Zeit schenken zu Weihnachten // Das beste Weihnachten in der Tüte
Nachdem ich letzte Woche ein paar wirklich tolle Geschenke aus der Küche gezeigt habe, ist dieses Mal Zeit schenken an der Reihe. Ich habe mir nämlich überlegt, was mir gut tun würde, worüber ich mich freuen würde und was eben auch Sinn macht und kein Staubfänger ist. Ein Geschenk, das auch zur Selbstfürsorge zählt.
Genau deshalb ist mein absolutes Lieblings-Mitbringsel in diesem Jahr keine gekaufte Schokolade und kein Staubfänger-Deko-Objekt. Ich verschenke eine kleine Auszeit. Ein Geschenk, das sagt: „Setz dich hin, mach mal Pause und genieße den Moment.“
Heute zeige ich dir, wie du „15 Minuten Weihnachten in der Tüte“ ganz einfach selbst machst. Es ist das perfekte Low-Budget-Geschenk für Erzieher, Lehrer, den Postboten oder die liebe Nachbarin – und deine Kinder können beim Basteln wunderbar helfen!
Was steckt darin? Das brauchst du für dieses tolle Weihnachtsgeschenk:
Das Schöne an diesem Geschenk ist, dass du die Zutaten wahrscheinlich schon im Vorratsschrank hast oder sie für wenige Euro im Supermarkt bekommst.
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Für die Wärme: 1 Teebeutel (am besten eine winterliche Sorte wie „Kaminabend“, „Bratapfel*“ oder einfach Kräutertee).
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Für das Licht: 1 Teelicht (am besten nachhaltig und vegan, weil die Bienen auch für Weihnachten nicht beraubt werden wollen).
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Für die Seele: 1 leckeren Keks, eine Praline oder ein paar von unseren selbstgemachten gebrannten Mandeln.
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Für den Geist: Eine kleine Weihnachtsgeschichte oder ein schönes Gedicht (einfach ausgedruckt und gefaltet).
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Das Werkzeug: Optional ein einzelnes Streichholz (die Reibefläche kannst du von einer alten Schachtel ausschneiden und aufkleben – das ist aber kein Muss, fast jeder hat ein Feuerzeug).
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Die Verpackung: Eine einfache Butterbrottüte aus Papier* oder eine transparente Bodenbeutel-Tüte und einen Stift*, um es schön zu beschriften und zu gestalten.

Die Gebrauchsanweisung (Text für dein Etikett)
Damit der Beschenkte auch weiß, was er mit der Tüte anfangen soll, brauchst du eine kleine Anleitung. Ich habe dir hier einen kleinen Reim gedichtet, den du einfach abschreiben und auf die Tüte kleben kannst:
Gebrauchsanweisung für 15 Minuten Weihnachten
Handy aus, den Alltag stumm, die Zeit rennt heute andersrum.
Tee aufbrühen, Kerze an, entspann dich, so gut man kann.
Keks genießen, Füße hoch, der Weihnachtszauber kommt nun doch.
Frohe Weihnachten wünscht dir Familie [Dein Name]
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Und wo kommen jetzt die Kinder zum Einsatz? Was machen sie beim Weihnachten in der Tüte?
Dieses DIY ist perfekt für einen verregneten Nachmittag, denn selbst Kleinkinder können hier schon mithelfen.
Schritt 1: Die Tüten gestalten Wenn du einfache weiße oder braune Papiertüten nimmst, sind sie die perfekte Leinwand.
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Lass die Kinder mit Fingerfarben Schneeflocken drauf tupfen.
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Klebt Stern-Sticker darauf.
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Oder nimm alte Buchseiten/Notenblätter, reiße sie in Stücke und klebe sie als Collage auf. Nachhaltiger geht’s nicht!
Schritt 2: Das Befüllen Jetzt kommt Fließbandarbeit! Ein Kind legt den Tee rein, das nächste das Teelicht, das dritte den Keks.
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Tipp: Packt den Keks oder die Praline in ein kleines extra Tütchen oder wickelt sie in Butterbrotpapier, damit der Tee nicht nach Schokolade schmeckt (oder umgekehrt).
Schritt 3: Das Verschließen Falte die Tüte oben zweimal um. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten:
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Der Tacker: Einfach zutackern. Um die Klammer zu verstecken, kannst du einen ausgeschnittenen Papierstern darüber kleben.
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Die Wäscheklammer: Eine kleine Holzklammer sieht super rustikal aus. Du kannst die Klammer vorher noch golden anmalen oder mit Washi-Tape bekleben.
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Das Loch: Mit dem Locher zwei Löcher stanzen und ein schönes Geschenkband durchziehen und zur Schleife binden.
Schritt 4: Das Etikett Drucke die „Gebrauchsanweisung“ von oben aus oder schreibe sie auf ein schönes Stück Karton. Hänge sie mit an die Klammer oder klebe sie direkt auf die Tüte.

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Welche Geschichte soll rein?
Du brauchst noch eine Geschichte für den „Geist“? Du musst kein ganzes Buch beilegen. Suche im Internet einfach nach „Kurze Weihnachtsgeschichte gemeinfrei“. Klassiker, die immer gehen und auf eine DIN A4 Seite passen:
- „Die Sterntaler“ (Grimm)
- Ein Auszug aus der Weihnachtsgeschichte
- Oder einfach „Das Rezept für ein frohes Fest“ (Liebe, Zeit, Geduld…)

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Warum ich dieses Geschenk so liebe? Es kostet fast nichts – außer der Geste. Und genau die ist es, die zählt. Wenn ich der Erzieherin diese Tüte in die Hand drücke und sage: „Danke für deine Geduld. Nimm dir heute Abend mal 15 Minuten nur für dich!“, dann sehe ich oft ein echtes Lächeln. Denn gesehen und wertgeschätzt zu werden, ist das schönste Geschenk von allen.
Hast du „Weihnachten in der Tüte“ schon mal verschenkt? Was packst du gerne hinein?
Herzlichst, die Julie
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Hinweis: Die Bilder wurden mit KI generiert.
2 Kommentare
Yvonne
Liebe Julie, herzlichen Dank für diese tolle und einfache, aber wunderschöne Idee!
Julie
Manchmal sind die einfachen Dinge doch die besten. 🙂 Ich wünsch dir eine schöne restliche Adventszeit.