British Shortbread mit Rosenzucker – es ist Liebe

ich mag es gar nicht, wenn Dinge aus der Natur ungenutzt bleiben. Deswegen haben wir im Garten eigentlich nur Pflanzen, die Früchte, Beeren oder Nüsse tragen oder von deren Gebrauch ich ein bisschen Ahnung habe. Bis auf diesen Rosenstrauch. Den wollten die Mäuse unbedingt, als wir ins Eigenheim zogen. Total euphorisch standen sie im Gartencenter vor diesem rosa Dornending und bettelten so lange, bis der Herzmann und ich nachgaben. Jetzt steht der kleine Rosenstrauch direkt an der Grundstücksgrenze, damit auch jeder ihn bewundern kann.

Was mich allerdings immer ein bisschen traurig macht, sind die Blütenblätter, die irgendwann auf den Boden rieseln und dort ungenutzt kaputt gehen. Deswegen zupfe ich die Blätter mitlerweile ab, wenn die Blütezeit sich dem Ende neigt und trockne sie. Man kann nämlich wunderbar viele Dinge mit ihnen anstellen. Unter anderem wirklich tollen Rosenzucker zaubern. Und daraus wiederum Shortbread. Das macht sich übrigens nicht nur in der Vorweihnachtszeit gut, sondern schmeckt das ganze Jahr.

 

Was du für Rosenzucker brauchst:

  • Blütenblätter einer unbehandelten Rose (Entweder aus dem eigenen Garten oder beim Floristen des Vertrauens anfragen)
  • etwa 125 g Zucker

Die Blütenblätter sollten – nachdem man sie gewaschen hat – entweder im Backofen bei 50 Grad Umluft und leicht geöffneter Tür oder einfach so auf einem Backpapier über ein paar Tage getrocknet werden.

Sobald sie trocken sind, füllt man sie zusammen mit dem Zucker in ein Gefäß mit hohem Rand und bearbeitet die Mischung mit dem Zauberstab, bis der Zucker und die Blüten eine homogene Masse abgeben. Außer du bevorzugst ein paar „Highlights“ im Teig.

Das wars auch schon.

 

Was du nun für das Shortbread (ich nehme meist die zweifache Menge) brauchst:

  • 125 g weiche Butter
  • 65 g Rosenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 225 g Weizenmehl
  • Zucker zum Bestreuen

Als erstes heizt du den Backofen auf 165 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Die Butter und der Rosenzucker werden in einer Schüssel so lange gerührt, bis der Zucker zu knirschen aufhört. Dann landen die restlichen Zutaten in der Schüssel.

Jetzt geht es ans Kneten, Hast du einen relativ homogenen Teig geknetet, wird der auf einem Backpapier etwa 0,5 bis 1 cm dick ausgerollt. Anschließend wird das Shortbread in etwa 1,5 cm breite Streifen geschnitten, die etwa alle 3 bis 4 cm geteilt werden. Diese Stücke stichst du mit der Gabel ein, damit sich das typische Shortbreadmuster ergibt.

Der Teig landet jetzt für etwa 30 Minuten im vorgeheizten Ofen. Wenn die Zeit vorbei ist, angelst du das Blech direkt heraus, bestreust das Shortbread direkt mit Zucker und schneidest die Linien nochmals nach.

Fertig! 

Ich mag den ganz leichten Nachgeschmack von Rosenzucker im Shortbread ungemein. Außerdem verleiht er dem Standardrezept eine besondere Note.

Wenn dir gefällt, was du siehst und schmeckt, was du nachbackst, freue ich mich natürlich sehr über dein Feedback. Egal, ob hier oder auf Instagram oder auf Facebook. 🙂

Liebe Grüße aus der heimischen Küche

 

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