Die Freitagslieblinge sind ein liebevoller Wochenrückblick. Julie, 6-fache Mama, zeigt dir ihre Highlights aus dem Großfamilienalltag.
Freitagslieblinge,  Life

Die letzten Freitagslieblinge im Januar // Ein turbulenter Wochenrückblick auf den Alltag mit 6 Kindern

Die Freitagslieblinge sind Marmeladenglasmomente, die man konservieren muss.

Diese Woche hatte es in sich. Nicht nur, dass hier noch immer Kinder krank gestartet haben, wir hatten hier auch fliegenden Wechsel. Zwei Kinder gingen am Montag auf Klassenfahrt und kamen am Mittwoch wieder. Dafür fuhr am Mittwoch das nächste Kind, das ich heute wieder in die Arme schließen kann. Dazu hatten wir ein paar wichtige Entscheidungen zu fällen und einiges davon löst in mir noch immer ambivalente Gefühle aus. Und habe ich das Fiebermäuschen erwähnt, das eigentlich so gar keine Lust hat, hier daheim zu sitzen, weil ihr hier mit mir allein zu wenig Action ist? Aber der Alltag muss eben auch sein. 

Und weil das noch nicht reicht, sind diese Woche durch Glatteis und Stürze zwei Handys (darunter meins) zu Bruch gegangen und ich durfte zwei meiner Kinder mehrmals von der Schule holen, weil der Bus entweder zu früh oder gar nicht kam.

Dennoch – oder gerade deswegen – möchte ich nun die Freitagslieblinge verfassen, denn für mich sind das Erinnerungen, die so nicht verblassen, sondern erhalten bleiben. Und wenn es mal ganz dunkel ist, lese ich mir das selbst nochmal durch, hole mir die Momente zurück und erinnere mich, dass das Leben doch eigentlich wunderschön ist.

Nichts mehr verpassen mit meinem WhatsApp-Kanal!

Meine Freitagslieblinge aus dem Alltag mit 6 Kindern

Nachdem diese Woche wirklich knackig war und ich kaum Kapazitäten für die banalsten Dinge hatte, blieb auch die Küche meistens kalt. Dafür habe ich – passend für das Lieblingsessen der Woche – meine Liebe zu Salzbrezeln mit Frischkäse und Schnittlauch wieder entdeckt. Einfach eindippen und genießen. Total unkompliziert, aber unfassbar lecker. Und dazu gab es frische Heidelbeeren (weil die gerade im Angebot waren) und Weintrauben. Das war so der Snack, den ich mir diese Woche immer wieder gegönnt habe. Und die Kinder haben natürlich auch ordentlich zugelangt. Manchmal liegt es eben in den kleinen Dingen. Außerdem nimmt es sehr viel den Druck raus, immer abliefern zu müssen – trotz Wochenplan.

Die Lektüre der Woche ist dafür keine „Nebenbei-Empfehlung“, sondern ein Buch, das ich vor einiger Zeit in der Resterampe vom örtlichen Supermarkt entdeckt habe und mitnehmen musste. Ja, ich arbeite noch immer brav meinen SuB ab. 🙂 Jedenfalls hat mich „Meet me under the stars*“ von Lena Herzberg total abgeholt und mal wieder Wissenschaft mit Esoterik kollidieren lassen. Für mich eine unglaublich tolle Kombination. Und außerdem ist das Band 1 von 3. Ich muss also wohl oder übel mein selbst auferlegtes Kaufverbot brechen, denn angefangene Reihen mag ich ehrlich nicht so gern. Upsi. 

Klappentext – darum geht es im Buch: Nova glaubt an Horoskope, überzeugt von der Weisheit der Sterne. Auch Weston widmet sich den Sternen, allerdings streng wissenschaftlich. Als Rockstar der Astronomie hält er Astrologie für reine Illusion. Wenig überraschend, dass bei ihrem ersten Aufeinandertreffen die Funken fliegen. Einige Jahre später braucht Nova ausgerechnet Westons Hilfe, als es um ihre Vergangenheit geht. Deshalb nimmt sie unter einem falschen Vorwand einen Job in dem Freizeitcamp an, in dem Weston mittlerweile lehrt. Zwischen Sternbildern und Sternzeichen ist da sofort wieder diese heftige Spannung. Ist es ihre Gegensätzlichkeit, die sie anzieht? Oder liegt es an diesem Moment, als sie sich beinahe geküsst hätten?

IMG 20260125 075702 scaled

Gib mir gern einen Kaffee aus, wenn du diesen Beitrag hilfreich findest! Das geht einmalig und im Abo, ganz ohne Zusatzgebüren. Danke!

Und dann hatte ich am Freitag eine Begegnung, die unverhofft und dafür umso schöner und deswegen meine Inspiration der Woche war. Als ich im Drogeriemarkt war, stieß ich auf die Mama eines Grundschulfreundes von mir. Nachdem ich bezahlt hatte, standen wir über eine Stunde vor dem Geschäft und haben uns unterhalten. Über ihre Kinder und Enkelkinder, über meine Kinder. Aber auch über Wünsche und Perspektiven und wie wir gern von unseren Kindern gesehen werden wollen. Es steckte so viel Frohsinn, so viel Lebensmut und Optimismus in ihren Worten, so viel Wertschätzung. So möchte ich auch sein, wenn die Kinder groß sind. Für sie da sein und dennoch das Gefühl haben, mein Leben hat auch einen Sinn, ohne gebraucht zu werden.

Mein Lieblingsmoment für mich alleine für die Freitagslieblinge war dafür sehr leise und unspektakulär. Als ich am Mittwoch nämlich einkaufen war – ja, ich gehe dank der vielen Kinder ein bisschen öfter als gewöhnlich – um exotische Früchte für ein Geburtstagsgeschenk für den Ziehopa zu besorgen, habe ich am Eingang Narzissen entdeckt. Die sahen ein bisschen traurig aus und waren außerdem „vor Rauswurf“. Also habe ich vier Pflänzchen eingepackt, lasse sie hier verblühen und werde sie dann im Frühjahr im Garten einsetzen, sodass ich mich mehrere Jahre daran erfreuen kann. Und wer weiß, vielleicht bekomme ich ja doch irgendwann noch einen grünen Daumen. Die Blümchen jetzt stehen jedenfalls bei mir auf dem Herd und versüßen mir den Tag, wenn ich eigentlich genervt auf das Küchenchaos blicke.

Und ja, ich weiß, das ist Schnickschnack, den es nicht brauche. Aber ab und an darf man auch Kleinigkeiten für sich besorgen, die nachhaltig Freude bereiten. Es muss nicht immer alles funktional sein. Wobei es ja die Funktion hat, mich zu erfreuen, was sehr gut klappt.

Als ich Kind war, war es oft ein Drama, wenn ich etwas aus Versehen kaputt gemacht hatte. Umso mehr hat es mich gefreut, als der 13-jährige ohne Angst auf mich zukam, weil er bei einem Sturz sein Smartphone zertrümmert hatte. Vielleicht ein seltsamer Lieblingsmoment mit Kind, doch für mich war er sehr heilsam. Zu erleben, dass die Kinder auch zu mir kommen, wenn sie Probleme haben und offen kommunizieren zu können, wenn was schief oder zu Bruch gegangen ist, ist mir unglaublich wichtig. Das Handy jedenfalls ist nur ein Sachschaden, meinem Kind geht es gut – und das ist die Hauptsache. Manchmal kann man auch aus solch doofen Erlebnissen gute Dinge ziehen.

IMG 20260127 WA0002 scaled

*****

Du siehst also, hier ging es hoch her und teilweise fielen wir tief. Und dennoch gab es Augenblicke, die das Ganze wieder relativiert haben und mich Frieden mit diversen Situationen schließen ließen. Für das Wochenende wünsche ich mir einfach nur ein bisschen Ruhe, ein bisschen weniger Mental Load und gesunde Kinder. Kleinigkeiten eben, die große Wirkung haben.

Ich hoffe, deine Woche war friedvoller, dein Wochenende wird bombastisch (im positiven Sinn!) und du darfst wunderbare Marmeladenglasmomente sammeln.

Die Freitagslieblinge läuten nun meine „freien“ Tage ein und ich wünsch mir sehr, dass mein nächster Rückblick ein bisschen ruhiger ist. Ohne Dramen. Dafür mit Sonne und ganz viel Liebe.

Herzlichst, die Julie

Weitere liebevolle Wochenrückblicke findest du hier. Schau dich gern um.

Merke es dir für später:

Die Freitagslieblinge sind ein liebevoller Wochenrückblick. Julie, 6-fache Mama, zeigt dir ihre Highlights aus dem Großfamilienalltag.

Folgst du mir eigentlich schon auf FacebookInstagram oder Pinterest? Nein? Dann freue ich mich sehr, wenn du ein Abo da lässt, um nichts mehr zu verpassen!

*Werbelinks: Bestellst du darüber etwas, kostet es dich den regulären Preis und gleichzeitig bekomme ich eine geringe Provision. So kann ich weiterhin Buchtipps, Rezepte und Herzensdinge mit dir teilen. Vielen Dank für deine Unterstützung!

bd129d4e41b3430fb229f34ff3757f7a

2 Kommentare

  • Yvonne

    Puh, ja, da hattet ihr ja wirklich eine ganz turbulente Woche!
    Wünsche euch, dass es inzwischen allen wieder halbwegs gut gehen und die, die unterwegs waren, schöne Tage hatten und wieder gut zuhause angekommen sind. Macht euch ein schönes Wochenende!
    Bei uns kam jetzt gerade die Sonne raus und strahlt vom blauen Himmel. Ist doch viel besser als dieser Nebel!

    Bin jetzt langsam froh, wenn dieser Januar vorbei ist mit den gefühlt hundert Kurzarbeiten und Schulaufgaben, verschiedenen Geburtstagen (inklusive Feiern, aber am Sonntag ist die letzte).

    Dann Kann der Februar kommen und die Faschingsferien 😊

    Liebe Grüße

    • Julie

      Oh, das kann ich mir vorstellen. Der Januar ist einfach immer prall gefüllt mit Schulprojekten. Wird der Februar bei euch ruhiger?

      Hier sind alle gut angekommen, das nächste Kind ist dafür aber auch schon wieder unterwegs zur Wintersportwoche. 😀

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert