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Urlaub im Bayerischen Wald – Waldmünchen // Teil 1

Eigentlich wollten wir um Punkt 10 Uhr losfahren, hatten wir doch einen genauen Zeitplan. Also eigentlich. Wäre da nicht die Anmeldung für die Uniklausur gewesen, die ich verschnarcht hatte oder unsere vorgefertigte Liste an Dingen, die wir unternehmen wollten, die noch im PC schlummerte. Außerdem waren die Koffer noch gar nicht fertig gepackt. Mein Organisationstalent ließ zu wünschen übrig.

Irgendwann saßen wir dann doch alle im Auto. Alle Kinder, alle Koffer, sogar der Kinderwagen war eingepackt. Im Gegensatz zum letzten Urlaub hatten wir wirklich auch an den Kulturbeutel gedacht. Und das, obwohl wir im Inland urlauben wollten. Ha!

Erstaunlicherweise verhielten sich alle Kinder ruhig, schliefen nach kurzer Zeit ein und bereiteten uns eine angenehme Fahrt. Also steuerten wir in aller Ruhe unseren Zwischenstopp „Regensburg“ an, welches wir nach etwa zwei Stunden erreichten. In Regensburg waren wir das letzte Mal vor fast 6 Jahren. Ein verlängertes Wochenende mit damals zwei kleinen Mädchen. Und ich hatte nur positive Erinnerungen daran. Deshalb war es gerade passend, dass diese wunderschöne Stadt auf unserem Weg lag und wir uns so noch einmal die Highlights des historischen Kerns im Schnelldurchlauf anschauen konnten. Natürlich wurde dabei Eis genascht und darüber sinniert, was man damals alles gesehen hatte.

Wir saßen dann wieder im Auto, sangen lauthals „Deine Freunde“ mit und fuhren die letzte Stunde zu unserer Ferienanlage in Waldmünchen.

Vom Ausland sind wir ja einiges gewohnt. Schimmel im Bad, das ganze Ferienhaus voller toter Spinnen, starker Duft nach nassem Hund, schmutziges Geschirr. Umso positiver überrascht waren wir vom Ferienpark Hagbügerl. Der Herr an der Rezeption empfing uns freundlich und zeigte uns freudig unser Zuhause für die kommenden Tage. Uns erwartete eine schön eingerichtete Doppelhaushälfte, perfekt sauber, mit liebevollen Details auf unsere Ankunft vorbereitet.

Wenn ich jetzt, eine Woche nach unserem Urlaub, daran zurück denke, bin ich noch immer hellauf begeistert. 

Diese tolle Ferienanlage besteht nämlich nicht nur aus Häusern, nein, sie hat auch noch einen riesengroßen Spielplatz zu bieten. Ein wundervoller Ort, an dem die Kinder zwischen großen Bäumen auch gern einmal länger verweilen, das Klettergerüst erobern oder im Holzauto eine Fantasiereise erleben. Außerdem hat uns der riesige Sandkasten, zu dem man sich hinter der Rezeption einiges an passendem Spielzeug ausleihen durfte, absolut überzeugt

Die Zufahrt zu den Häusern selbst ist für Autos i.d.R. nicht zugänglich. Warum? Na, es gibt Kinder im Feriendorf und die sollen dort ungestört herumrennen, spielen und nicht vor Autos Angst haben dürfen. Zur Erleichterung der Gepäcktransporte gab es aber, neben den Sandspielsachen, auch Bollerwagen hinter dem Haus der Rezeption, die man einfach nach der Benutzung eben dort wieder abstellt.

Den Abend ließen wir, nachdem wir alle Dinge ins Haus geschafft hatten, im Restaurant „Trattoria Jesolo“ ausklingen. Erst dachten wir wirklich, ein Restaurant, das direkt in einer Ferienanlage liegt, kann eigentlich viel taugen, aber wir wurden eines besseren belehrt. Eine große Spielecke lud die Kinder zum Spielen ein, so dass wir gemütlich gemeinsam dort sitzen und den Ausblick auf das anliegende Rehgehege genießen konnte. Die Speisen wurden frisch zubereitet und serviert.

Der perfekte Start in einen gelungenen Familienurlaub!

Bald neigte sich dieser aufregende Tag auch schon dem Ende und wir stürzten uns in die Betten, denn am nächsten Tag hatten wir viel vor. Und nicht nur da. Für jeden Tag hatten wir uns etwas besonderes vorgenommen. Die Further Felsengänge oder die verschwundenen Dörfer zum Beispiel.

Außerdem, und das war ein ganz großer Bonus für diese wunderbare Ferienanlage, war in der Kurtaxe der freie Eintritt, für jeden Tag, den wir dort verbrachten, in ein wirklich tolles Erlebnisbad enthalten, das wir natürlich auch testen mussten. Langweilig würde uns also garantiert nicht werden.

Und dann freuten wir uns natürlich auch auf den Brötchenservice des Ferienparks. Ja, richtig. Man darf dort nicht nur in wundervollen Häusern wohnen und die tolle Umgebung genießen. Auf Wunsch bekommt man sogar ausgesuchte Brötchen und Brezen vom Dorfbäcker Waldmünchens bis morgens gegen halb 8 vor die Haustür geliefert. Und das zum Warenpreis und weit günstiger, als die meisten Bäckereiketten hier ihre Waren verkaufen wollen. Luxus pur, also. Zumindest für uns. 🙂

Nach einer ersten Nacht machten wir uns relativ zeitig auf den Weg nach Untergrafenried, um von dort aus über die Grenze zu den verschwundenen Dörfern zu gelangen. (Dazu berichte ich später mehr. 🙂 ) Nach einem wanderreichen und nachdenklichen Vormittag ging es mit dem Auto nach Furth im Wald, denn die Drachenstadt wolle von uns genau unter die Lupe genommen werden. Leider wird dieses Jahr alles renoviert, sodass viele Dinge für Touristen nicht zugänglich und gesperrt waren.

Also kehrten wir in einem sehr schicken und verdammt kinderfreundlichen Restaurant, dem „Cafe-Bar-Restaurant VIP“ ein. Ich habe selten so frische Salate und so tolle selbstgemachte Burger gegessen. Und wenn der Service in anderen Läden nur einen Hauch dieser Freundlichkeit übernehmen würde, wären Restaurantbesuche ein gutes Stück für alle entspannter!

Dieser Tag durfte auch wieder entspannt auf dem Feriengelände in Waldmünchen mit Spielen auf dem wundervollen Spielplatz ausklingen. So, wie Urlaub sein muss. Entspannt, ohne Stress und mit lachenden Kindern.

Was wir die folgenden Tage erlebt haben, das berichte ich bald. Versprochen. 🙂

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