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Wie zwei Gegensätze sich annäherten…

Wer mich kennt, weiß, ich war früher anders. So ganz anders. Als ich meinen Mann kennen lernte, war ich jedes Wochenende unterwegs auf den besten Parties, in Discos, mit einem riesengroßen feierwütigen Freundeskreis. Ich war um einiges leichter und jünger. 😛 Und ich wollte nach meiner ersten großen Liebe, die mich fast drei Jahre begleitet hatte, keinen Jungen oder Mann mehr an meiner Seite, sondern das Leben ohne Verpflichtungen in vollen Zügen genießen.

Und dann war ich im Internet unterwegs und traf auf ihn. Diesen plumpen Kerl, der mit Menschen so gar nichts am Hut hatte und sich am liebsten hinter seinem PC in seine Onlinewelten flüchtete. Ich mochte ihn nicht, fand ihn eigentlich so richtig doof. Aber dennoch schrieben wir über Monate recht flapsig, manchmal auch harsch, miteinander. Warum ich immer antwortete und ihm irgendwann sogar meine Email-Adresse und Handynummer gegeben hatte, weiß ich bis heute nicht. Wahrscheinlich, weil er so hartnäckig und selbstsicher war.

Irgendwann war da diese blöde private Party und ich fand sie nicht, obwohl ich ewig durch die Gegend geirrt war. Und sie war bei ihm in der Nähe. Also musste ich ihn ja quasi fragen, ob er mir den Weg erklären kann. Tja, dann kam er selbst auch dort hin, obwohl er solche Veranstaltungen eigentlich grundsätzlich umging, denn dort waren ja Menschen. 😀

So doof fand ich ihn dann gar nicht mehr, als wir uns dann gegenüber standen. Eigentlich war er mit seiner flapsigen Art ja sogar ganz nett. Das Selbstbewusstsein, das er an den Tag legte, imponierte mir. Auch optisch war er schon irgendwie total mein Typ. So ganz eingestehen wollte ich mir das an diesem Abend jedoch nicht.

Am nächsten Abend trafen wir uns bei mir. Dort machte ich ihm dann unmissverständlich klar, dass, wenn er sich auf mich einlässt, er mich gefälligst auch behalten muss.

Es hat offensichtlich geklappt. 😀

Wie zwei Gegensätze sich annäherten

Mittlerweile finde ich ihn recht sozialverträglich. Er arbeitet mit vielen Menschen zusammen, weiß sich ihnen gegenüber freundlich zu artikulieren und geht von sich aus auf andere zu. Er war zwischenzeitlich sogar öfter abends mit mir unterwegs, bevor die Kinder kamen und danach mit Babysitter. Und das freiwillig, ohne dass ich ihn dazu überreden musste!

Und ich? Ich habe meinen Freundeskreis auf ein paar wenige Menschen reduziert, die mir gut tun. Menschen, mit denen ich mich umgeben möchte – und nicht muss. Und ich spiele manchmal mit ihm zusammen am PC. So schlimm ist das nämlich gar nicht. Und es macht Spaß, sehr sogar!

Wie zwei Gegensätze sich annäherten

Aber es heißt ja auch, mit der Zeit passt man sich an, oder?

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