Die ersten Freitagslieblinge im Februar // Von Fossilien und Kartoffeln
So schnell ist die erste Februarwoche auch schon vorbei und die Freitagslieblinge stehen in den Startlöchern. Diese Woche war turbulent und von Taxifahrten für die Kinder geprägt. Ein Kind kommt heute aus der Wintersportwoche nach Hause und zwischendrin hatte das kleine Mädchen sehr viel „frei“. Dazu hatte ich für mich tolle Begegnungen, die in meine Marmeladenglas gewandert sind, und wundervolle Unterhaltungen, die mich bereichert haben. Hier kommt also mein liebevoller Wochenrückblick aus dem Alltag mit 6 Kindern.
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Meine Freitagslieblinge aus dem Alltag mit 6 Kindern
Am letzten Wochenende hatte ich einen Durchhänger und kurzerhand beschlossen, dass wir am Sonntag einen Ausflug machen. Zusammen mit den Kindern, die mit wollten, sind wir nach München ins paläontologische Museum gefahren und haben dort meinen Lieblingsmoment mit Kindern verbracht. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mein Wissensdurst ist – egal, wie müde ich bin – auch mit 38 Jahren noch richtig krass. Gerade Museen holen mich grundsätzlich ab, lassen mich neues dazu lernen und meinen Horizont erweitern.
Und für mich war es einfach unglaublich schön, wie die beiden Kleinsten vor Ammoniten und versteinerten Dinosaurierskeletten standen, sie mit offenen Mündern bestaunten und ich ihnen erklären konnte, wie es dazu kommt, dass wir in Steinen bis heute Spuren aus längst vergangener Zeit finden.

Das habe ich auch als Anlass zur Inspiration der Woche genommen. Denn eigentlich müssen wir keine 80 km fahren, um uns Wissen anzueignen und uns und den Kindern die Welt zu erklären. Ich habe mir also vorgenommen, mit den Kindern wieder mehr zu forschen, was es bei uns zu entdecken gibt. Woher kommen die Mandarinen? Wie lange braucht es, ein Bäumchen aus einem Kern zu ziehen? Wie sind die Ziegelsteine für unser Haus entstanden? Und welche Tiere leben bei uns im Garten? Gerade wird auch das Wetter wieder besser, das heißt, die Motivation, draußen auf Entdeckungstour zu gehen, steigt merklich an. Und die Becherlupe liegt schon bereit!
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Bei der Lektüre der Woche war ich ein bisschen hin- und hergerissen. Ich habe nämlich drei Bücher von meinem SuB angefangen und hatte auf keines so richtig Lust. Und auch sonst war ich eher auf Überlebensmodus und hatte nicht den Kopf frei, mich in irgendwas zu verlieren. Dann habe ich gestern Abend den ersten Band der Grimm Chroniken „Die Apfelprinzessin*“ aus meinem Regal gezogen und beschlossen, dass ich es lesen werden. Und was soll ich sagen? 140 Seiten gehen easy nebenbei, es ist passend für Teens geschrieben und vermischt Fantasie mit Realität. Band 2 liegt nun schon für heute Abend bereit.
Klappentext – darum geht es im Buch: Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte. Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird. Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.

Dafür habe ich diese Woche einmal wieder gebacken. Mein Lieblingsessen der Woche ist also ein Kuchen. Wobei backen eigentlich nicht richtig ist, denn dieser Schokoladenkuchen besteht im Prinzip nur aus Süßkartoffel & Schokolade. Und weil ich die Süßkartoffel in meinem Kühlschrank vor dem bitteren Kompostertod retten wollte, habe ich dieses erprobte Rezept mal wieder herausgekramt. Nicht nur, dass es wirklich einfach gemacht ist, ich liebe diese cremige und doch feste Konsistenz. Und ich durfte mich mit meinen Kindern darum streiten, wer wie viele Stückchen bekommt. Das wird also auf jeden Fall nun wieder öfter auf der Kaffeetafel stehen!

Mein Lieblingsmensch der Woche für die Freitagslieblinge hängt auch mit diesem Kuchen zusammen. Immer, wenn ich backe, bekommen die älteren Nachbarn grundsätzlich für den Kaffee ein paar Stücke gebracht. Diesmal auch. Zwei Tage später traf ich sie zufällig auf der Straße und sie schwärmte so sehr von dem Kuchen und davon, dass sie es bewundernswert findet, was ich alles zaubere. Und gerade nach dieser Woche, die mich ziemlich viel Kraft gekostet hat, war dieses ehrlich liebe Kompliment für mich absolut seelenschmeichelnd.
Und zuletzt hatte ich auch einen Lieblingsmoment für mich alleine. Also nicht so ganz, aber immerhin ohne Kinder. Manuel kam gestern nach Hause, hatte Snacks im Gepäck und uns kurzerhand die Terrassenstühle in die Sonne gestellt. Und so saßen wir einfach nur in stiller Zweisamkeit draußen, während die Kinder drinnen das Haus aufgemischt haben. Zwischendurch warfen wir kurze Gedanken in den Raum und dann wurde wieder die Ruhe genossen. Das tat einfach nur gut nach einer Woche, in der ich weder tagsüber noch nachts für mich alleine war. Und manchmal braucht es einfach nicht mehr, als das Gefühl, gesehen zu werden und NICHT zuständig zu sein.
*****
Meine Freitagslieblinge sind fertig und – wie ich finde – entspannter als letzte Woche. Vielleicht auch, weil die Tage ruhiger waren. Dennoch bin ich froh, jetzt am Wochenende ein bisschen durchzuatmen. Also nach dem Faschingsball der Kinder. Und den Hausaufgaben. Und habe ich Mount Washmore schon erwähnt? Aber irgendwas ist ja immer oder?
Ich wünsche dir jetzt auf jeden Fall ein wunderbar friedvolles Wochenende mit immer genügend Nervennahrung, freundlichen Mitmenschen und Dingen, die dir gut tun. Auf dass du schöne Marmeladenglasmomente sammeln kannst und wir uns zu meinem nächsten Rückblick hier wieder treffen.
Herzlichst, die Julie
Weitere liebevolle Wochenrückblicke findest du hier. Schau dich gern um.
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