breitet sich gerade wieder extrem aus. Gerade, wenn man sich hinlegen möchte, weil die Symphyse wieder spinnt, passt das natürlich wie die Faust aufs Auge und Murphy lacht. Ob das mit der Lage des Babies zu tun hat oder ich einfach mehr auf Mineralwasser verzichten sollte, weiß ich allerdings nicht. Aber es ist verdammt unangenehm zum Einschlafen, wenn die einzige Seite, auf der nix wehtut, mit Sodbrennen bestraft wird.

Ja, ich weiß, letzte Woche schrieb ich noch, es ist alles im grünen Bereich. Aber hey, Hormone sind da eben nicht ganz so einfach zu händeln, wie der rationale Kopf das gern hätte.

Babybauch und Kindsbewegungen

Von der Bauchgröße her, finde ich, hat sich gar nicht wirklich was zur Vorwoche gemacht. Aber das Baby randaliert von Tag zu Tag mehr und man sieht es auch richtig gut von außen, wenn der Speckmantel wackelt. Mittlerweile wird es dann auch ab und an unangenehm, wenn man plötzlich mit zusammengekniffenen Beinen dasteht, weil gerade so doof in die Blase geboxt wurde, dass man das Gefühl hat, inkontinent zu sein. Außerdem sind immer mehr Bewegungen über dem Bauchnabel. Auf die Rippenpartie freue ich mich aber ehrlich gesagt nicht wirklich und hoffe, das bleibt mir noch ein Weilchen erspart.

Meine exakt 5 Kilo mehr halte ich bisher ganz tapfer, auch wenn ich das Gefühl habe, die Finger und Fußgelenke schwellen langsam aber sicher an. Zumindest geht der linke Schuh, wo ich mir vor zwei Jahren den Fuß gebrochen hatte, nicht mehr zu und der Ehering bleibt am Finger.

Shopping für das Baby und mich

Der Herzmann hat mich tatsächlich im Laufe der letzten Woche mit Stillpads und Brustwarzensalbe überrascht. Nachdem ich jedesmal am Anfang beim Stillen so gejammert haben soll (komisch, ich kann mich nicht mehr daran erinnern 😀 ), wollte er diesmal vorbeugen und hat vorgesorgt. Ich finde es ja total süß, aber irgendwie geht mir das zu schnell.

Ansonsten habe ich mittlerweile drei Babytragen in der näheren Auswahl und muss mich nur noch für das passende Design entscheiden. Ja, ich möchte wieder tragen, denn es ist schon toll, wenn man beide Hände frei hat und keines der Geschwister jammern kann, es möchte auch in den Wagen. Da bin ich ganz egoistisch unterwegs. 😀

Oh und ich hab ein tolles Kochbuch von Nelson Müller hier, das mit der Diabetologe mitgegeben hat. Zählt das zu Shopping? Also eigentlich ja ein Schnäppchen, weil kostenlos oder? 🙂

Für die Kommode und auch die Raumaufteilung hatte ich die letzte Woche dann so gar keinen Kopf mehr frei. Das werde ich in den nächsten Tagen und Wochen auch angehen, damit wir da eine hübsche Lösung finden. Klar wird das Baby erstmal bei mir schlafen und braucht weder ein eigenes Zimmer noch großartig Möbel oder Spielzeug. Dennoch rattert mein Kopf da weiter und will auch alles für die Zeit nach den ersten Wochen und Monaten schon festlegen.

Die Babyliste mit Dingen, die ich persönlich als sinnvoll erachte, habe ich natürlich nicht vergessen. Sie ist zumindest schon in Produktion und wird in den nächsten Tagen hier in den Blog rutschen. 🙂

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Meine Gelüste in der 26. Schwangerschaftswoche

Ja, ähm, das ist ein Thema, das mir gerade wirklich zu schaffen macht. Ich achte ja schon so eigentlich relativ gut darauf, was ich esse, was mir gut tut und was ich meiden sollte. Jetzt durch meinen Besuch beim Diabetologen sind natürlich einige Dinge einfach tabu. Ein Brot mit Nusscreme zum Beispiel, das mir ab und an als Nervennahrung gedient hat. Oder mein heißgeliebter  (instant) Cappuccino. Und wenn etwas tabu ist, ist es eben doppelt interessant. Ich geistere nun also ständig um den Kühlschrank, um die Frühstücksschublade und die Schokovorräte der Kinder und darf dann doch nicht. Das ist erstens total gemein und zweitens irgendwie frustrierend. Mein Versuch, einen zuckerfreien Tassenkuchen herzustellen, ging dann natürlich auch in die Hose und so wurschtel ich mich eben durch den Tag, während Sahnetorten, Gummitiere und Nusscremes durch meinen Kopf spuken.

Was dagegen diese Woche mein absolutes Ding war, war Gurke mit Kräutersalz und Frischkäse. Alles, was mit Kräutersalz gewürzt ist, ist gerade meins. Also auch Kartoffeln, Tomaten und sämtlicher Käse, der gerade in der Schwangerschaft erlaubt ist. Zum Glück geht das auch mit der Ernährung, die der Arzt mir aufgebrummt hat, konform.

Total unattraktiv sind für mich übrigens gerade sämtliche Aufläufe, warmes Gemüse und Dinge mit Käse überbacken. Dann lieber Suppen, Kartoffeln mit Quark oder einfach nur ein paar Nudeln unter einen bunten Salat gemischt. Je einfacher, desto besser.

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Allgemeines zur 26.  Schwangerschaftswoche

Ich verspüre Erleichterung, dass der Gestationsdiabetes nicht zutrifft. Jedoch nimmt das dann doch etwas Leichtigkeit aus der Schwangerschaft, weil nun einfach viele neue Dinge zu beachten sind. Darf ich dies und jenes noch essen? Wie mache ich das am Geburtstag von Freunden und Verwandten? Und warum wird jedes verdammte einzelne Brot, dass es geläufig zu kaufen gibt, mit Malzextrakt oder anderem Mist dunkel gefärbt, um dem Verbraucher etwas vorzugaukeln? Du merkst, das Thema Ernährung spielt gerade eine große Rolle – und nervt mich.

Alles in allem scheint sich mein Bauchbewohner aber gut zu entwickeln, ist ziemlich aktiv und weckt mich auch gern nachts, wenn meine Liegeposition nicht genehm ist. Dass ich das Baby so oft und so intensiv spüren darf, ist ein tolles Gefühl. Und auch die Kinder fragen mehrmals täglich, ob es denn gerade wach ist und legen ihre Ohren an meinen Bauch, um zu hören und spüren, ob sich da was tut. Mittlerweile bekomme außerdem nicht nur ich einen Tschüss-Kuss, wenn die Mädels das Haus verlassen, sondern das Baby über den Bauch auch. Und ich finde es wahnsinnig schön und berührend, wie sehr sie ihr Geschwisterchen schon jetzt ins Herz geschlossen haben.

Ansonsten wird es eben langsam anstrengend. Ich schnaufe wie ein Postgaul, wenn ich Treppen steige, hake mich beim Spazieren am liebsten ein, damit ich noch annähernd Schritt halten kann und muss Haushaltstätigkeiten öfter unterbrechen, weil der Kreislauf nicht so ganz mag. Zum Glück bekomme ich jede Menge Verständnis entgegen gebracht und keiner beschwert sich über die maulende Myrthe, ähm nee, Julie.

Und hey, wirklich nur noch knapp 15 Wochen bis zum Entbindungstermin. Das ist wirklich abseh- und stemmbar oder?

Herzlichst, die Julie

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