Nachhaltigkeit muss nicht schwer sein. Hier findest du einfache Tipps, wie du anfangen kannst, gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und deine Finanzen zu verbessern!
Gedankenwelt,  Life

Teil 2 von mehr Nachhaltigkeit mit der Februarchallenge // Frugal February

Nachdem wir im Januar beschlossen haben, nur noch einzukaufen, wenn das vorige Produkt aufgebraucht ist, habe ich mir für die Februarchallenge überlegt, dass es vielleicht ganz klug ist, Konsum im Allgemeinen zu hinterfragen und einen Frugal February einzulegen. Wie das geht und was es zu beachten gibt, das erkläre ich dir hier.

Kennst du schon folgende nachhaltige Ideen?

Februarchallenge – wir machen einen Frugal February

Dies ist der zweite Schritt, mehr Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren (natürlich angepasst an deine Lebensumstände) und deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern.

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Vorab: Wenn du eh schon auf Kante genäht bist, nicht mehr einsparen kannst, dann ist das hier nicht für dich. Dann wünsche ich dir eine Lösung für deine Situation und ganz viel Stärke, damit du dich weiter durchbeißen kannst!

Was heißt Frugalismus?

In erster Linie bedeutet Frugalismus, seinen Konsum kritisch zu hinterfragen und möglichst wenig Geld auszugeben, um möglichst viel Geld zu sparen. Brauchst du das Brötchen unterwegs vom Bäcker oder kannst du dir vorab eins zuhause schmieren? Brauchst du wirklich neue Schuhe oder kannst du die alten günstiger beim Schuster reparieren? Und ist es nötig, dass dein Buch druckfrisch auf Booktok und Bookstagram gerade angesagt ist oder findest du im Bücherschrank vielleicht Schätzchen, die absolut lesenswert sind?

Überkonsum ist unfassbar umweltschädlich und schadet außerdem unserem Geldbeutel. Dabei ist finanzielle Sicherheit – also ein guter Überblick über Einnahmen und Ausgaben – essenziell. Hier wird angesetzt, um letzteres zu minimieren und aus den Einnahmen möglichst viel herauszuholen.

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So fängst du am besten an:

Aller Anfang ist schwer, doch mit diesen Tipps bekommst du nicht nur einen Überblick, sondern merkst auch, wie viel leichter es sich anfühlt, wenn man Glück nicht mehr mit finanziellen Ausgaben in Verbindung bringt.

  • Gehe auf deine Bankapp oder hole dir deine Kontoauszüge zur Hand und notiere dir auf einem Blog konsequent in zwei Spalten alle Einnahmen und Ausgaben der letzten zwei bis drei Monate. Vergiss dabei nicht, dass Versicherungen teilweise pro Quartal, Halbjahr oder Jahr abgebucht werden. Stelle die Einnahmen und Ausgaben pro Monat gegenüber und rechne jede Seite extra zusammen.
  • Schnappe dir drei Textmarker. Mit rot markierst du alles an Ausgaben nicht einsparen kannst. Darunter fallen Miete, Fahrtkosten zur Arbeit, Kitagebühren, etc.. Mit gelb markierst du alle Kosten, die du für notwendig erachtest, aber noch darauf schauen kannst, ob das nicht günstiger geht. Ob du zum Beispiel die Streamingdienste zusammenlegst, nach günstigerer Versicherung suchst, wirklich das teure Fitnessstudio-Abo brauchst, auf Onlinekurse ausweichst oder Angebote von anderen Studios nutzen kannst, die billiger sind. Mit grün markierst du alles an „Luxusausgaben„. Der Kaffee to go, die süße Häschenmütze fürs Kind, obwohl schon 2 vorhanden sind, die Gemüsebox vom Hofladen, der zwar ein tolles Gefühl vermittelt, aber dennoch viel selbst zukauft, Maniküre. Was davon kannst du gebraucht kaufen, wenn du es denn brauchst?
  • Und jetzt geht es an die Recherche. Entweder wendest du dich an deinen Versicherungsmakler, vergleichst über diverse Plattformen, fragst im Bekanntenkreis nach oder ganz einfach eine KI, wo du für die gelb markierten Ausgaben bessere Angebote bekommst. Ja, auch Winterkleidung ist notwendig, aber z.B. gebraucht weit günstiger. Über Vinted, Sellpy oder Kleinanzeigen kannst du bspw. diese erwerben, aber auch verkaufen, was du nicht zwingend brauchst. Und vielleicht investierst du in eine auslaufsichere Brotdose* und Kaffeebecher* und freust dich am Ende des Monats, dass du trotz der beiden Ausgaben insgesamt mindestens 2-stellig gespart hast, weil spontaner Kaffee echt ins Geld geht.
  • Wenn du magst, hole dir einen Budgetbinder – dazu gibt es auf Social Media sehr viele Anleitungen -, wenn dir das hilft, einen Überblick zu behalten. Ansonsten reicht es oftmals schon aus, einen fixen Beitrag abzuheben und mit Bargeld zu zahlen, weil das greifbarer ist.
  • Gerade, wenn du an Lebensmittelkosten sparen willst, kann ich dir Toogoodtogo empfehlen. Auf Facebook und Kleinanzeigen gibt es außerdem viele Gruppen, die übrige Lebensmittel verteilen oder du wirst selbst zum Lebensmittelretter. Das spart Geld UND ist nachhaltig. Besser geht es nicht oder?
  • Was am Monatsende übrig bleibt, kannst du auf ein Tagesgeldkonto, wie von Trade Republic* einzahlen (da gibt es meist zumindest Inflationsausgleich in Form von Zinsen nach EZB) und so nach und nach ein kleines Polster anlegen.
Weniger Impulskäufe, mehr Macht über die Finanzen mit dem Frugal February

Was mir persönlich ganz gut hilft, dass wir finanziell so gut fahren, obwohl wir viele Kinder haben und quasi nur von einem Gehalt leben, ist, dass wir streng nach Einkaufsliste einkaufen. Meine Wochenpläne helfen außerdem zu vermeiden, impulsiv nach Lust sämtliche Lebensmittel in den Wagen zu werfen und zuhause nicht zu wissen, was ich damit anstellen soll.

Dazu habe ich die 3-Tage-Regel: Wenn ich mir einbilde, ich brauche etwas unbedingt, schreibe ich es mir auf oder lege es online in den Warenkorb und warte drei Tage. Ist es aus den Augen, aus dem Sinn, dann brauche ich es nicht. Spukt es noch immer in meinem Kopf herum, suche ich erst gebraucht danach und kaufe es je nachdem dort, wo es am günstigsten ist. Denn viele Dinge sind 2nd Hand einfach nachhaltiger, preiswerter und dennoch genauso gut. 

Auch dieser „Man gönnt sich ja sonst nichts“-Gedanke ist etwas, woran du arbeiten musst, wenn er dir oftmals im Kopf herum spukt. Nicht nur für die Februarchallenge. Materielle Dinge bringen dir nur kurzzeitig Befriedigung. Richtig glücklich machen sie auf Dauer aber nicht.

Der große Vorteil dieser Februarchallenge:

Du bekommst hiermit einen klaren Überblick über deine Finanzen, siehst, wo du noch einsparen kannst und tust durch deinen reduzierten Konsum der Umwelt etwas Gutes. In den meisten Fällen heißt nachhaltig leben nämlich bewusster Verzicht auf Ausgaben und damit mehr Optionen, dir einen Puffer aufzubauen..

Auch Erlebnisse und Ausflüge müssen nicht teuer sein. Viele Museen haben Familientage, der Badeweiher ist genauso gut wie das Freibad und Bücher aus der Bibliothek oder dem Bücherschrank haben es verdient, geliebt und gelesen zu werden. 

Die Frage „Brauche ich das wirklich oder steckt ein anderes Bedürfnis dahinter?“, ist die, um die es sich im Frugal February dreht. Und sich und seine Kaufentscheidungen zu hinterfragen, ist niemals schlecht. Oder was meinst du?

*****

Hast du dich schon mal mit dem Frugalismus auseinander gesetzt? Oder habe ich dich ins kalte Wasser geworfen? Machst du diesen Februar mit?

Herzlichst, die Julie

 

Merke es dir für später:

Nachhaltigkeit muss nicht schwer sein. Hier findest du einfache Tipps, wie du anfangen kannst, gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und deine Finanzen zu verbessern! Deine Februarchallenge ist der Frugal February!

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