Nachhaltigkeit im Alltag ist gar nicht so schwer. Hier erzähle ich dir von einer Möglichkeit, Verpackungen im Alltag zu reduzieren und nebenbei den Geldbeutel zu schonen..
Gedankenwelt, Life

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag // Unsere Ernte von öffentlichen Obstbäumen

Bisher dachte ich eigentlich, wenn es um den Müllverbrauch und den Gedanken der Nachhaltigkeit im Alltag geht, sind wir ganz vorn dabei. Also im positiven Sinne. Es gibt zig verschiedene Tonnen, der Müllwagen rattert mindestens 3x die Woche an uns vorbei und überall wird von Recycling gesprochen. Doch, wenn man durch den Supermarkt läuft und wirklich alles doppelt bis dreifach verpackt sieht, dann zweifelt man nicht nur an der Möglichkeit, nachhaltig zu leben, sondern auch am Verstand der Hersteller. Und wenn ich nur an die Schokoriegel denke, die zusätzlich zur großen Verpackung in 2er Packungen eingeschweißt sind, um dann nochmal einzeln verpackt zu sein. Ehrlich, das macht für mich keinen Sinn. Und warum Bananen zusätzlich zum Klebeband noch in Plastik eingehüllt werden, ist mir ebenso ein Rätsel. Grund genug, einiges im eigenen Garten (davor auf dem eigenen Balkon) zu ziehen.

Aber auch Grund genug, sich Gedanken zu machen, wie man an Obst und Gemüse kommt, ohne den Müllwagen zu füttern.

Nachhaltigkeit im Alltag ist gar nicht so schwer. Hier erzähle ich dir von einer Möglichkeit, Verpackungen im Alltag zu reduzieren und nebenbei den Geldbeutel zu schonen..

Wir selbst haben das Glück, dass die Ziehgroßeltern wirklich so gut wie alles im Garten anbauen. Da gibt es Bohnen, Tomaten, Nüsse, Blumenkohl, Beeren, Äpfel, Marillen, und so weiter. Dadurch, dass der liebevoll gehegte Garten so viel abwirft, sind wir oft mitversorgt. Auch meine Eltern haben im Garten einiges an Sträuchern und Bäumen mit essbarem Ertrag – aber sie nutzen es nicht und so gehört es mir. Und ich freue mich wirklich immer sehr, wenn kiloweise Johannisbeeren abzuernten sind oder Bärlauch bei den Ziehgroßeltern stibitzt werden kann.

Manche Dinge wachsen auch direkt vor der Tür und man weiß gar nicht, dass man sie verwenden kann. So habe ich zum Beispiel aus unserem Flieder ein Fliedergelee gezaubert. Und aus den Rosenblüten unseres Strauchs mache ich regelmäßig Rosenzucker für Shortbread. Und wusstest du, wie genial Löwenzahngelee schmeckt?

Aber heute, als ich die Kinder zum Ferienprogramm brachte, fielen mir wieder die Obstbäume auf, die unseren Weg säumten. Jedes Jahr schimpfe ich über die zertretenen und überfahrenen Äpfel, die ringsherum liegen, weil sich niemand verpflichtet fühlt, das Fallobst wegzuräumen. Niemanden interessiert es, dass dort wirklich leckeres Obst hängt, das zum Verfaulen verdonnert ist, weil man lieber die formschönen Äpfel aus dem Supermarkt holt. Dabei sind die Sträucher und Bäume schon so lange da, wachsen ohne Pflege und warten nur darauf, dass man sich an ihnen bedient.

Nachhaltigkeit im Alltag ist gar nicht so schwer. Hier erzähle ich dir von einer Möglichkeit, Verpackungen im Alltag zu reduzieren und nebenbei den Geldbeutel zu schonen..

Als ich also die Kinder abgeliefert hatte, lief ich den gleichen Weg zurück und ging von Baum zu Baum. Ich nahm mir immer ein paar Früchte. Gerade so viel, dass wir ein bis zwei Tage davon genießen können. Klar sind die Äpfel nicht alle rund und die Birnen haben Kratzer. Auch die Zwetschgen, die noch nicht ganz reif waren, aber das nächste Mal sicher eingepackt werden, hatten ihre Macken durch Begegnungen mit Vögeln. Aber das sind Naturprodukte. Es gibt nicht nur gerade Karotten und Äpfel mit roten Bäckchen. Wir Menschen sind ja auch nicht alle gleich groß, dünn, mit der gleichen Haarfarbe. Aber dieses Obst kommt ohne Folie, ohne Chemie und ohne lange Transportwege klar. Es hat nur den Weg vom Baum in den Erntekorb.

Nachhaltigkeit im Alltag ist gar nicht so schwer. Hier erzähle ich dir von einer Möglichkeit, Verpackungen im Alltag zu reduzieren und nebenbei den Geldbeutel zu schonen..

 

Auf Mundraub.org kannst du suchen, welche Obstbäume und Sträucher frei zugänglich sind. Ich habe aber auch schon gelesen, dass es immer wieder Leute gibt, die viel zuviel Ertrag in ihren Schrebergärten haben und gern kostenlos massenweise Obst und Gemüse gegen ein bisschen Mithilfe abgeben. Und ehrlich, ist das nicht eine bessere Investition als aus Chile eingeflogene Aprikosen, die man im Supermarkt erwerben kann?

Und bevor du dich jetzt ins Abenteuer stürzt und dann ziemlich planlos und überfordert vor einem Baum oder seltsamen Kräutern stehst, habe ich dir ein paar Bücher zusammengesucht, die dir bei der Bestimmung helfen können. Aber auch Bücher, die beim Gärtnern auf dem Balkon oder im eigenen Garten super helfen. (Amazon Partnerlinks*)

   

    

Außerdem gibt es noch ganz tolle Bücher, die auch Kindern die Natur näher bringt. Weil ich finde, dass es wichtig ist, dass Kinder wissen, Radieschen wachsen unter der Erde und Kirschen fallen vom Baum.

     

Und was macht man dann, wenn man das Obst nachhause gebracht hat? Man nascht es direkt oder verarbeitet es. Deswegen hier ein paar Rezepte, die sich wirklich lohnen.

Wenn dir das alles zuviel Aufwand ist, wie wäre es, beim Einkauf darauf zu achten, dass die organischen Produkte unverpackt sind? Dass die Erdbeeren keine 3000 Kilometer bewältigen müssen, bevor sie bei uns, mit Konservierungsmitteln bespritzt, im Supermarkt landen? Und wie wäre es mit dem Wochenmarkt und dem eigenen Einkaufskorb?

Bei kleinen Dingen fängt es an. Denn ehrlich, die Zeit, die man mit Warten an der Kasse verbringt, könnte man genauso gut nutzen, um eine handvoll Nüsse und Pflaumen von ihrer Fallobstzukunft zu befreien. Mir ist es bewusst, dass es in manchen Regionen einfach schwer ist, da was zu finden. Mir ist es auch bewusst, dass die Zeit für solche Aktivitäten oft einfach beschränkt ist. Aber kleine Schritte in die richtige Richtung (und sich dessen bewusst sein, dass das der Umwelt gut tut) sind noch immer besser als Däumchen drehen und alles so hinnehmen. Oder?

Herzlichst, die Julie

 

Nachhaltigkeit im Alltag ist gar nicht so schwer. Hier erzähle ich dir von einer Möglichkeit, Verpackungen im Alltag zu reduzieren und nebenbei den Geldbeutel zu schonen..

 

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