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Zwischen Frust und Resignation – Urlaubsplanung fehlgeschlagen

Wir hatten so viel vor.

So viele tolle Dinge, die wir in den Osterferien unternehmen wollten. Baden fahren, den Europapark besuchen, Zug fahren mit dem Zwerg. Und dann? Ja dann kam uns das Wetter dazwischen und lachte uns hämisch aus.

Vorbereitung auf Hochtouren

Wochen vorher hatten wir schon gesprochen, dass die restlichen Urlaubstage doch perfekt in die zweite Ferienwoche an Ostern passen würden. Munter fröhlich hatten wir geplaudert und geplant, was alles im Auto verstaut werden muss. Auch, was wir auf keinen Fall vergessen dürfen. Je näher Ostern – und damit der Ausflug in den Europapark – kam, desto aufgeregter wurde ich. Die Vorfreude war riesig.

Das Wetter mit Sonnenschein und um die 20 Grad würde halten, da war ich mir sicher. Siegessicher erzählte ich auch meinen Eltern und Freunden davon.

Und dann hörte ich Radio

Und was mir der nette Herr vom Wetterbericht dann verklickerte, fand ich so gar nicht toll. Es sollte Sturmböen und Regen geben. Genau an den Tagen, die wir uns freigehalten hatten. Warum auch nicht? Immerhin eine Punktlandung. Je näher wir den freien Tagen kamen, desto schlechter wurde die Voraussage. Erst war es nur Regen. Damit hätte ich leben können, denn wir besitzen Schirme und Regenkleidung. Wäre auch seltsam, wenn nicht, oder? Dann kam der Sturm dazu. Der machte mir auch ehrlich ein bisschen mehr Sorgen.

Wir mussten wohl umplanen

Nach langem hin und her und der Erkenntnis, dass der Europapark wohl wirklich ins Wasser fallen würde, entschieden wir uns für ein anderes Ausflugsziel. Hier lagen nämlich noch wunderbare Gutscheine für das Wonnemar in Sonthofen herum. Die hatten wir bisher nur einmal benutzt, weil der Weg trotz des tollen Erlebnisses dort doch ziemlich weit ist. Also erzählten wir den Mäusen, es gäbe einen neuen Plan. Ein neues Ziel und ein tolles Erlebnis.

Am Tag zuvor sprangen die vier also schon mit strahlenden Augen um uns herum und sicherten sich im Minutentakt ab mit „Gell, Mama, wir fahren aber sicher zum Baden?“ und „Darf ich den Badeanzug mit Monsterhigh und das Badetuch mit der Meerjungfrau drauf haben? Biiiiiitteeee!“. Und ich freute mich. Freute mich auf warmes Wasser, Wellengang, Thermalbecken, einen tollen Kinderthemenbereich.

Radio hören? Nochmals vom Wetterbericht verunsichern lassen? Pah! Das ist was für Anfänger. Wir fahren, egal was der Wettergott dort oben treibt. So oder so ähnlich dachte ich zumindest.

Das böse Erwachen

Und dann, ja dann war der Tag da. Voller Vorfreude zog ich den Rollladen über meinem Bett nach oben – und sah das Drama im vollen Ausmaß. Schnee. Überall Schnee. Und dann nicht nur ein bisschen, sondern wirklich ein paar Zentimeter.

Sofort fingen der Herzmann und ich an, die Internetleitung zum Glühen zu bringen. Alles nur ein Traum. Ein ziemlich doofer Traum. Das wird schon.

Blöd nur, dass die Wetterdienste, die Freund Google so ausspuckte, nichts anderes sagten als das, was wir selbst vor unseren Fenstern sahen. Nach dem Frühstück, wir hielten uns noch bedeckt, zogen sich die Mäuse in Windeseile an und tobten sich mit Regenkleidung im Schnee aus. Schlauerweise hatte ich nämlich schon alles an Jacken und Schneehosen eingemottet. Wirklich alles.

Und wieder saßen wir da und beratschlagten und grübelten. Denn mit Sommerreifen mitten ins verschneite Allgäu fahren? Nein, das war zu riskant. Außerdem würde ich den nächsten Tag gern auch noch als Familienmama leben. Ein Bad hier in der Umgebung heraussuchen? Mit dem Zug fahren? Aber wie kommen wir zum Bahnhof, wenn nicht mit dem Auto?

Das war’s

Wir blieben daheim. Mit ziemlich langen Gesichtern. Zum Teil traurig, zum Teil wütend und zum größten Teil einfach nur enttäuscht, weil alle Vorbereitung und Euphorie durch das bisschen Schnee kaputt war.

Es wurde ein ruhiger Tag. Mit Basteleien und kleinen Kunstwerken. Mit Schokoladengrießbrei und Vorlesebüchern. Und mit einer Mama, die gequält vom schlechten Gewissen dem sinnlos verpulverten Urlaubstag und den leeren Worten der Kinder gegenüber ziemlich in sich gekehrt war.

Das ist noch nicht das Ende

Aber Frau Puddingklecks wäre nicht Frau Puddingklecks, wenn sie nicht direkt das nächste Attentat auf ihre Familie geplant hätte. Europapark wir kommen. Ganz bald! Bei Sonnenschein und 20 Grad. Mit Kindern und Kinderwagen. Und mit guter Laune und ohne Kompromisse! Die nächste Urlaubsplanung machen wir kurzentschlossen, mit Absprache mit dem Wetterbericht. Und ohne die Kinder auf die Folter zu spannen.

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