Gedankenwelt, Life

Gedanken zum Valentinstag

Eigentlich wollte ich dir Tipps und tolle DIY-Ideen für den Valentinstag geben. Ich habe mich sogar schon auf die Suche gemacht. Und dann fiel mir auf, dass ich eigentlich so gar nichts vom Valentinstag halte. Er geht mir, gelinde gesagt, am Wohlstandshintern vorbei.

Brauche ich wirklich einen bestimmten Tag, um dem Herzmann zu zeigen, dass ich ihn liebe?

Ich denke nein. Der Herr Puddingklecks weiß auch am 13. Februar, dass er mir verdammt wichtig ist. Und auch am 15. Februar weiß er Bescheid, dass ihm mein Herz gehört. Sogar im August, September oder gar Dezember wissen wir voneinander, dass wir uns lieben und füreinander da sind.

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Es macht mich glücklich, wenn der Herzmann mir vom Einkauf die Chips mitbringt, die ich mir verkniffen hätte, weil das unnötige Ausgaben sind. Es macht ihn glücklich, wenn er abends in Ruhe seinen PC genießen darf, ohne dass eines der Kinder, oder gar ich, ihn davon abhält.

Es macht mich glücklich, wenn er den Arm um mich legt, während ich am Herd arbeite. Es macht ihn glücklich, wenn ich seinen Vorrat an Lieblingskakao wieder aufgefüllt habe.

Es macht uns glücklich, wenn wir abends über den Tag sprechen und finden, er war für uns erfolgreich. Es macht uns glücklich, dass wir Zeit miteinander, nebeneinander und ohneeinander haben und uns und unsere Eigenheiten zu akzeptieren aber auch zu schätzen wissen.

Es macht mich traurig, wenn ich Schnittblumen bekomme, mag der Strauß noch so schön sein, denn sie sind zum Sterben verurteilt. Es macht ihn traurig, gebe ich gezwungenermaßen Geld für Dinge aus, die er sich früher oder später eh gekauft hätte.

Es macht mich traurig, wenn ich den Druck und die Erwartungshaltung anderer Paare zu diesem Datum sehe. Es macht ihn traurig, dass man enttäuscht ist, wenn der Gegenpart dieser Erwartungshaltung nicht entspricht.

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Es sind die kleinen Dinge im Leben, die tagtäglich sind, die uns als Menschen, als Paar und als Eltern ausmachen. Diese Dinge möchte und werde ich nicht aufsparen für einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Gelegenheit. Unsere Zeit ist kostbar und rar, die möchte ich nicht mit dem Warten auf „DEN“ Tag oder das bestimmte Datum verschwenden. Unsere Zeit möchte ich nutzen. Immer. Überall. Nicht nur am Valentinstag.

Die Daten, die mir wichtig sind, sind die Geburtstage meiner Lieben. Doch meine Lieben selbst sind mir immer wichtig.

Versteh mich nicht falsch. Ich mag dir keinesfalls den Valentinstag schlecht reden. Ich mag ihn dir auch nicht ausreden. Ich möchte dich allenfalls zum Nachdenken bringen, ob die Erwartung an den Tag nicht zu hoch und die Anprüche zu gigantisch sind. Ich möchte dich zum Nachdenken anregen, ob es nicht toll wäre, dem Herzmensch das ganze Jahr über an kleinen Gesten zu zeigen, dass man ihn liebt.

Ich jedenfalls erwarte für den Valentinstag nichts – außer einen Zahnarztbesuch mit der ganzen Familie. Ob wir uns so an diesem Tag zeigen, dass wir gemeinsam durch dick und dünn gehen? Oder geteiltes Leid ist halbes Leid? Wir werden sehen …. 🙂

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